10.05.2012
Mit Bildungsbündnissen gegen Bildungsarmut
Der Zugang zu guter Bildung ist ein entscheidender Schlüsselfaktor für die Stellung unseres Landes im globalen Wettbewerb, den Wohlstand seiner Bürger und den Zusammenhalt der Gesellschaft. Deshalb ist die Bekämpfung von Bildungsarmut eine der großen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen. In Deutschland wachsen fast vier Millionen Kinder unter 18 Jahren, also mehr als ein Viertel dieser Altersgruppe, in mindestens einer sozialen, finanziellen oder kulturellen Risikolage auf, die ihre Bildungschancen schmälert. Um benachteiligten Kindern und Jugendlichen ein gutes Rüstzeug mit auf ihren Bildungsweg zu geben, wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ab 2013 deutschlandweit außerschuliche "Bündnisse für Bildung" unterstützen.
Pressekonferenz zur Bekanntgabe der neuen Förderrichtlinie "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan und Max Fuchs, Präsident des Deutschen Kulturrates, am 10. Mai 2012 in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Mitte.
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Bündnisse für Bildung - Kultur macht stark
Zu diesen Bildungsbündnissen zählen beispielsweise Ferienfreizeiten und Sommerakademien mit kulturellem Bezug, Musik- und Theaterinszenierungen oder Paten- und Mentorenprogramme, bei denen junge Menschen an Kunst, Musik, Literatur oder die neuen Medien herangeführt werden.
"Gute Bildung für alle - das ist nicht allein eine Aufgabe des Staates, sondern der ganzen Gesellschaft", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan anlässlich der Bekanntgabe des neuen Förderprogramms. "Wir brauchen eine breite Bewegung für bessere Bildungschancen und werden deshalb Vereine, Verbände und zivilgesellschaftliche Gruppen vor Ort zusammenführen, um überall in Deutschland Bündnisse ins Leben zu rufen, die sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmern."
Junge Menschen stark machen

Im Rahmen der Förderrichtlinie "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" fördert das BMBF außerschulische Angebote vor allem aus dem kulturellen Bereich.
Denn die Erfahrung zeigt: Außerschulische Angebote leisten einen besonders wertvollen und nachhaltigen Beitrag zur Bildung und Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Durch die Mitarbeit in Gruppen und Vereinen, bei Ferienfreizeiten oder im Austausch mit ehrenamtlich engagierten Paten und Mentoren erleben Kinder und Jugendliche, wie sich durch Ausdauer und Teamgeist Ziele erreichen lassen und wie der eigene Horizont sich weitet, wenn man sich einer Aufgabe stellt und Verantwortung übernimmt. Außerschulische Bildungsmaßnahmen können jungen Menschen eine Perspektive geben, ihr Selbstbewusstsein stärken, ihnen Anerkennung vermitteln und sie dazu ermutigen, ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Angebote der kulturellen Bildung können dazu einen herausragenden Beitrag leisten. Kreativität, Teamgeist, Anstrengung und die beglückende Erfahrung, "Ich kann etwas!" liegen bei Kunst und Musik, Theater und Tanz besonders nah beieinander. Kulturelle Bildung spricht Kinder und Jugendliche auf ganz unterschiedlichen Ebenen an: Sie lernen hier, ein Werk selbst zu gestalten, eine Aufgabe zum Erfolg zu führen und auch Rückschläge zu verkraften. Sie lernen zuzuhören und genau hinzuschauen. Und sie lernen, eine eigene Sprache zu entwickeln. Das sind Fähigkeiten und Grundhaltungen, die über den musisch-kulturellen Bereich hinaus von enormer Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und für ein "gelingendes Leben" als Individuum und in der Gemeinschaft sind. Auch Angebote aus dem Bereich Sport und Bewegung können eine ähnlich prägende Wirkung für die Persönlichkeitsentwicklung eines jungen Menschen entfalten.
Förderdauer und Fördersumme
Die Förderung beginnt 2013 und erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. 2013 stellt das BMBF dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Folgejahre ist eine Steigerung auf bis zu 50 Millionen Euro geplant.
Gesellschaftliche Mitverantwortung für Kinder und Jugendliche
Mit der Förderung von Bildungsbündnissen insbesondere im kulturellen Bereich verfolgt das BMBF ein dreifaches Ziel:
Zentral ist die Eröffnung neuer Bildungschancen - insbesondere für benachteiligte Kinder und Jugendliche, die durch die Bündnisse neue Herausforderungen erleben und in Kontakt zu Vorbildern kommen.
Zugleich sollen die Bildungsbündnisse eine breite Bürgerbewegung für gute Bildung anstoßen und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zukunft der jungen Generation schärfen.

