
Mit der "Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie" werden Wirtschaft und Wissenschaft aufgerufen, strategische Allianzen entlang von Wertschöpfungsketten zu bilden. Die strategischen Allianzen sollen dabei unter der Führung eines Unternehmens stehen. Ein entscheidender Aspekt einer strategischen Allianz ist die Verknüpfung von Partnern mit einer kohärenten Zielstellung. Die längerfristig angelegte Förderung soll den beteiligten Unternehmen helfen, den notwendigen langen Atem für die erforderlichen Schritte in Forschung und Entwicklung aufzubringen. Im Gegenzug wird erwartet, dass die Unternehmen sich ebenfalls längerfristig und mit substantiellen Eigenbeiträgen engagieren.
Innerhalb einer strategischen Allianz sollen modulartig aufeinander aufbauende Forschungs- und Entwicklungsprojekte definiert und realisiert werden. Ziel der geförderten Projekte soll die Entwicklung innovativer Prozesse oder Produkte für industrielle Anwendungen unter Einsatz biotechnologischer Verfahren sein. Von besonderem Interesse sind industrielle Anwendungen, die mittelfristig durch biotechnologische Verfahren oder Produkte ersetzt werden können ("Biologisierung der Industrie"). Neben Branchen wie der Nahrungsmittel-, Chemie-, Papier- und Pharmaindustrie, in denen biologische Prozesse bereits eingesetzt werden, steht die Förderung grundsätzlich allen Industriezweigen offen.
Jede strategische Allianz sollte eine kritische Masse erreichen - sowohl hinsichtlich der finanziellen Ausstattung als auch der gebündelten Kompetenzen der beteiligten Partner. Die Förderung wird voraussichtlich auf wenige ausgewählte Allianzen konzentriert. Die "Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie" soll auch zur Bildung ungewöhnlicher Allianzen führen - mit Partnern, die bislang nicht in dieser Form zusammengearbeitet haben.
Die "Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie" stellt eine bundesweite Ausweitung der vorangegangenen Fördermaßnahme "BioIndustrie2021" [http://www.bmbf.de/de/1121.php] dar, in der regionale Strukturen und Kompetenzen in der industriellen Biotechnologie geschaffen werden konnten. Neben technischen FuE-Vorhaben können auch umsetzungsfördernde Maßnahmen unterstützt werden.
Die Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie ist über mehrere Jahre (2011-2015) für Bewerbungen von strategischen Allianzen offen. Entsprechende Interessenbekundungen sind jeweils bis zum 1. Juni eines Jahres abzugeben, darauf aufbauend können ausführliche Skizzen innerhalb der nächsten 12 Monate eingereicht werden. Weitere Informationen sind in der Förderrichtlinie [http://www.bmbf.de/foerderungen/16331.php] sowie in den Hinweisen für Interessenten [http://www.ptj.de/lw_resource/datapool/_items/item_2452/faqs__innovationsinitiative_2.pdf] zu finden.
Die ersten strategischen Allianzen, die in der "Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie" zur Förderung ausgewählt wurden, sind auf der ACHEMA im Juni 2012 vorgestellt worden:

Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft (Kurzfassung) / -
Our Route towards a biobased economy (Short version)
2010, 16 Seiten
Download [PDF - 1,63 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie_kurzfassung.pdf)

Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft
2010, 52 Seiten
Bestell-Nr.: 30570
Download [PDF - 3,42 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie.pdf)

Chancen für eine bio-basierte Wirtschaft
2012, 55 Seiten
Bestell-Nr.: 30256
Download [PDF - 1,54 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/weisse_biotechnologie.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
Bis 01.06.2015 (URL: http://www.bmbf.de/de/16331.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3298.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2991.php)