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Interview mit Christina Mersch

Christina Mersch, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Haus der kleinen ForscherMit der Leiterin der Arbeitsgruppe 1 "Kinder und Energie" und der stellvertretenden Geschäftsführerin der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", Christina Mersch, haben wir über ihre Arbeit gesprochen:

Frage: Kinder und Jugendliche für naturwissenschaftliche Inhalte zu begeistern, ist ein wesentliches Anliegen - auch des Wissenschaftsjahres 2010- Die Zukunft der Energie. Ist das aus Ihrer Sicht gelungen?
Mersch: Eine halbe Million Kinder haben im Wissenschaftsjahr in rund 8.000 Kindertagesstätten geforscht und experimentiert! Diese Zahlen sprechen absolut dafür, dass naturwissenschaftliche Inhalte junge Menschen faszinieren. Wer in einer dieser Kitas zu Besuch war, konnte hautnah erleben mit wie viel Freude und Ideenreichtum die kleinen Forscher dem Phänomen Energie nachgegangen sind. Insbesondere die Elemente Sonne und Wind haben die Kinder begeistert.

Frage: "Energie geht nicht verloren" heißt ein Motto der Lernangebote für Drei- bis Zehnjährige. Wie spricht man diese sehr junge Zielgruppe mit solchen doch komplexen Inhalten am wirkungsvollsten an?


Mersch: Indem man Phänomene direkt erlebbar macht. Energie ist für Kinder wie auch für viele Erwachsene nicht einfach zu verstehen. Daher bietet die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" Ideen an, wie pädagogische Fachkräfte an die Erlebnis- und Alltagswelt der Kinder anknüpfen können. Dazu gehört zum Beispiel die Wärme der Sonne oder die eigene Energie beim Rennen zu spüren. Zusammen lässt sich auch wunderbar nachforschen, welche elektrischen Geräte wir im Alltag benutzen und wie die Menschen wohl früher ohne Strom auskamen. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Interessen und Fragen der Kinder aufgegriffen werden. Es geht darum, die Kinder darin zu unterstützen, eigene Deutungen für Beobachtungen zu finden.

Frage: Wie geht es im Jahr 2011 weiter im "Haus der kleinen Forscher"?


Mersch: Dank der Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung können wir ab 2011 auch Angebote für sechs- bis zehnjährige Kinder entwickeln. Es ist ein gemeinsames Ziel, dass die Kinder auch während der Nachmittagsbetreuung weiter ihre Entdeckerlust ausleben dürfen. Die pädagogischen Fachkräfte dieses Bereichs werden in Zukunft von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" mit Hilfestellung und Materialien bedient, die an die Fähigkeiten und Interessen der Grundschulkinder angepasst sind. Darüber hinaus wollen wir in den nächsten Jahren mit unserem Angebot 80 Prozent der Kindertagesstätten in Deutschland erreichen. Forschendes Lernen im Sinne einer durchgängigen Bildungskette zu erleichtern, ist für 2011 unser fester Vorsatz.

Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" fördert mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung seit 2006 die Begeisterung drei- bis sechsjähriger Mädchen und Jungen für naturwissenschaftliche und technische Phänomene.

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