
Die dringende Notwendigkeit einer post-fossilnuklearen Wirtschaftsweise stellt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in den Mittelpunkt seines Hauptgutachtens 2011 "Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation". Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen darin Möglichkeiten für eine Wende zur Nachhaltigkeit auf und präsentieren zehn konkrete Maßnahmenbündel zur Beschleunigung des erforderlichen Umbaus hin zu einer klimaverträglichen Gesellschaft. Damit die Transformation gelingen kann, sollte aus Sicht des WBGU ein Gesellschaftsvertrag zur Innovation durch einen neuartigen Diskurs zwischen Regierungen und Bürgern innerhalb und außerhalb der Grenzen des Nationalstaats geschlossen werden. Das Gutachten wurde am 07. April 2011 vorgestellt.

Übergabe des WBGU-Hauptgutachtens 2011(v.l.n.r.): Bundesminister Norbert Röttgen, Prof. Hans Joachim Schellnhuber und Bundesministerin Annette Schavan
(Copyright: Ute Grabowsky/ photothek.net)
Der WBGU zeigt in seinem Gutachten, dass die technologischen Potenziale zur umfassenden Dekarbonisierung vorhanden sind, skizziert Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für den Wandel und verdeutlicht, dass politische Instrumente für eine klimaverträgliche Transformation wohlbekannt sind. Er stellt dar, dass die erforderliche Transformation tiefgreifende Änderungen von Infrastrukturen, Produktionsprozessen, Regulierungssystemen und Lebensstilen sowie ein neues Zusammenspiel von Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft umfasst. Dabei gelte es, vielfältige Pfadabhängigkeiten und Blockaden zu überwinden. Die Transformation könne zudem nur dann gelingen, wenn Nationalstaaten ihre kurzfristigen Interessenskalküle zugunsten globaler Kooperationsmechanismen zurückstellen, um vor allem in der Weltwirtschaft eine Trendumkehr zu Klimaverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Dabei gehe es im globalen Rahmen nicht zuletzt um Fragen von Fairness und Gerechtigkeit, auf die Antworten gefunden werden müssen. Der WBGU lotet die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Transformation aus, benennt mögliche Pioniere des Wandels, identifiziert sowohl Blockademechanismen als auch politische und institutionelle Ansätze zu deren Überwindung und veranschaulicht Möglichkeiten des Übergangs zu Klimaverträglichkeit und Nachhaltigkeit.
Der Forschung und der Bildung kommt die Aufgabe zu, gemeinsam mit Politik und Bürgerschaft nachhaltige Visionen zu entwickeln, geeignete Entwicklungspfade zu identifizieren sowie klimaverträgliche und ressourcenschonende Innovationen zu verwirklichen. Die relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen überdies jedermann zugänglich und verständlich gemacht werden, damit die Menschen den Wandel akzeptieren und demokratisch mitgestalten können.

2007, 52 Seiten
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Interview mit Umweltaktivist Steward Brand über Deutschlands Atomausstiegs-Pläne in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (URL: http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EBA775DE7201E46E0B0C5AD9619BD56E9~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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