Navigationsbereich

Forschung
Seltene Erden, hier das Metall Neodym

Hightech-Metalle - mehr Ressourceneffizienz

Seltene Erden sind Metalle, die für viele Zukunftstechnologien bedeutsam sind. Sie werden unter anderem für die Herstellung von Windturbinen, Leuchtdioden oder Elektromotoren genutzt - und kommen bisher vor allem aus China. Das BMBF fördert Ressourceneffizienz durch das Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA) und die institutionelle Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft. Das neu gegründete Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie spielt dabei ein herausragende Rolle. Nun plant es, im sächsischen Erzgebirgskreis metallische Rohstoffvorkommen zu erkunden - aus der Luft. "Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass im Revier "Geyerscher Wald" Erzvorkommen lagern, die wichtige Industrie- und Technologiemetalle enthalten", sagt Direktor Jens Gutzmer.

Fördermaßnahmen im Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA II)

Metall der seltenen Erden: Neodym

Neodym, Copyright CUTEC Das BMBF begegnet der Knappheit der Seltenen Erden mit der Fördermaßnahme r³- Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Strategische Metalle und Mineralien. Sie unterstützt die Steigerung der Rohstoffeffizienz bei Seltenen Erden und anderen strategisch wichtigen Industriemineralien. Darüber hinaus wird die ebenso bedeutende Rückgewinnung, also das Recycling dieser Rohstoffe gefördert.

Die Laufzeit der Maßnahme "r³" ist zunächst auf den Zeitraum 2012-2015 angelegt. Geplant ist, in dieser Zeit herausragende Projekte mit 30 Millionen Euro zu fördern.

Schwerpunkte der Maßnahme "r³" im BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" :

  • Recycling und Substitution strategischer Metalle und Industriemineralien
  • Rückgewinnung von Wertstoffen aus Infrastruktur, Altdeponien und Hüttenhalden
  • Bewertung der Ressourceneffizienz, Vernetzungs- und Transfermaßnahmen

Mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourceneffizienz erhält die deutsche Wissenschaft eine strategische Forschungseinrichtung erster Güte. Das ganzheitliche Konzept der TU Bergakademie Freiberg und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf überzeugte die Expertenkommission.

Eröffnung des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie

Thomas Schlothauer vom Institut für Mineralogie der TU Bergakademie Freiberg beim Vorbereiten einer Sprengladung im untertägigen Schockwellenlabor ©Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, D.Müller Mit der Übergabe eines symbolischen silbernen Schlüssels gründete Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan am 29.8.2011 in Freiberg zusammen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. Es wird gemeinsam durch das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die TU Bergakademie Freiberg aufgebaut und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung jährlich mit bis zu fünf Millionen Euro unterstützt. Damit setzt die Bundesregierung eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um und bündelt strategisch wichtige Forschungskompetenzen zur Sicherung der Rohstoffversorgung der deutschen Wirtschaft.

Schavan kündigte in Freiberg außerdem ein neues Forschungsprogramm "Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland" an. Ziel des Programmes ist eine stärkere Vernetzung wichtiger Forschungsstandorte sowie die thematische Fokussierung aktueller und zukünftiger Förderaktivitäten auf dem Gebiet Ressourceneffizienz.

Schavan und Tillich stellen Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie in Sachsen vor

Der Zugang zu metallhaltigen Rohstoffen ist für den Erfolg der deutschen Industrie von überragender Bedeutung. Die allermeisten Rohstoffe müssen importiert werden; zudem besteht in diesem Bereich ein hoher Forschungsbedarf. Bereits im Oktober 2010 beschloss die Bundesregierung die "Nationale Rohstoffstrategie", die die nachhaltige Rohstoffversorgung Deutschlands mit nicht-energetischen mineralischen Rohstoffen sicherstellen will. Vor diesem Hintergrund stellt Bundesforschungsministerin Schavan nun die Initiative zur Gründung eines Ressourcentechnologie-Instituts vor, welches an der TU Bergakademie in Freiberg angesiedelt wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt damit die Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und FDP (2009) um und folgte dem Votum einer internationalen Gutachterkommission, die den gemeinsamen Vorschlag der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf favorisierte. Das Forschungskonzept integriert die gesamte Wertschöpfungskette von der Erkundung bis zum Recycling metallischer Rohstoffe. Insbesondere findet die Nachhaltigkeit der Rohstoffversorgung Berücksichtigung. Das neue Institut soll eine Lücke in der deutschen Forschungslandschaft schließen und einen wichtigen Beitrag zur effizienten Umsetzung der nationalen Rohstoffstrategie leisten.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Bundesforschungsministerin Annette Schavan, Rektor der TU Bergakademie Freiberg Prof. Bernd Meyer

Bei einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Bildung und Forschung am 17. Dezember 2010 in Berlin informierten neben Bundesministerin Annette Schavan auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Professor Bernd Meyer, Rektor der TU Bergakademie Freiberg über die Entscheidung und Konzeption des neuen Instituts.

  • Hightech-Strategie

    KMU-innovativ

    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind in vielen Bereichen Vorreiter des technologischen Fortschritts. Die mit Spitzenforschung verbundenen Risiken sind allerdings für KMU häufig schwer zu schultern. Deshalb gestaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit KMU-innovativ den Zugang zur Forschungsförderung für sie spürbar einfacher, zum Beispiel durch vereinfachte Bonitätsprüfung. Mit KMU-innovativ fördert das BMBF Spitzenforschung in wichtigen Zukunftsbereichen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/20635.php)

Zusatzinformationen

Dokumente

Ansprechpartner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH

    • PT Forschung für nachhaltige Entwicklung
    • Beate Schütze
    • Zimmerstraße 26-27
    • 10969 Berlin
    • Telefonnummer: 030 20199-431
    • E-Mail-Adresse: b.schuetze@fz-juelich.de