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Bildung
Mädchen Fußballteam hält glücklich seinen Pokal in den Händen

Allianz für Bildung

Gute Bildung für jedes Kind - das ist nicht allein Aufgabe für den Staat und die Schulen, sondern für die ganze Gesellschaft! Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Allianz für Bildung ins Leben gerufen, ein Zusammenschluss von 29 Verbänden, Initiativen und Stiftungen.

Die am 22. Februar 2011 gegründete Allianz für Bildung ist der Grundstein für eine breite gesellschaftliche Bewegung zur Unterstützung und Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher.

Die Allianz für Bildung wird den Aufbau Bündnissen für Bildung unterstützen, vorhandene Initiativen vernetzen und fachliche Expertise vermitteln. Sie steht allen interessierten, überregional tätigen Stiftungen und Institutionen offen, die sich für die Bildung insbesondere von benachteiligten Kindern und Jugendlichen einsetzen. Neuesten Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 18.000 Stiftungen, die zwischen 16 und 17 Milliarden Euro jährlich ausgeben. Die Zahl der Stiftungen, die Projekte in Bildung und Erziehung fördern, wächst. Die Allianz für Bildung versteht sich als Instrument der bundesweiten Vernetzung, das die beteiligten Stiftungen, Organisationen und Initiativen dabei unterstützt, ihre Expertise zu bündeln, Beispiele guter Praxis bekannt zu machen und für einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft zu werben. Die wichtigste Aufgabe dieser Allianz ist die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die ihren Bildungsweg unter ungünstigen Bedingungen beginnen. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und persönlicher Zukunft aufzubrechen. Die Allianz für Bildung begleitet das BMBF bei der Entwicklung einer Förderrichtlinie zur Unterstützung von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen.

Lokale Bildungsbündnisse

Ziel der Allianz für Bildung ist es, die Gründung Bündnisse für Bildung vorzubereiten, in denen Vereine, Verbände und engagierte Bürgerinnen und Bürger in enger Abstimmung mit Schulen und Kommunen Maßnahmen entwickeln, die Kindern und Jugendlichen elementare Kulturtechniken sowie Lern- und Lebenshaltungen wie Teamgeist und Anstrengungsbereitschaft vermitteln. Die Instrumente hierfür sind so vielfältig wie die beteiligten Akteure. Vielfältige Sportangebote im Verein sowie außerschulische Kultur- und Musikangebote gehören ebenso dazu wie Sommercamps in den Ferien, Paten- und Mentorenprogramme oder auch Hausaufgabenunterstützung. Die Akteure der Allianz für Bildung konzentrieren sich in diesem Prozess auf die zentralen Aktionsfelder Sport und Bewegung, kulturelle Bildung, Forschen und Experimentieren sowie Begleiten, Fördern und Beraten. 

Aktionsfelder der Allianz für Bildung

Aktionsfeld 1: Sport und Bewegung

Sport bietet Kindern und Jugendlichen viele Optionen, physische, psychische, emotionale und soziale Stärke zu entwickeln. In mehr als 90 000 Sportvereinen, die im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) organisiert sind, bewegen sich 9,3 Millionen Kinder und Jugendliche. Die Sportvereine bringen ihre Kompetenzen in gelingende Bildungsprozesse von jungen Menschen ein und bieten ihnen zugleich ein Lernfeld für bürgerschaftliches Engagement. Der Sport leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Alltagsbildung von Kindern und Jugendlichen und vernetzt dabei verschiedene Handlungsfelder wie Gesundheit, soziale Integration, Engagement und Prävention.


Aktionsfeld 2: Kulturelle Bildung

Mit der Stiftung Lesen hat das BMBF im Dezember 2010 das Programm "Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen" gestartet, das Eltern und Kindern den Zugang zur Welt der Bücher öffnet und so Lesekompetenz stärkt. Das Programm ist auf acht Jahre angelegt und hat ein Volumen von 26 Millionen Euro.

Bibliotheken stellen Kindern und Jugendlichen Literatur und Medien kostenlos zur Verfügung. Dieses Angebot soll systematisch ausgebaut werden. Die Bibliotheken sollen bei der Erarbeitung und Vermittlung von Bildungsangeboten zum Thema Lese-, Medien- und Informationskompetenz für Kinder, Jugendliche und Eltern unterstützt werden.

Die kulturelle Bildung bietet mit Spiel, Theater, Tanz, Musik, Bildender Kunst, Literatur oder Medien wichtige Gelegenheiten zur Selbstbildung und Kompetenzentwicklung junger Menschen. Diese Arbeit soll unterstützt, lokale Kulturnetzwerke aufgebaut und Kulturschaffende dazu ermuntert werden, gerade auf Schulen in sozialen Brennpunkten zuzugehen und gemeinsame Projekte zu entwickeln.

Aktionsfeld 3: Forschen und experimentieren

Bis heute haben sich 15.000 Kindertagesstätten zum "Haus der kleinen Forscher" weiter entwickelt. Insgesamt 600.000 Kinder im Vorschulalter finden dort einen ersten spielerischen Zugang zur Welt der Experimente. Ziel ist, alle Kindergärten in Deutschland zu Häusern der kleinen Forscher zu machen und dieses erfolgreiche Programm auch auf Grundschulen auszuweiten.

