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Forschungscampus: öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen

Die Herausforderungen der Zukunft können nur gemeistert werden, wenn Wissenschaft und Wirtschaft noch frühzeitiger und intensiver kooperieren. Die Förderinitiative "Forschungscampus" unterstützt daher den Aufbau von mittel- bis langfristig angelegten öffentlich-privaten Partnerschaften unter einem Dach.

Neuer Typ von Forschungsstrukturen

Mit der Förderinitiative "Forschungscampus - öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen" hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2012 den Grundstein für einen neuen Typ von Forschungsstrukturen gelegt. In neun Forschungscampi arbeiten Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam an Zukunftsthemen wie Gesundheit, Energieversorgung und Mobilität. Die Förderinitiative "Forschungscampus" gehört zu den Instrumenten der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Der Wettbewerb hatte 2012 mit über 90 Bewerbungen eine breite Resonanz in der deutschen Forschungslandschaft. Jedem ausgewählten Forschungscampus steht in einem Zeitraum von bis zu 15 Jahren pro Jahr ein Orientierungsrahmen von einer bis zwei Millionen Euro zur Förderung zur Verfügung.

Die Forschungscampi im Detail:

ARENA2036 - Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles,Stuttgart
Am Forschungscampus "ARENA2036" an der Universität Stuttgart werden sich führende Unternehmen und Forschungseinrichtungen beteiligen, die sich bereits für die "Hauptphase" verpflichtet haben. Adressiert wird ein zukunftsweisendes und komplexes Thema zur Unterstützung der nachhaltigen Mobilität und Produktion der Zukunft. Die "ARENA2036" fokussiert mit ihrer Forschungsstrategie auf multifunktionale Verbundwerkstoffe und dabei insbesondere auf die Integration zusätzlicher Funktionen sowie auf die wandlungsfähige Fahrzeugproduktion. Langfristig soll dadurch ein Paradigmenwechsel in der Automobilproduktion der Zukunft sowie auch anderen Branchen erreicht werden.
Kernpartner: Universität Stuttgart, BASF SE, Daimler AG, Robert Bosch GmbH u.a.
Kontakt: Universität Stuttgart
Dr. Michael Waldbauer
Tel.: 0711 / 68581000
E-Mail: michael.waldbauer@rektorat.uni-stuttgart.de   

Digital Photonic Production, Aachen
"Licht als Werkzeug in der Produktion" - so lautet der Fokus des Forschungscampus "Digital Photonic Production". Die Forschungsstrategie zielt auf den Einsatz von Laser in der Produktion und der Bauteilfertigung ab, im Hinblick auf vielfältige Anwendungen in den Zukunftsfeldern Mobilität, Energie, Gesundheit und Informations- und Kommunikationstechnik. Innovative Techniken wie photonenbasierte Produktionsverfahren bergen ein großes Potenzial. Dieses Potenzial soll durch ein starkes Konsortium an der RWTH Aachen zusammen mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen unter Beteiligung des Mittelstandes in langfristiger und systematischer Kooperation erschlossen werden.
Kernpartner: RWTH Aachen, Institute der Fraunhofer-Gesellschaft u.a.
Kontakt: RWTH Aachen
Prof. Dr. Reinhart Poprawe
Tel.: 0241 / 89 06 110
E-Mail: reinhart.poprawe@ilt.fraunhofer.de

Elektrische Netze der Zukunft, Aachen
Thema der Weiterentwicklung des RWTH Campus Clusters "umweltfreundliche, nachhaltige Energietechnik" unter Federführung des E.ON Energy Research Centers zum Forschungscampus "Elektrische Netze der Zukunft" ist die Erforschung von Gleichspannungsnetzen zur Stromübertragung und -verteilung. Die RWTH Aachen und ihre Wirtschaftspartner - darunter auch marktführende Unternehmen - wollen mit ihrer langfristig ausgerichteten Forschungsstrategie gemeinsam auf dem Campus der RWTH dazu beitragen, in Deutschland und international eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. Der Forschungscampus wird als Teil des RWTH Aachen Campus Clusters "Umweltfreundliche, Nachhaltige Energietechnik" konzipiert und wird sich in Form eines Konsortiums organisieren.
Kernpartner: RWTH Aachen, ABB AG, AixControl GmbH, Alstom Grid, E.ON, GE Energy, Nexans, Siemens AG u.a.
Kontakt: RWTH Aachen
Prof. Dr. Dr. Rik W. De Doncker
Tel.: 0241 / 8049667
E-Mail: post_erc@eonerc.rwth-aachen.de

