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KMU-innovativ: Medizintechnik

Die Medizintechnikindustrie in Deutschland ist eine ausgesprochen innovative und wachstumsstarke Branche. Neben einigen Großunternehmen, die insbesondere bei Großgeräten den Markt dominieren, bilden die rund 1.200 kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) das innovative Rückgrat der Branche. Damit KMUs die mit Forschung und Entwicklung (FuE) verbundenen Risiken leichter schultern können, stärkt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft mit der Initiative "KMU-innovativ: Medizintechnik".

Die Medizintechnik mit 117.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 23 Milliarden Euro zählt zu den innovativsten Branchen in Deutschland – rund ein Drittel des Umsatzes wird mit Produkten erzielt, die jünger als drei Jahre sind. Allerdings agieren die Firmen in einem äußerst dynamischen Umfeld mit großen Herausforderungen. Dazu zählen: 

  • eine wachsende Interdisziplinarität
  • die zunehmende Komplexität der Forschungs- und Entwicklungsprozesse sowie
  • anspruchsvolle regulatorische Anforderungen.

Damit KMUs in der Medizintechnik die mit Forschung und Entwicklung verbundenen Risiken leichter bewältigen können, gestaltet das BMBF mit "KMU-innovativ: Medizintechnik" den Zugang zur Forschungsförderung spürbar einfacher und fördert zugleich anwendungsorientierte Forschung in Medizintechnik und angrenzenden Zukunftsbereichen.

Die Fördermaßnahme überführt damit die im Rahmen des "Innovationswettbewerbs Medizintechnik" gestartete Unterstützung von KMU in der Medizintechnik-Branche in die Dachmarke "KMU-innovativ", mit der das BMBF eine einfache und unbürokratische Förderung des forschenden Mittelstandes eingeführt hat.

Wer wird gefördert?

Die Förderung zielt auf die Unterstützung anwendungsorientiert forschender KMU. Von besonderem Interesse sind Einzel- oder Verbundprojekte, die von KMU initiiert und vorwiegend am Standort umgesetzt werden.

Was wird gefördert?

Die Fördermaßnahme KMU-innovativ ist themen- und technologieoffen angelegt. Einzige Bedingung: Die FuE-Vorhaben müssen der Medizintechnik zuzuordnen sein. Unter den Begriff "Medizintechnik" fallen dabei Produkte, deren Inverkehrbringung dem deutschen Medizinproduktegesetz in der jeweils aktuell gültigen Fassung unterliegt.

Gefördert werden Vorhaben der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung, die durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sind. Die im Rahmen der FuE-Vorhaben angestrebten Ergebnisse sollen zudem

  • einen belegten medizinischen oder versorgungsseitigen Bedarf decken bzw.
  • zur Steigerung der Qualität und Effizienz in der Patientenversorgung beitragen sowie 
  • eine Umsetzung im ersten oder zweiten Gesundheitsmarkt erwarten lassen und
  • für die Positionierung des Unternehmens am Markt von Bedeutung sein.

Als Voraussetzung für eine Förderung muss darüber hinaus die medizinische Rationale des Lösungsansatzes und die technische Machbarkeit wissenschaftlich belegt sein. Gegenstand der Förderung können neben technologischen Fragen auch präklinische Untersuchungen sowie frühe klinische Machbarkeitsstudien sein.

Zusatzinformationen

Publikationen

  • Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Medizintechnik ID = 1432

    Titelbild der Publikation

    KMU-innovativ Medizintechnik - Leitfaden für Antragsteller

    2013, 36 Seiten
    Bestell-Nr.: 30669

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 343,3 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/BMBF_KMU-innovativ_Medizintechnik_Leitfaden.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

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