30.11.2012
KMU- und Gründungsförderung
Die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie von Unternehmensgründungen sind wichtige Querschnittsaufgaben sowohl in der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie als auch im Rahmenprogramm Gesundheitsforschung.
Insbesondere die Biotechnologie und die Medizintechnik sind von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geprägt. Für die Zielgruppe der innovativen KMU hat das BMBF die Förderinitiative "KMU-innovativ" geschaffen.
In der Biotechnologie hat Deutschland hat seit Mitte der 1990er Jahre eine sehr dynamische Entwicklung genommen. Der 1995 vom BMBF gestartete BioRegio-Wettbewerb wirkte als Initialzündung für eine Welle von Unternehmensgründungen, wie die Evaluation der Fördermaßnahmen BioRegio und BioProfile gezeigt hat. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 550 reine Biotechnologie-Unternehmen sowie 125 weitere Unternehmen mit biotechnologischen Aktivitäten. Die überwiegende Zahl der Firmen, die sich in Deutschland mit Biotechnologie befassen, sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Als Hochtechnologie-Unternehmen wenden sie überproportional viel für Forschung und Entwicklung (FuE) auf.
Zunehmend setzen aber auch etablierte mittelständische Unternehmen - z.B. aus der Pharmabranche, der Pflanzen- und Tierzucht, dem Lebens- und Futtermittelsektor, der Umwelt-Analytik und der medizinischen Diagnostik - moderne lebenswissenschaftliche Methoden ein. Umgekehrt wird der Life-Science-Sektor für verschiedene Zulieferindustrien immer interessanter, z.B. für den Maschinen- und Anlagenbau, der Lösungen für die Laborautomatisierung bereitstellt.
In der Medizintechnik ist Deutschland traditionell stark und zählt neben Japan und den USA zu den führenden Ländern weltweit. Die deutsche Medizintechnik-Branche zeichnet sich durch innovative Technologien, hohe Wachstumsraten und wichtige Beiträge für eine bessere gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung aus. Grundlage für diesen Erfolg ist die große Innovationskraft der Medizintechnik. Rund ein Drittel der auf dem Markt befindlichen Medizinprodukte sind weniger als drei Jahre alt. Besondere Bedeutung haben hier KMU, die die deutsche Medizintechnikbranche in ganz besonderer Weise prägen. Sie sind ein wichtiger Innovationsmotor und eine entscheidende Schnittstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft.
Unternehmensgründungen sind unverzichtbar, um den Unternehmensbestand kontinuierlich zu erneuern. Ausgründungen aus der Wissenschaft tragen dazu bei, neue Technologien zu kommerzialisieren und die Innovationskraft der Wirtschaft zu erhalten. Damit der Strom an Ausgründungen in den Lebenswissenschaften nicht abreißt, hat das BMBF u. a. den
Wettbewerb GO-Bio aufgelegt. Mit GO-Bio werden gründungsbereite Teams aus allen Zweigen der Lebenswissenschaften einschließlich der angrenzenden Disziplinen in der Vorgründungs- und Gründungsphase finanziell und ideell unterstützt.
Weitere Themen
Aus dem Themenbereich Forschung
Die deutsche Medizintechnik-Branche zeichnet sich durch innovative Technologien, hohe Wachstumsraten und wichtige Beiträge für eine bessere gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung aus. Grundlage für diesen Erfolg ist die große Innovationskraft der Medizintechnik. Rund ein Drittel der auf dem Markt befindlichen Medizinprodukte sind weniger als drei Jahre alt. Besondere Bedeutung haben hier KMU, die die deutsche Medizintechnikbranche in ganz besonderer Weise prägen. Sie sind ein wichtiger Innovationsmotor und eine entscheidende Schnittstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/16663.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
In Deutschland gibt es inzwischen fast 600 Unternehmen, die sich mit Biotechnologie befassen. Rund 500 davon sind "reine" Biotechnologie-Unternehmen, deren Geschäfte ganz oder überwiegend auf Verfahren der modernen Biotechnologie beruhen. Fast alle dieser Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Mitarbeitern. Mit "KMU-innovativ Biotechnologie - BioChance" werden FuE-Projekte von KMU unterstützt, die auf dem Gebiet der Biotechnologie tätig sind bzw. ihr Geschäftsfeld durch den Einsatz von Biotechnologie erweitern wollen.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/11795.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Um die Internationalisierung der deutschen Biotechnologie-Branche zu befördern, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) transnationale Forschungsprojekte von Biotechnologie-KMU. Im ERA-Net EuroTransBio haben sich Förderagenturen aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien auf eine gemeinsame Förderinitiative verständigt.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14077.php)
Aus dem Themenbereich Forschung
Deutschland und Israel arbeiten seit 1976 in der Biotechnologie zusammen. Beide Länder haben sich 2004 basierend auf der sehr erfolgreichen Vorläuferaktivität DISNAT auf eine gemeinsame bilaterale Mittelstandsförderung verständigt. Die Förderung strategischer Partnerschaften von Biotechnologie-Unternehmen mit ausländischen Unternehmen leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit dieser zumeist jungen Unternehmen.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14079.php)
Aus dem Themenbereich Hightech-Strategie
Mit dem Wettbewerb GO-Bio fördert das BMBF gründungsbereite Forscherteams in den Lebenswissenschaften, um technisch anspruchsvolle Ideen zu einer tragfähigen Unternehmensgründung reifen zu lassen. Aus den 39 geförderten Projekten sind bereits 19 Firmengründungen hervorgegangen, mit weiteren Gründungen ist zu rechnen. Ein spektakulärer Deal ist der Corimmun GmbH gelungen, die für 100 Millionen Dollar von einem großen Pharma-Unternehmen gekauft wurde.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6868.php)
Aus dem Themenbereich Hightech-Strategie
Deutschland braucht mehr Gründergeist. Gerade in den Lebenswissenschaften streben nur wenige Hochschulabsolventen eine Unternehmensgründung an. Um die Gründerkultur in den Lebenswissenschaften zu stärken, wurde die "Innovationsakademie Biotechnologie" ins Leben gerufen.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/16674.php)