Neue Herausforderungen, mehr Abwechslung - das war es, wonach sich Martin Tewiele sehnte. Deshalb entschloss er sich 2005, nachdem er eine Ausbildung zum Industriemechaniker für Maschinen und Systemtechnik in Bocholt absolviert hatte, auf ein Studium hinzuarbeiten. Parallel zu seinem Berufsalltag als Facharbeiter in der Getriebemontage der Winergy AG, holte er seine Fachhochschulreife nach. Er meldete sich an einer Abendschule an und erreichte den Abschluss innerhalb eines Jahres.
Nach einem weiteren Jahr in der Firma, nahm der junge Mann im Herbst 2007 sein Studium im Fach Maschinenbau an der Fachhochschule Gelsenkirchen auf. Die Umstellung vom Arbeitsalltag zum Studium brauchte Kraft, meint Tewiele: "Wieder in den Lernprozess zu kommen, war schwierig."'
Als er im zweiten Semester war, erfuhr Tewiele in der Zeitung von den Stipendien der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB). Seine Leistungsbereitschaft und der unbedingte Wille, sich weiter zu qualifizieren überzeugten die Jury. Für seine Jugendarbeit in der Pfarrgemeinde bleibt Tewiele wie auch für seine Leidenschaft zum Sport im neuen Alltag mittlerweile allerdings nur noch wenig Zeit.
Durch sein Studium, so erhofft sich der 25-Jährige, wird er bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und vielleicht sogar einmal eine Führungsposition einnehmen können. Nach dem Bachelor-Abschluss und einem Praxissemester bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart geht es jetzt mit dem Masterstudiengang Maschinenbau mit der Fachrichtung Mechatronik an der Universität Duisburg-Essen weiter.