EUREF-Forschungscampus: Nachhaltige Energie- und Mobilitätsentwicklung durch Kopplung intelligenter Netze und Elektromobilität "Mobility2Grid", Berlin
Der "EUREF-Forschungscampus" adressiert die aktuellen Themenfelder "Elektromobilität", "Intelligente Netze" und "Energie in der Stadt". Sein Ziel ist es, die Elektromobilität ganzheitlich zu erforschen, indem energietechnische Ansätze mit Mobilitäts- und urbanen Konzepten gekoppelt werden. Das Partnerkonsortium verbindet dazu die universitäre und die Fachhochschulforschung mit der Forschung außeruniversitärer Einrichtungen und namhafter Großunternehmen sowie kleiner und mittelständischer Unternehmen. Die Forschungsstrategie soll in Form eines "Living Labs" am Standort Schöneberg umgesetzt werden. Die Arbeiten sind transdisziplinär angelegt und beziehen internationale Kooperationen mit ein.
Kernpartner: TU Berlin, Schneider Electric GmbH u.a.
Kontakt: Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Frank Behrendt
Tel.: 030 / 314 79724
E-Mail: frank.behrendt@tu-berlin.de

InfectoGnostics, Jena
Der Forschungscampus "InfectoGnostics" baut ein Technologieportfolio auf, das den hocheffizienten und schnellen Vor-Ort-Nachweis von Infektionserregern und mikrobiellen Kontaminationen ermöglicht. Ziel der Partner am Standort der Universität Jena ist nicht nur die Anwendung in der klinischen Diagnostik, sondern auch in außerklinischen Bedarfsfeldern mit hoher gesellschaftlicher und gesundheitsökonomischer Relevanz wie die Prävention von Seuchen oder die Lebensmittelsicherheit. Die Partner, neben der Universität sind dies außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und führende Anbieter medizinischer Diagnostika und Analysetechniken, verfolgen dazu eine langfristige Forschungsstrategie. Bildung und Nachwuchsförderung sollen auf vielfältige Weise verfolgt werden.
Kernpartner: Universität Jena, Alere Technologies GmbH u.a.
Kontakt: Friedrich-Schiller-Universität Jena
Prof. Dr. Jürgen Popp
Tel.: 03641 / 948320
E-Mail: juergen.popp@uni-jena.de

Mannheim Molecular Intervention Environment (M2OLIE), Mannheim
Die Partner des Forschungscampus "M2OLIE", zwei Universitäten, eine Fachhochschule und marktführende Unternehmen auf dem Gelände der Universitätsklinik Mannheim, wollen mit ihrer langfristigen Forschungsstrategie eine molekulare medizinische Interventionsumgebung für die Krebstherapie entwickeln. Den einfachen Operationssaal durch eine neue Art des Therapieraums unter Berücksichtigung aller verfügbarer Kompetenzen und Einrichtungen zur Diagnose und Therapie zu ersetzen und so die Zukunft der medizinischen Behandlung zu gestalten, ist die Herausforderung, welche die Partner in einer hoch interdisziplinären Zusammenarbeit angehen wollen.
Kernpartner: Universität Heidelberg, Hochschule Mannheim, Siemens AG u.a.
Kontakt: Zentrum für Medizinische Forschung der Universität Heidelberg
Klinikum Mannheim
Prof. Dr. med. Norbert Gretz
Tel.: 0621 / 3835602
E-Mail: Norbert.Gretz@medma.uni-heidelberg.de

