Neuer Berliner Dienstsitz entsteht vis-à-vis zum Kanzleramt

In Berlin wurde der Grundstein für das neue Gebäude des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gelegt. "Jetzt rückt die gemeinsame Unterbringung unserer Berliner Beschäftigten an einem einzigen Standort in greifbare Nähe", sagte Bundesministerin Annette Schavan. "Das freut mich umso mehr, als unser neues Ministerium an einem herausragenden Platz im Regierungsviertel in Berlin-Mitte entsteht - an der Spree, neben dem Hauptbahnhof und vis à vis zu Kanzleramt und Reichstag." Der Umzug ist für 2014 geplant.
 


Bundesministerin Annette Schavan bei der Grundsteinlegung für das neue Gebäude des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin am 15. Mai 2012.


Bundesministerium für Bildung und Forschung zieht 2014 ans Kapelle-Ufer / Gebäude entsteht in Öffentlich-Privater Partnerschaft

Neubau des Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dienststelle Berlin am Kapelle-Ufer in Berlin-Mitte (Heinle, Wischer und Partner - Freie Architekten)Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhält einen neuen Dienstsitz. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat den Zuschlag für den Bau des neuen Gebäudes im August 2011 erteilt. Den Auftrag hat ein Konsortium unter der Führung der Unternehmen BAM Deutschland AG und Amber GmbH erhalten.

Der Neubau wird auf einer Fläche von rund 54.000 Quadratmetern an prominenter Stelle errichtet: am Kapelle-Ufer östlich des Berliner Hauptbahnhofes, unmittelbar am Spreebogen und gegenüber von Bundeskanzleramt und Reichstag. Die gegenwärtig auf drei Standorte verteilten Berliner Beschäftigten des BMBF - derzeit rund 350 Büroarbeitsplätze - erhalten damit erstmals und dauerhaft eine gemeinsame Unterbringung. Vom Ministerium nicht benötigte Flächen werden durch die BImA anderweitig vermietet.


Der neue Eingangsbereich des Neubaus des Bundesministeriums für Bildung und Forschung © Heinle, Wischer und Partner - Freie ArchitektenDamit wird zum ersten Mal in Deutschland ein ziviles Bundesgebäude als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) geplant, gebaut, finanziert und betrieben, das heißt in Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Das Vergabeverfahren für den Neubau des BMBF zeigt schon heute, dass Qualität und Kosten durch ÖPP-Verfahren optimiert werden können. Es ist gelungen, ein der prominenten Lage des Grundstücks angemessenes, energetisch zukunftsweisendes Gebäude von hoher architektonischer Qualität in Auftrag zu geben. Darüber hinaus kann die öffentliche Hand durch dieses Verfahren Einsparungen in Höhe von gut 28 Millionen Euro über einen Vertragszeitraum von 30 Jahren erzielen. Der private Partner ist dabei für den reibungslosen Betrieb, die Unterhaltung und Instandhaltung des gesamten Gebäudes verantwortlich.

Die Rückseite des geplanten Neubaus bei NachtDie Rückseite des geplanten Neubaus bei Nacht © Heinle, Wischer und Partner - Freie ArchitektenDer Ministeriumsneubau erfüllt mit seiner gebäudetechnischen Ausstattung die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz aus den Energie- und Klimaschutzzielen des Bundes in vorbildlicher Weise. Die höchste Auszeichnungsstufe "Gold" nach dem Bewertungssystem "Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB)" wird erreicht. Die Energieversorgung des Gebäudes erfolgt durch eine intelligente Vernetzung der einzelnen Anlagenkomponenten (Smart Grid) unter Einsatz u.a. einer gasbetriebenen Brennstoffzelle und eines Blockheizkraftwerkes zur Strom-, Kälte- und Wärmeerzeugung sowie durch Photovoltaik-Technik auf den Dächern und an der Fassade. Dadurch erfolgt eine weitgehende schadstoffemissionsreduzierte Eigenerzeugung.



Die Rückseite des geplanten Neubaus bei TageslichtDie Rückseite des geplanten Neubaus bei Tageslicht © Heinle, Wischer und Partner - Freie ArchitektenDas Gebäude wurde von dem renommierten Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner, Berlin geplant. Nachdem das Berliner Abgeordnetenhaus im Januar den Bebauungsplan beschlossen hat, wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Teilbaugenehmigung für die Baugrube und Verbaumaßnahmen erteilt. Damit ist endgültig der Startschuss für den Neubau gefallen. Im Herbst 2014 sollen die Berliner Beschäftigten des BMBF ihren neuen Dienstsitz beziehen können. Der erste Dienstsitz des BMBF bleibt unverändert Bonn; dort arbeiten 75 Prozent der BMBF-Beschäftigten.

Reden

  • 26.09.2011

    Eröffnung der Ausstellung mit den ÖPP-Ausschreibungsergebnissen zum Neubau

    Statement von Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen zur Eröffnung der Ausstellung mit den ÖPP-Ausschreibungsergebnissen zum Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Dienstsitz Berlin, am 26. September 2011 um 18.30 Uhr in der Hannoverschen Straße 28-30, 10115 Berlin

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