Navigationsbereich


Hightech-Strategie
Ein Tanker auf hoher See wird durch ein Fernglas beobachtet

Piraterie und maritimer Terrorismus als Herausforderungen für die Seehandelssicherheit: Indikatoren, Perzeptionen und Handlungsoptionen (PiraT)

Deutsche Reedereien setzen die meisten Containerfrachter weltweit ein – und beklagen die höchste Anzahl von Piratenangriffen. Doch nicht nur Containerschiffe sind bedroht. Auch Passagierschiffe sind oft das Ziel von Piraterie. Und auch die Gefahr von maritimem Terrorismus ist nicht auszuschließen. Diese Bedrohungen können den Seehandel empfindlich stören. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert deshalb im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms innerhalb des Schwerpunkts „Sicherung der Warenketten“ die Erforschung von Optionen für ein gemeinsames Vorgehen von Politik, Verwaltung und Wirtschaft für einen sicheren Seehandel.

Im Projekt PiraT sitzen deshalb Reedereien, Sicherheitsbehörden, Kapitäne und Versicherer in Hamburg an einem Tisch und besprechen Sicherheitsstrategien gegen Piraterie am Horn von Afrika. Treffen dieser Art sind neu.

Ein Containerfrachter auf hoher SeeEin Containerfrachter auf hoher See Das Projekt „Piraterie und maritimer Terrorismus als Herausforderungen für die Seehandelssicherheit“ (PiraT) zielt darauf ab, den Austausch zwischen den Akteuren des Seehandels, wie etwa Behörden und Reedereien, zu erleichtern und eine Bestandsaufnahme der Bedürfnisse und Erwartungen zu erstellen. Auf dieser Basis soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, das politikwissenschaftliche Risikoanalysen und technologische Sicherheitslösungen mit rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten verbindet. Ziel ist es, ressortübergreifende staatliche Handlungsoptionen zur zivilen Stärkung der Seehandelssicherheit zu entwickeln.

Gemeinsam mit den Praxispartnern arbeiten an diesem Projektverbund seit April 2010 fünf Institute: Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (ISFH), das gelichzeitig mit der Federführung beauftragt ist, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die Technische Universität Hamburg Harburg (TUHH), die Bucerius Law School (BLS) und das Institut für strategische Zukunftsanalysen der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Stiftung (ISZA).

Zur Erfassung der Bedrohungen wird ein Risikomodell erstellt. In einem zweiten Schritt soll nach dem Konzept der „Security Governance“ die Koordinierung der beteiligten Akteure analysiert werden. Drittens wird die Verteilung der Schäden für die deutsche Wirtschaft branchenspezifisch aufgezeigt, was insbesondere für Versender von Waren und die Versicherungswirtschaft von großer Bedeutung ist. Des Weiteren werden Sicherheitstechniken wie etwa Elektrozäune an den Schiffen auf ihre Tauglichkeit und Wirtschaftlichkeit für die Piratenabwehr untersucht. Ergänzend soll eine Bestandsaufnahme der völker-, europa- und nationalrechtlichen Normen Optionen für weitere Maßnahmen gegen Piraterie zeigen. Der insgesamt zu entwickelnde Maßnahmenkatalog wird rechtlich geprüft und schließlich in eine strategische Zukunftsanalyse eingebettet, die die Entwicklung der Piraterie als Herausforderung für den deutschen Seehandel für die nächsten 15 bis 20 Jahre aufzeigt.

  • Menschenmassen auf der Messe Düsseldorf

    Forschung

    Sicherheitsforschung - Forschung für die zivile Sicherheit

    Sicherheit ist die Basis für ein freies Leben und ein wichtiger Faktor für unseren Wohlstand in Deutschland. Durch den Fortschritt verändern sich auch die Herausforderungen der zivilen Sicherheit ständig. Versorgungsnetze sind Lebensnerven unserer Gesellschaft. Sie können trotz robuster Technik schon durch kleinste Störungen ausfallen. Naturkatastrophen werden durch den Klimawandel gefährlicher. Aber auch Großveranstaltungen, die immer mehr Zulauf erhalten, können zu einer Herausforderung werden. Wie kann die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger vor terroristischen Anschlägen verbessert werden? Was kann die Forschung tun, um die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu mildern? Solchen Fragen geht die zivile Sicherheitsforschung im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung nach.
     weiterlesen: Sicherheitsforschung - Forschung für die zivile Sicherheit
    (URL: http://www.bmbf.de/de/6293.php)

Zusatzinformationen

Publikationen

  • Von der Idee zum Produkt ID = 1054

    Titelbild der Publikation

    Erfolge der Projektförderung II

    2009, 56 Seiten

    Download [PDF - 3,81 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/projekterfolge_2009.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

© 2014 Bundesministerium für Bildung und Forschung