Mathematical Optimization and Data Analysis Laboratory - MODAL AG, Berlin
Im Forschungscampus "MODAL AG" auf dem Campus der Freien Universität Berlin werden das Zuse-Institut, die Universität und Partner der Wirtschaft - sowohl große als auch mittelständische Unternehmen - zur datengetriebenen Modellierung, Simulation und Optimierung komplexer Prozesse aus Logistik und Medizintechnik forschen. Ziel ist es, Netze, Systeme und damit verknüpfte Verfahren zu optimieren, wie beispielsweise den Bahnverkehr, die Erdgasversorgungsnetze oder medizinische Diagnosetechniken. Durch Einsatz der Mathematik soll ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Lösung zentraler Herausforderungen der Prozessoptimierung geleistet werden, welcher die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands entscheidend voranbringen wird.
Kernpartner: Konrad-Zuse-Institut Berlin, FU Berlin, DB Fernverkehr AG u.a.
Kontakt: Zuse-Institut Berlin
Prof. Dr. Martin Grötschel
Tel.: 030 / 84185 210
E-Mail: groetschel@zib.de

Open Hybrid LabFactory, Wolfsburg
Der Forschungscampus "Open Hybrid LabFactory" fokussiert auf Fragestellungen des hybriden Leichtbaus. Am Standort der TU Braunschweig kommen universitäre, außeruniversitäre Einrichtungen und zahlreiche Industriepartner - sowohl Marktführer als auch kleine und mittelständische Unternehmen - zusammen. Ziel der langfristigen Forschungsstrategie ist die Entwicklung neuer Prozesstechnologien, die eine innovative wirtschaftliche und großserienfähige Herstellung von funktionsorientierten Leichtbaukomponenten für den Fahrzeugbau ermöglichen und so einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten soll. Dabei werden Materialentwicklung und Produktionstechnik interdisziplinär miteinander verbunden.
Kernpartner: TU Braunschweig, Volkswagen AG u.a.
Kontakt: Technische Universität Braunschweig
Prof. Dr. Prof. h.c. Klaus Dilger
Tel.: 0531 / 3917820
E-mail: k.dilger@tu-braunschweig.de

STIMULATE - Solution Centre for Image Guided Local Therapies, Magdeburg
Der Forschungscampus "STIMULATE" entwickelt und optimiert Technologien für bildgeführte minimal-invasive Methoden in der Medizin. Im Fokus stehen dabei wichtige Volkskrankheiten aus den Bereichen Onkologie, Neurologie sowie kardiovaskuläre Erkrankungen. Die Partner, bestehend aus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, einem Großunternehmen sowie einem geplanten Verein zur Einbindung weiterer Forschungseinrichtungen und Firmen, finden sich am Standort Magdeburg zusammen. Ziel ist die Etablierung des "Deutschen Zentrums für bildgestützte Medizin", das ein internationaler Leuchtturm werden soll.
Kernpartner: Universität Magdeburg, Siemens AG u.a.
Kontakt: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Prof. Dr. Georg Rose
Tel.: 0391/ 67 18862
E-Mail: georg.rose@ovgu.de 

Zusatzinformationen

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Reden

  • 30.01.2013

    Eröffnungsveranstaltung für den Forschungscampus STIMULATE Solution Center for Image Guided Local Therapies

    Impuls von Frau Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen anlässlich der Eröffnungsveranstaltung für den Forschungscampus STIMULATE Solution Center for Image Guided Local Therapies am 30. Januar 2013 in Magdeburg

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Dokumente

Publikationen

  • Forschungscampus - öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen ID = 1705

    Titelbild der Publikation

    2014, 25 Seiten
    Bestell-Nr.: 30911

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    Download [PDF - 3,15 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschungscampus.pdf)

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Ansprechpartner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH

    • Projektträger Jülich - Technologische und regionale Innovation (TRI 4)
    • Dr. Katharina Händeler
    • Dr. Dieter Labruier
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: +49-(0)-2461 / 61-9570 oder 4046
    • Faxnummer: +49-(0)-2461 / 61- 8047
    • E-Mail-Adresse: ptj@forschungscampus-deutschland.de
 

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