Und schließlich geht es auch darum, eine tragfähige Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteure innerhalb von Kommunen oder Kreisen zu unterstützen, wie dies schon im BMBF-Programm
"Lernen vor Ort" angelegt ist. Ein lokales Bündnis für Bildung soll daher aus wenigstens drei Kooperationspartnern bestehen, die sich aus unterschiedlicher Perspektive um junge Menschen kümmern. Dies können beispielsweise Volkshochschulen, Bibliotheken, Chöre, Musik- und Theatergruppen oder auch andere Vereine sein.
Die Förderung der lokalen Bündnisse für Bildung erfolgt über bundesweite Verbände und Initiativen, die sich bis zum 31. Juli mit Konzepten um eine Beteiligung an dem Förderprogramm bewerben können.
Weitere Informationen über das Förderprogramm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" finden Sie unter
www.buendnisse-fuer-bildung.de
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Für mehr Bildungsgerechtigkeit von Anfang an: Mit dem Programm "Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen" legen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Stiftung Lesen die deutschlandweit größte Initiative zur Leseförderung auf. Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat die ersten drei von insgesamt 4,5 Millionen Lesestart-Sets an drei junge Familien in Berlin persönlich überreicht.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/16093.php)
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Das Verhindern von Schulabbrüchen und die Verbesserung der Übergänge von der Schule in die duale Berufsausbildung sind das Ziel der Bildungsketten-Initiative des BMBF. Eine präventive Förderung und eine Berufsorientierung, die bereits in der Schulzeit ansetzen stehen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung: Förderbedürftige Jugendliche werden auf Ihrem Weg bis zum Ausbildungsabschluss begleitet.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14737.php)
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"Die Ausbildungschancen für junge Menschen in Deutschland haben sich in diesem Jahr weiter verbessert. Es ist gelungen, mehr jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben." Diese positive Bilanz zog Bundesbildungsministerin Annette Schavan angesichts der veröffentlichten Ergebnisse der Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2011 am 15. Dezember in Berlin. Besonders erfreulich ist der deutliche Anstieg bei den betrieblichen Ausbildungsverträgen um 20.729 (+4,0%) auf 539.646. Insgesamt wurden 2011 570.140 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, das sind 10.180 (+1,8%) mehr als im Vorjahr.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2295.php)
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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt seit nunmehr vier Jahren mit JOBSTARTER die Ausbildungsstrukturentwicklung. Über 280 innovative Projekte werden gefördert. Sie alle schaffen in den Regionen zusätzliche Ausbildungsplätze und unterstützen mit zahlreichen Maßnahmen ausbildungsunerfahrene oder -müde Betriebe. Die Bilanz: Bisher konnten die JOBSTARTER-Projekte rund 56.700 Ausbildungsplätze akquirieren, wovon schon knapp 39.000 passgenau besetzt wurden.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2313.php)
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VerA steht für "Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen" und ist ein Angebot an alle, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen. Der Senior Experten Service (SES) stellt diesen Jugendlichen berufs- und lebenserfahrene Senior Expertinnen und Experten als Vertrauenspersonen zur Seite. SES-Ausbildungsbegleiter helfen unabhängig, ehrenamtlich und individuell - egal, ob fachliche oder private Probleme drängen, soziale Konflikte schwelen oder eine neue Lehrstelle zu suchen ist.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14266.php)
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"Lernen vor Ort" ist eine gemeinsame Initiative des Bundsministeriums für Bildung und Forschung mit deutschen Stiftungen. Vor allem Kreise und kreisfreie Städte sollen bei der Entwicklung eines kohärenten Bildungsmanagements vor Ort unterstützt werden. Dabei zielt das Programm auf eine verbindliche Verknüpfung der einzelnen Bildungsangebote - von der frühkindliche Bildung und der Familienbildung bis hin zur Weiterbildung.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/13536.php)
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Mit dem am 27.10.2010 verkündeten 23. Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes hat die Bundesregierung spürbare Leistungs- und Strukturverbesserungen für das BAföG erreicht und dieses als wesentliches Element eines Dreiklangs bedarfsgerechter Angebote der individuellen Bildungsfinanzierung aus BAföG, Bildungsdarlehen und Stipendien nachhaltig gesichert und weiterentwickelt.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/892.php)
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Noch immer gibt es zu viele Jugendliche und junge Erwachsene, die aus eigener Kraft den Weg von der Schule in eine Ausbildung nicht schaffen. Eine dauerhafte Integration in die Arbeitswelt basiert jedoch auf einem anerkannten Abschluss. Für Jugendliche und junge Erwachsene mit schlechteren Startchancen ist eine berufliche Ausbildung oder eine nachträgliche berufliche Qualifizierung ein erster Schritt in diese Richtung.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14246.php)