EU-Drittlandkooperation

Im Rahmen von Kooperationsabkommen hat die EU verschiedene Förderprogramme zur Zusammenarbeit mit Drittländern im Hochschulbereich entwickelt. Die Programme haben den Aufbau weltweiter tragfähiger Hochschulnetzwerke und Partnerschaftsaktivitäten zum Ziel. Das BMBF fördert die Nationale Kontaktstelle für EU-Drittlandkooperation. Diese bei der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit beim DAAD angesiedelte Servicestelle unterstützt und berät deutsche Antragsteller, Partner oder Konsortialführer im Rahmen der EU-Drittlandprogramme.

Wichtige Förderprogramme

Erasmus Mundus II

In seiner zweiten Phase von 2009 bis 2013 dient dieses Programm der qualitativen Verbesserung europäischer Hochschulbildung sowie des interkulturellen Verständnisses durch die Zusammenarbeit mit Drittstaaten.

Erasmus Mundus II umfasst die Durchführung gemeinsamer Programme auf Master- und Promotionsebene von herausragender wissenschaftlicher Qualität sowie die Vergabe von Einzelstipendien an Studierende und Doktoranden aus Europa und Drittländern. Darüber hinaus werden Informations- und Werbeaktivitäten zur Attraktivitätssteigerung der europäischen Hochschulbildung gefördert. Mit Hilfe von länderübergreifenden Studien oder Veranstaltungen sollen Image und Sichtbarkeit der europäischen Hochschulbildung erhöht werden.

Tempus

Das EU-Programm Tempus unterstützt seit 1990 die Modernisierung des Hochschulwesens in ausgewählten Drittländern durch die Förderung von Strukturmaßnahmen und multilateralen Hochschulnetzwerken. Übergeordnetes Ziel ist es, die Weiterentwicklung der Hochschuleinrichtungen und -systeme in den Partnerländern und damit die Konvergenz mit den hochschulpolitischen Entwicklungen in der EU zu fördern. Das Programm befindet sich aktuell in seiner vierten Programmphase (Tempus IV, 2007 - 2013) und umfasst die Zielregionen Osteuropa inkl. Russland, Nordafrika, den Nahe Osten, Zentralasien und die Länder des westlichen Balkans.

ATLANTIS (EU-USA) und TEP/TDP (EU-Kanada)

Diese Programme fördern die transatlantische akademische Zusammenarbeit im Rahmen von Mobilität von Studierenden und Lehrenden sowie Partnerschaftsprojekten.

ICI ECP - Industrialised Countries Instrument Education Cooperation Programme (EU-Australien, Japan, Neuseeland, Südkorea)

Ziel des Programms ist es, den kulturellen und akademischen Austausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten und den genannten Partnerländern zu stärken. Gefördert werden Mobilitätsprojekte zur Lehrplanentwicklung und zur Durchführung von kurzen Aufenthalten von Studierenden sowie Lehr- und Verwaltungspersonal.

ALFA - América Latina Formación Académica (Lateinamerika)

Das Programm ALFA unterstützt seit 1994 die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen der EU und Lateinamerika durch die Förderung von Hochschulnetzwerken. In ALFA III (2008-2012) wird besonderes Gewicht auf die entwicklungspolitische Komponente der Hochschulzusammenarbeit gelegt.

EDULINK und ACP Science & Technology Programme (Afrika/Karibik/Pazifik)

EDULINK ist das erste EU-Förderprogramm für die regionale und interkontinentale Hochschulzusammenarbeit zwischen den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifik (AKP) und der EU. Ziel des Programms ist die Förderung der Hochschulen in den Bereichen Management/Verwaltung, Lehre und Forschung/Technologie. Ergänzend zu EDULINK legt das ACP Science & Technology Programme den Förderschwerpunkt auf Weiterentwicklung und Stärkung von Strukturen, Management und Innovation im Bereich angewandte, marktorientierte Forschung. Gefördert werden Kooperationsnetzwerke in den Bereichen Gesundheitswesen, Umwelt, Erneuerbare Energien, Transportwesen, Agrarwissenschaften und landwirtschaftliche Produktion sowie Nachhaltiger Handel.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Nationalen Kontaktstelle: http://www.acp-edulink.eu/

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/17259.php)