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Vokabeltraining am Computer

Wer seine Sprachkenntnisse für den Beruf auffrischen will, muss nicht gleich einen Business-Englisch-Kurs buchen. Das geht auch am Computer per E-Learning. Damit kann jeder unabhängig von Zeit und Ort lernen und das Lerntempo selbst bestimmen. Die Stiftung Warentest hat fünf Selbstlernprogramme auf CD-Rom und vier Internetkurse getestet.

Untersuchung

CD-Roms für Wirtschaftsenglisch hat die Stiftung Warentest zuletzt 2007 geprüft. Auf dem schnelllebigen Markt der Lernsoftware bot sich ein Wiederholungstest an. Inzwischen ist das Angebot deutlich kleiner: Diesmal waren fünf CD-Roms von 40 bis 109 Euro im Test. Zusätzlich wurden erstmals Internetkurse mit einer Zugangsdauer von maximal sechs Monaten untersucht. Während dieser Zeit kann der Nutzer Lehrmaterialien und Übungen über das Netz abrufen oder herunterladen. Die Preise liegen zwischen 14,50 und 149 Euro.

Qualitätskriterien

Drei Experten prüften Inhalt und Didaktik der Angebote. Dabei wurde zum Beispiel untersucht, inwieweit berufsrelevante Inhalte behandelt wurden und ob sich die Angebote eignen, um das Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben sowie Wortschatz und Grammatik zu verbessern. Auch die technische Gestaltung stand auf dem Prüfstand.

Außerdem haben fünf Nutzer die Angebote ausprobiert und Bedienbarkeit, didaktischen Aufbau, Spaß und Nutzwert beurteilt.

Ergebnisse

Der Vorteil von Internetkursen liegt auf der Hand: Sie ermöglichen zusätzlich die direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch - in Foren mit anderen Lernern oder direkt mit einem Tutor. Die Internetkurse blieben jedoch didaktisch und technisch hinter ihren Möglichkeiten zurück und waren bestenfalls "befriedigend". Anders bei den CD-Roms. Da gab es drei "gute" Produkte. Sie überzeugten mit einer guten Themenmischung und vielen interaktiven Übungen. Alle drei verfügen über eine Spracherkennung. Damit können Lerner gesprochene Texte nicht nur aufzeichnen, sondern bekommen auch ein Feedback auf ihre Aussprache.

Verbrauchertipps

Auf Dauer sind Sprachkurse am PC kein Ersatz für den Unterricht im Klassenzimmer. Freies Formulieren und Sprechen lernen Sprachenlerner besser im spontanen Austausch mit anderen. Als Ergänzung zu Kurs oder Reise sind Selbstlernprogramme am Computer aber eine gute Sache. Allerdings sind viel Selbstdisziplin und Eigeninitiative erforderlich, denn der Lerner sitzt allein vor dem Computer.

Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier.

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