Anke Körner

Kinderkrankenschwester; Management im Gesundheitswesen an der Hochschule Osnabrück

Anke KörnerEin Studium, so hat Anke Körner festgestellt, ist nicht nur von Vorteil, wenn es darum geht, die berufliche Zukunft zu planen. Auch privat zeigen sich ungeahnte Auswirkungen: "Ich habe neue Blickwinkel entwickelt, aus denen ich Dinge bewerte", sagt die Berlinerin. "So viele neue Wege zu gehen, das ist eine riesige Motivation für mich."

Ihr Berufsleben begann nach dem Abitur mit einer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester an der renommierten Universitätsklinik Charité in Berlin. Nach einigen Jahren in der Kinderchirurgie wechselte sie in das Zentrum für Knochenmarktransplantation für Kinder. Sie übernahm die Stelle der stellvertretenden Stationsleitung in der Geburtshilfe und suchte nach Möglichkeiten, noch weiter aufzusteigen.

In der Klinik fand Anke Körner mit diesem Wunsch Gehör und stand schließlich vor der Wahl zwischen einer krankenhausinternen Fortbildung und einem Studium. "Es war sofort klar, dass ich studieren will", sagt sie. "Ich wollte auch mal raus aus der Klinik und vor allem einen höherwertigen Abschluss." Und so begann sie im Frühjahr 2010 mit dem berufsbegleitenden Studium "Pflegemanagement" an der Hochschule Osnabrück. Für Anke Körner bedeutete das neben einer anstrengenden 40-Stunden-Stelle jeden Tag zu lernen und immer wieder mehrtägige Präsenzveranstaltungen in der niedersächsischen Stadt zu besuchen. Zum Glück musste sie dafür keinen Urlaub investieren, die Klinik stellte sie in dieser Zeit frei.

Über die Unterstützung der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung gemeinnützige Gesellschaft mbH (SBB), die im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Stipendienprogramme betreut, ist Anke Körner deshalb "total glücklich". Denn die Studiengebühren betragen mehr als 600 Euro pro Semester, hinzukommen die Fahrt- und Übernachtungskosten und Ausgaben für Fachliteratur. Trotz allem hätte sie auch ohne diese Zuwendung studiert: "Ich will etwas bewirken, und ich habe Freude am Lernen. So schnell lasse ich mich nicht unterkriegen." Diese Eigenschaft, so meint sie, habe auch die Jury bei der Bewerbung für das Stipendium überzeugt.
Inzwischen sieht es so aus, als könne Anke Körner auf der Karriereleiter gleich zwei Stufen nach oben steigen. Möglicherweise könne sie in Zusammenarbeit mit ärztlichen und kaufmännischen Führungskräften irgendwann ein ganzes Zentrum innerhalb der Klinik leiten, sagt die 40-Jährige.