Am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben stellen sich Pflanzenforscher der Herausforderung, Pflanzen an veränderte Klimabedingungen anzupassen. Im dem Projekt GABI GRAIN befasste sich ein Forschungsteam mit Verfahren zur Ertragssicherung bei Trockenheit. Den Experten am IPK Gatersleben ist es gelungen, besonders trockentolerante Gersten zu produzieren. Einige Exemplare dieser Pflanzen können am Stand des BMBF besichtigt werden.
Der Klimawandel hat große Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion. Immer längere Trockenperioden können zu Ernteeinbußen führen - eine Herausforderung für die Pflanzenforschung. Getreide wie Weizen, Reis und Gerste spielen für die Ernährung der Menschheit und als Futterpflanzen eine wichtige Rolle. Die Erntesicherheit und die Ernährungssicherung rücken heute weltweit immer stärker in den Fokus von Landwirten und Pflanzenzüchtern. Auch am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben stellen sich Pflanzenforscher der Herausforderung, Pflanzen an veränderte Klimabedingungen anzupassen. Im dem BMBF-Förderprojekt GABI GRAIN
befasste sich ein Forscherteam mit Verfahren zur Ertragssicherung bei Trockenheit. Ein Schwerpunkt war es, die genetischen Ursachen für die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen zu finden. Zudem wurden neue Kreuzungen entwickelt, die in der wichtigen Phase der Kornfüllung besonders gut mit Trockenheit umgehen konnten. Ausgangspunkt der Überlegungen war der Fakt, dass selbst in Europa im Frühsommer verstärkt lange Phasen der Trockenheit auftreten. Ihre Forschungsarbeiten stützten die Forscher auf eine Auswahl aus der Gaterslebener Kulturpflanzenbank. Außerdem wurden besonders leistungsfähige
Gerste-Pflanzen eines Pflanzenzüchters und vorab entwickelte Gersten der Martin-Luther-Universität Halle ausgewählt.