Ministerium

Australien

Australien zählt zu den Industrieländern mit hohen wissenschaftlichen Standards. Das oberste forschungspolitische Ziel der australischen Regierung stellt die strategische Positionierung als High-Tech-Standort im asiatischen Raum dar. Die bildungspolitischen Bereiche, in denen die australische Regierung aktiv ist und Vorgaben entwickelt, betreffen in erster Linie den Berufsbildungs- und den Hochschulsektor. Die Zusammenarbeit mit Deutschland in Bildung und Forschung entwickelt sich außerordentlich positiv. So zählen z.B. australische Bewerber zu den erfolgreichsten Antragstellern auf ein Humboldt-Stipendium.

Politischer Rahmen der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit

Die historisch begründet große Bedeutung der europäischen Dimension für die australische Bildungs- und Forschungslandschaft führte dazu, dass Australien 1994 als erstes Land ein Wissenschafts- und Technologieabkommen mit der Europäischen Union unterzeichnete.  Die deutsch-australische institutionelle Zusammenarbeit geht auf ein Regierungsabkommen von 1974 zurück.

Die positive Entwicklung im Bildungsbereich wird auch durch ein Abkommen zwischen der AvH und dem Australian Research Council (ARC) über die Verleihung von Forschungspreisen auf Gegenseitigkeit gestärkt. Weitere aktive Abkommen (MoU) bestehen zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Australian Research Council (ARC) sowie dem Australian National Health and Medical Research Council (NHMRC).

Schwerpunkte der Kooperation

Im Zentrum der Zusammenarbeit sollen bilaterale Forschungskooperation zu den Bereichen

  • Gesundheit,
  • Ernährung,
  • Landwirtschaft und Biotechnologie,
  • Informations- und Kommunikationstechnologien,
  • Umwelt und Meeres- und
  • Antarktisforschung

stehen. Ziel ist es, die Förderprogramme besser zu koordinieren und ein Informationsnetz aufzubauen. Gleichzeitig sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern durch bilaterale Sommerkurse und Workshops stärker gefördert werden

Höhepunkte der bilateralen Zusammenarbeit

Mit dem DAAD Information Centre Sydney hat im Juni 2003 ein Büro seine Arbeit aufgenommen, dass die wissenschaftliche Kooperation zwischen beiden Ländern aktiv fördert.
 
Laut Hochschulkompass der HRK (Stand Sept. 2005) existieren 169 Kooperationsabkommen zwischen deutschen und australischen Universitäten. Durch diese Partnerschaften wird vor allem das Problem der Studiengebühren in vielen Fällen durch Einzelvereinbarungen gemildert.

Im September 1998 wurde zwischen der KMK/ Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen und dem National Office of Overseas Skills Recognition als Unterabteilung des Department of Education, Science and Training (DEST) ein Protokoll über die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen auf Schul-, Berufsschul- und Hochschulebene unterzeichnet.

Wichtigstes Instrument der bilateralen Hochschulzusammenarbeit ist der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, dessen finanzielle Förderung in erster Linie durch den DAAD erfolgt.

Im Jahr 2003 wurden zehn AvH-Forschungsstipendien bewilligt, was somit der Zahl der Bewilligungen für Großbritannien oder Italien entspricht. Drei von gesamt 75 AvH-Forschungspreisen wurden 2003 an australische Wissenschaftler vergeben.

International Geological Congress

Der alle vier Jahre stattfindende International Geological Congress (IGC), die weltweit größte Konferenz in den Geowissenschaften, fand im August 2012 in Brisbane, Australien statt.

An der Konferenz mit dem Generalthema "Unearthing our Past and Future - Resourcing tomorrow" nahmen rund 5900 Wissenschaftler aus 112 Ländern teil.

Foto des deutschen Botschafters in Australien Dr. Christoph Müller mit dem Geowissenschaftler und Vorsitzenden der International Union of Geological Sicences Professor Dr. Roland Oberhänsli

Der deutsche Botschafter in Australien Dr. Christoph Müller mit Professor Dr. Roland Oberhäusli in Brisbane©BMBF

Die deutsche Botschaft lud aus diesem Anlass zu einem Abendempfang mit mehr als 100 Gästen, darunter eine große Zahl in Australien lebender deutscher Wissenschaftler. Der Empfang wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Prominenter Gastredner war Professor Dr. Roland Oberhänsli, der auf dem Kongress zum neuen Vorsitzenden der International Union of Geological Sciences (IUGS) gewählt wurde.

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