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Mongolei

"Dschingis Khan und seine Erben" - Die Faszination des ehemaligen Herrschers über das Weltreich der Mongolen ist ungebrochen. Auf der Grundlage eines Ressortabkommens zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Mongolei wurden neue Akzente in der wissenschaftlich-technologischen und bildungspolitischen Zusammenarbeit gesetzt.

Das im Jahr 2003 geschlossene Ressortabkommen zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Mongolei bildet die Grundlage der wissenschaftlich-technologischen und bildungspolitischen Zusammenarbeit. Die besondere Wertschätzung der bilateralen Beziehungen wurde durch den Besuch des Mongolischen Premierministers Tsakhia Elbegdorj und des Mongolischen Bildungsministers Puntsag Tsagaan im Juni 2005 in der Bundesrepublik unterstrichen.

Die bisherigen thematischen Schwerpunktfelder im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit mit der Mongolei sind Schutz der natürlichen Ressourcen, Umweltschutz, Umwelttechnologien und Archäologie, aber auch Vorhaben in anderen Bereichen wie beispielsweise Gesundheitsforschung wurden mit Erfolg gefördert. Als besonders erfolgreiche Kooperationsprojekte sind die Entwicklung eines Kaschmirqualitätssiegels, verschiedene Projekte zur Nachhaltigkeit im Bergbau und archäologische Untersuchungen in Karakorum, der ehemaligen Hauptstadt Dschingis Khans, erwähnenswert. Die Ergebnisse der Ausgrabungen in Karakorum wurden im Rahmen der großen Ausstellung "Dschingis Khan und seine Erben" im Jahr 2005 in Bonn in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland gezeigt.

Unter den gegenwärtig geförderten Vorhaben ist ein archäologisches Projekt von besonderer Bedeutung, in dessen Rahmen ein deutsch-mongolisches Wissenschaftlerteam herausragende organische Objekte aus mongolischen Grabfunden des Mittelalters sichert, reinigt, konserviert und wissenschaftlich untersucht. Es handelt sich dabei um verschiedene fast vollständig überlieferte Kleidungsstücke aus Seide und Filz sowie einen ledernen Köcher mit Pfeilen mit Befiederungsresten und einen Reflexbogen, bei dem sich sensationellerweise sogar noch die Sehne erhalten hat. Die genannten Objekte sind Bestandteile einer sehr viel umfangreicheren Grabausstattung, die einzigartige Einblicke in grundlegende Aspekte der reiternomadischen Lebenswelt erlauben. Die Objekte sollen ab Oktober 2011 in einer Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn der Öffentlichkeit präsentiert werden. Beabsichtigt wird mit diesem Projekt zudem, dem mongolischen Partner das Erkenntnispotenzial eines wissenschaftlich geleiteten Restaurierungsprozesses aufzuzeigen und so den längerfristigen Aufbau eigener, dringend erforderlicher Restaurierungskapazitäten anzuregen. 

In Relation zur Bevölkerung leben sehr viele deutschsprachige Menschen in der Mongolei, die in Deutschland studiert, geforscht oder einen Teil Ihrer Ausbildung absolviert haben. Mit der Deutsch-Mongolischen Alumni-Kontaktstelle, deren Einrichtung im April 2002 vereinbart wurde, sollen die Beziehungen zu den "Ehemaligen" ausgebaut und Informationen über den Forschungs- und Bildungsstandort Deutschland in der Mongolei zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig werden interessierten Deutschen Informationen über die Mongolei zur Verfügung gestellt. Auch diverse Hochschulpartnerschaften tragen wesentlich dazu bei, die engen Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter zu intensivieren.

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