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Hightech-Strategie

Spinnovator

Die Technologietransfer-Agentur ascenion hat ein neues Instrument entwickelt, um vielversprechende Ergebnisse aus der öffentlichen Forschung in die Anwendung zu überführen. Das BMBF stellt für dieses "Spinnovator" genannte Modell bis zu 20 Millionen Euro bereit.

Der 2011 gestartete "Spinnovator" ist ein weiteres Element, um das Potenzial der Spitzenforschung in Deutschland für medizinische Innovationen und neue Arbeitsplätze zu nutzen. Mit dem Spinnovator ist es gelungen, privates Risikokapital für frühe Entwicklungsphasen zu mobilisieren, für die normalerweise keine privaten Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen. Außerdem erhalten auch Ideen eine Chance, für die es am Anfang noch kein Gründerteam gibt. Die wirtschaftliche Expertise von ascenion und den beteiligten Wagniskapitalgebern hilft bei der Auswahl aussichtsreicher Projekt und deren Ausrichtung auf eine erfolgreiche Unternehmensgründung.

Die beteiligten Technologietransfer-Agenturen und Wagniskapitalgeber wollen in den nächsten Jahren etwa acht bis zehn besonders aussichtsreiche Forschungsprojekte auswählen, für jedes dieser Projekte eine Projektgesellschaft gründen und diese über bis zu drei Finanzierungsrunden professionell unterstützen und begleiten. Die Projekte können sich damit voll auf die Entwicklungsarbeit konzentrieren und müssen nicht einen großen Teil ihrer Zeit mit der Investorensuche verbringen. Dies ist ein wichtiger Vorteil, denn Wagniskapital gerade für frühe Unternehmensphasen ist sehr knapp in Deutschland.

Insgesamt stehen für den "Spinnovator" bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Etwa die Hälfte davon stellen die beteiligten Risikokapitalgeber als Eigenkapital für die Gründungsunternehmen bereit. Die andere Hälfte stellt das BMBF als projektgebundene Förderungen zur Verfügung.

Da der Spinnovator auf ein hohes Interesse bei Kapitalgebern und Forschungseinrichtungen gestoßen ist, wurde mittlerweile der Kreis der beteiligten Wagniskapitalgeber und Technologie-Partner erweitert. Beispielsweise haben sich Max-Planck-Innovation, das Lead Discovery Center und die Patentverwertungsagentur Provendis dem Modell angeschlossen. Die Projekte können damit nicht mehr nur von den Forschungseinrichtungen kommen, die von ascenion als Technologietransfer-Agentur betreut werden. Die Auswahl konzentriert sich auf innovative Projekte, die kommerziell aussichtsreich sind und einen entscheidenden Mehrwert für die medizinische Versorgung oder Ernährung bieten, z.B. Diagnostika und Therapeutika oder medizintechnische Geräte.

Zusatzinformationen

Publikationen

  • Biotechnologie in Deutschland ID = 1162

    Titelbild der Publikation

    25 Jahre Unternehmens-Gründungen

    2010, 156 Seiten
    Bestell-Nr.: 30529

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    Download [PDF - 5,54 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biotechnologie_in_deutschland.pdf)

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(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH

    • Projektträger Jülich (PtJ), Außenstelle Berlin - Bereich UBV
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