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Forschung

Nationaler Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik"

Im nationalen Strategieprozess "Innovationen in der Medizintechnik" hat der Lenkungskreis den Schlussbericht vorgelegt. Dieser fasst die Ergebnisse von 21 Workshops zusammen, in denen mehr als 150 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen diskutiert haben, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Medizintechnik-Branche gesteigert, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems ausgebaut sowie die Innovationskraft der medizintechnischen Forschung gestärkt werden kann. Der Strategieprozess wurde 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Bundesministerium für Gesundheit initiiert, um eine kohärente Innovationspolitik in der Medizintechnik zu entwickeln - ganz im Sinne der Hightech-Strategie.

Der Schlussbericht ist ein wichtiger Meilenstein im Strategieprozess

Im ressortübergreifenden Nationalen Strategieprozess waren Experten entlang der Innovationskette aufgerufen nach Wegen zu suchen, um die größten Herausforderungen im Innovationssystem Medizintechnik zu identifizieren und der Politik entsprechende Handlungsempfehlungen vorzulegen. Dafür hat der hochkarätig besetzte Lenkungskreis fünf Arbeitsgruppen berufen, die sich thematisch mit unterschiedlichen Stufen der Innovationskette - vom medizinischen Bedarf über Forschung, Entwicklung und klinische Validierung bis hin zur Finanzierung durch die GKV und der Erschließung der globalen Gesundheitsmärkte - beschäftigt und zentrale Themen diskutiert haben. Die Ergebnisse dieser Diskussionen wurden nun in einem Schlussbericht zusammengefasst und im Rahmen der letzten Lenkungskreissitzung am 8. November den Staatssekretären der drei beteiligten Ressorts vorgestellt.

Staatssekretär Dr. Georg Schütte (unten, 5.von links) mit Mitgliedern des Lenkungskreises bei der Vorstellung des Schlussberichtes ©W. Borrs für VDI Technologiezentrum GmbH. Unterteilt in sieben Kapiteln benennt der Bericht die wichtigsten Herausforderungen und schlägt Maßnahmen vor, wie sich diese im Zusammenspiel zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitswesen meistern lassen. Im Kern geht es dabei vor allem darum, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Medizintechnik-Branche gesteigert, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems ausgebaut sowie die Innovationskraft der medizintechnischen Forschung gestärkt werden kann. Der Bericht liefert für alle Akteursgruppen Denkanstöße, wie sich das Innovationssystem Medizintechnik nachhaltig weiter entwickeln lässt und stellt einen wichtigen Meilenstein im Nationalen Strategieprozess dar.

Hinsichtlich der Forschungspolitik empfehlen die Experten vor allem eine stärkere Ausrichtung der F&E-Strategien am tatsächlichen klinischen Bedarf. Denn um die Effektivität von Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik zu erhöhen, reicht es nach Meinung der Fachleute nicht mehr aus, sich neuen Produkten allein technologiegetrieben zu nähern. Das Zusammenspiel von Industrie und Versorgung ist dabei stärker ins Zentrum zu stellen, um zu bedarfs- und marktgerechten medizinischen Lösungen zu gelangen. Vor diesem Hintergrund wird das BMBF seine Anstrengungen in einem neuen Förderprogramm Medizintechnik bündeln und hierbei anwendungsnahe und am Bedarf ausgerichtete Forschung unterstützen. Darüber hinaus wird mit der Nationalen Informationsplattform Medizintechnik eine erste Empfehlung des Strategieprozesses zeitnah umgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.strategieprozess-medizintechnik.de/

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/17337.php)

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