01.11.2012
Chancen für den Nachwuchs
Innovative Schlüsseltechnologien wie die Biotechnologie sind in besonderem Maße auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen. Ob Berufsausbildung oder Studium - die Wege in die Biotechnologie sind dabei sehr vielfältig.
Die Zahl der Beschäftigten in der Biotechnologie steigt kontinuierlich weiter. Mittlerweile sind über 30.000 Menschen in mehr als 650 Unternehmen in Deutschland in der Biotechnologie beschäftigt. Die meisten Jobs sind anspruchsvoll und setzen eine Studium oder eine Berufsausbildung voraus.
Ein klassischer Einstieg in die Biotechnologie ist der über ein biowissenschaftliches Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule. Die Auswahl an möglichen Studiengängen ist sehr groß; Studieninteressierte stehen deshalb oft vor vielen Fragen. Auf der Informationsplattform
biotechnologie.de werden die häufigsten Fragen beantwortet. Wer schon vor der Entscheidung zum Master steht, findet beim Online-Studienführer des VBIO (
www.master-bio.de) in einer Datenbank umfassende Informationen zu den vielfältigen angebotenen Masterkursen.
Neben dem Studium gibt es in Deutschland auch eine Reihe von beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten, die eine biologische Ausrichtung haben. Die Nachfrage nach Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) oder Biologielaboranten ist groß. Aus der Kooperation der Biologie mit angrenzenden Wissenschaften (Medizin, Chemie und Pharmazie) ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Biologen greifen auf Forschungsergebnisse anderer naturwissenschaftlicher Disziplinen zurück und benötigen zur Bewältigung experimenteller Arbeiten sachkundige Mitarbeiter. Umgekehrt sind auch viele Chemiker, Mediziner und Pharmazeuten heute auf biologisch versierte, eigenverantwortlich arbeitende Assistenten und Laboranten angewiesen.
Die Ausbildung zum Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) oder zum Biologielaboranten dauert in der Regel zwei bis drei Jahre und besteht aus theoretischem, schulischem Unterricht und praktischer Laborarbeit. Mindestvoraussetzung ist in der Regel ein Realschulabschluss. Bundesweit gibt es mehr als 40 Berufsfachschulen, an denen BTAs ausgebildet werden. Dies sind entweder kostenfreie staatliche Einrichtungen oder Schulen in privater Trägerschaft, an denen ein Schulgeld zu entrichten ist.
Mit der
mobilen Erlebniswelt "BIOTechnikum" besucht ein rollendes Labor im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung öffentliche Plätze, Veranstaltungen und Schulen im ganzen Land, und begeistert dabei Jugendliche für die Zukunftsberufe in der Biotechnologie
(www.biotechnikum.eu). Der Film "
Neue Chancen für Ausbildung und Karriere" gibt Einblicke in die vielen verschiedenen Ausbildungswege und Karrierechancen in der Biotechnologie.
Viele Informationen zur Berufsausbildung bieten:
Erfolge der Förderung
Mit dem Wettbewerb "
BioFuture" hat das BMBF hochkarätigen Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern den Weg für eine erfolgreiche Karriere geebnet. Nach nunmehr 15 Jahren wird Bilanz gezogen: Seit dem Startschuss 1998 wurden insgesamt 51 Preisträger mit einem Gesamtvolumen von 71 Mio. Euro gefördert. Zu den prämierten Nachwuchswissenschaftlern zählten auch 14 Rückkehrer aus dem Ausland. Und die "BioFuture"-Förderung trägt Früchte: Bis heute haben insgesamt 45 Preisträgerinnen und Preisträgern eine Berufung auf eine Professur erhalten. Außerdem sind aus den "BioFuture"-Projekten 17 Firmengründungen mit mehr als 250 Mitarbeitern hervorgegangen. Die neu gegründeten Unternehmen konnten insgesamt mehr als 80 Mio. Euro privates Kapital mobilisieren.
Hinter den Erfolgszahlen von "BioFuture" steckt eine hohe wissenschaftliche Qualität. So wurde
Petra Schwille, die von 1999 bis 2004 durch "BioFuture" gefördert wurde, im Jahr 2010 mit dem renommierten Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet.
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