
Das Deutsche Museum ist eine herausragende nationale Einrichtung zur Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer Zusammenhänge sowie des Verständnisses von Naturwissenschaft und Technik an die breite Öffentlichkeit. Mit rund 1,4 Millionen Besuchern ist es eines der größten technischen Museen der Welt. Wie kaum eine andere Einrichtung ist es dazu prädestiniert, Faszination für Wissenschaft und Technik zu wecken und Kinder und Jugendliche für Wissenschaft als Beruf zu begeistern.
Das Deutsche Museum ist eines der acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Als originärer Ort der Forschung hat das Deutsche Museum eine wichtige Ausstrahlungswirkung auf die deutsche Museumslandschaft insgesamt sowie auf die nationale und internationale Fachwelt.
Die am 24. Juni 2011 erfolgte Unterzeichnung der Vereinbarung zur Zukunftsinitiative des Deutschen Museums zwischen dem Deutschen Museum, dem Freistaat Bayern und der Bundesregierung ist eine in der Geschichte des Museums einmalige Kraftanstrengung: Mit der Zukunftsinitiative werden die Weichen für eine langfristig tragfähige, erfolgreiche Erfüllung der forschungspolitischen Aufgaben des Deutschen Museums gestellt. Neben der Sanierung der Gebäude und der Neugestaltung der Ausstellungen sieht sie auch die Einrichtung eines statt der bisherigen sieben Depotstandorte vor. Das Deutsche Museum ist mit der Zukunftsinitiative auf einem guten Weg, sowohl national als auch international eines der führenden Museen der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik zu werden.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Freistaat Bayern unterstützen die Zukunftsinitiative jeweils mit 180 Millionen Euro, das Deutsche Museum steuert 40 Millionen bei. Mindestens ebenso wichtig wie die materielle Förderung ist aber die wissenschaftspolitische Begleitung des Deutschen Museums, damit diese Investitionen für die deutsche und internationale Wissenschaft und für die Gesellschaft reichlich Früchte tragen werden.
Die Forschung des Deutschen Museums wird auf hohem wissenschaftlichem Niveau betrieben und beinhaltet nicht weniger als Forschung über unsere moderne, von Wissenschaft und Technik geprägte Kultur. Damit ist das Deutsche Museum für den Wissenschaftsstandort Deutschland eine herausragende Einrichtung mit nationalem und vor allem internationalem Renommee. Zugleich fungiert das Deutsche Museum als naturwissenschaftlich-technisches Gedächtnis und ist ein bedeutender Akteur in wissenschaftlichen Netzwerken - weltweit und auf den Gebieten der Objektforschung, Wissenschafts- und Technikgeschichte, der öffentlichen Wissenschaft und der Bildungsforschung.
Besonders wertvoller Bestandteil der Forschungsinfrastrukturen sind die Sammlungen. Diese Zeugnisse der materiellen Kultur tragen wesentlich zur internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandortes Deutschland bei. In seinen kürzlich publizierten Empfehlungen hebt der Wissenschaftsrat die Bedeutung der sammlungsbezogenen Forschung hervor.
Museen leisten mit ihren Ausstellungen Übersetzungsarbeit, vergegenwärtigen historische Prozesse und fungieren als kulturelles Gedächtnis. Neben der Kommunikation im Sinne intra- und interkultureller Diskurse sind Transfer und Transformation im Sinne des Diskurses zwischen Geistes- und Naturwissenschaften von besonderer Bedeutung. Gerade die abstrakten, hoch formalisierten Wissenschaften bedürfen einer Veranschaulichung, die das Deutsche Museum besonders gut leistet. In diesem Sinne stärkt das BMBF stärkt neben seiner institutionellen Förderung museumsbezogene Forschung auch in Form von Projekten.
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3117.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.deutsches-museum.de)