Aktionsfeld 4: Begleiten, fördern und beraten

Bildungsbenachteiligte Kinder brauchen neben Förderung und materieller Unterstützung auch Begleitung und Beratung. Gemeinsam mit Stiftungen soll die Begabtenförderung für Kinder mit Migrationshintergrund sowie aus bildungsfernen Familien ausgebaut werden. Die Allianz für Bildung unterstützt Paten- und Mentorenprogramme und fördert den Aufbau tragfähiger Partnerschaften von Hochschulen und Gymnasien mit Grundschulen in sozialen Brennpunkten. Individuelle Begleitung und Beratung sind entscheidend für den Bildungserfolg. Im September 2010 hat das BMBF das Programm "Bildungsketten" gestartet. Im Rahmen dieses Programms werden 1000 Berufseinstiegsbegleiter bis zu 30.000 Jugendliche ab der 7. Klasse kontinuierlich und individuell auf ihrem Weg in den Beruf begleiten und beraten. Hinzu kommen bis zu 1000 ehrenamtliche Senior-Experten, die sich als Bildungslotsen engagieren und jungen Menschen als Vorbilder zur Seite stehen.

Mit dem Aufstiegsstipendium ermöglichen die Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung und das BMBF mehr als 2.500 begabten Fachkräften, ihren Bildungsweg weiter in ein Hochschulstudium zu gehen.

Aktionsfeld 5: Ganztägig lernen

Bund und Länder haben in den vergangenen Jahren gemeinsam viel unternommen, um flächendeckend Ganztagsschulen auszubauen. Heute halten 42% der Schulen ein ganztägiges Bildungsangebot bereit. Um Ganztagsschulen bei der Qualitätsentwicklung zu unterstützen, hat das BMBF 2004 das Programm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen." aufgelegt, das von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) verantwortet wird. In enger Kooperation mit allen Bundesländern wurden Ganztagsschulen Serviceagenturen zur Seite gestellt, die sie bedarfsorientiert unterstützen.

Aktionsfeld 6: Verantwortungsgemeinschaften vor Ort stärken

Gemeinsam mit 120 Stiftungen Im Programm Lernen vor Ort unterstützt das BMBF im Programm Lernen vor Ort gemeinsam mit 120 Stiftungen 40 Kommunen aus allen Teilen Deutschlands dabei, ein umfassendes integriertes lokales Bildungsmanagement auf kommunaler Ebene zu entwickeln. Die Erfahrungen aus diesem Programm sollen genutzt werden, um in den nächsten Jahren in möglichst vielen Kommunen Lokale Bildungsbündnisse zu schaffen, in denen sich staatliche und kommunale Stellen, Gruppen und Vereine dezentral zusammenschließen, um konkrete Bildungsangebote zu entwickeln.

Dazu wird das BMBF entsprechende Beratungsmöglichkeiten sowie Angebote der Koordinierung und wissenschaftlichen Begleitung zur Verfügung stellen.

Aktionsfeld 7: Gute Beispiele vorstellen

Bildung lebt von guten Vorbildern. Das gilt auch für die Entwicklung von Bildungsangeboten. Deshalb entwickelt das BMBF eine Plattform für best-practice-Beispiele. Das BMBF unterstützt den neuen bundesweiten Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik" der Initiative "Deutschland - Land der Ideen", bei dem ab Sommer 2011 regelmäßig eine herausragende Bildungsidee ausgezeichnet wird.

Die Allianz für Bildung wächst

Die Allianz für Bildung bildet auf Bundesebene das Dach über den lokalen Bildungsbündnissen. Sie unterstützt deren Bildung und Vernetzung und vermittelt ihnen fachliche Expertise. Mit der Gründung der Allianz für Bildung soll das Startsignal für eine breite bürgerschaftliche Bewegung gegeben werden.

Mitglieder in der Allianz für Bildung

Mitglieder der Allianz für Bildung sind gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
  • Bildung

    Lesestart - mehr Bildungsgerechtigkeit von Anfang an

    Für mehr Bildungsgerechtigkeit von Anfang an: Das Programm "Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen" ist die größte Initiative zur Leseförderung in ganz Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Stiftung Lesen arbeiten dabei zusammen.
     weiterlesen: Lesestart - mehr Bildungsgerechtigkeit von Anfang an
    (URL: http://www.bmbf.de/de/16093.php)
  • Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka übergibt die offizielle Plakette

    Bildung

    Haus der kleinen Forscher

    Bei Kindern schon früh die Begeisterung für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik wecken und damit einen Beitrag zur Nachwuchssicherung in diesen Bereichen leisten - das ist Ziel der Initiative "Haus der kleinen Forscher" die 2006 gegründet wurde. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.
     weiterlesen: Haus der kleinen Forscher
    (URL: http://www.bmbf.de/de/12184.php)
  • Gruppe Schulkinder verschiedener Herkunft

    Bildung

    Integration durch Bildung

    Die Bildungsbeteiligung von Migrantinnen und Migranten und ihre Bildungserfolge bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit und - wo nötig - Förderung. Denn Bildung ist für ihre Integration in unsere Gesellschaft von herausragender Bedeutung. Den Kindern und Jugendlichen gilt dabei die besondere Aufmerksamkeit, denn sie stellen bei den unter 25-Jährigen inzwischen mehr als ein Viertel der Altersgruppe. In den Ballungszentren der alten Bundesländer kommen sogar bis zu 40 Prozent der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien.
     weiterlesen: Integration durch Bildung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/15624.php)

Zusatzinformationen

Interview mit Katja Urbatsch, Geschäftsführerin von Arbeiterkind.de

"Viele Eltern haben Angst, wenn ihre Kinder studieren"
Wir haben mit Katja Urbatsch von ArbeiterKinder.de darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Schüler aus nicht-akademischen Familien zum Studium zu ermutigen.

Dokumente

Ansprechpartner

  • BMBF

    • Referat 125
    • Perspektiven der Wissensgesellschaft
    • Hannoversche Straße 28-30
    • 10115 Berlin
    • E-Mail-Adresse: allianz-fuer-bildung@bmbf.bund.de
 

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