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Forschung

Agrarproduktion nachhaltig gestalten

Um die Ernährung von 9,5 Mrd. Menschen in 2050 mit geänderten Konsumansprüchen zu gewährleisten, muss die Produktion an Nahrungsmitteln deutlich gesteigert und die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln für gefährdete Bevölkerungsgruppen deutlich verbessert werden. Die für die Produktion benötigten landwirtschaftlich nutzbaren Flächen sind jedoch begrenzt und werden vielerorts vor allem durch Bodendegradierung qualitativ und quantitativ geschädigt.

Langfristig wird die Landwirtschaft außerdem in besonderem Maße von den Folgen des Klimawandels betroffen sein und mit einer Verschlechterung von Böden, Wassermangel bzw. Überflutungen sowie Ausbreitung von Pflanzenschädlingen zu kämpfen haben. Eine globale Ernährungssicherung wird ohne stärkeres Engagement vor allem in der Agrarforschung und den Biowissenschaften nicht zu bewältigen sein. Angesichts der Vielzahl an Jahren, die vom Start eines Forschungsprojekts bis zur Übernahme der Ergebnisse in die landwirtschaftliche Praxis vergehen, drängt die Zeit.

In der Pflanzenzüchtung geht es um den Ausbau des Leistungspotenzials der Kulturpflanzen sowie um die Stabilisierung der Erträge durch verbesserte Resistenzen gegenüber Pathogenen und durch erhöhte Toleranzen z. B. gegenüber Hitze, Trockenheit, Kälte und Versalzung. Dafür müssen die Ursachen und Wirkungen dieser abiotischen und biotischen Stressfaktoren sowie die zughörigen Reaktionsmechanismen der Pflanzen verstanden werden, um sie für Pflanzenzüchtung und -anbau nutzbar zu machen. Forschungsanstrengungen sind auch erforderlich, um die für die weltweit wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln tierischer Herkunft notwendige Produktivitätssteigerung im Einklang mit Mensch und Tier, Natur und Umwelt zu erzielen.

Geförderte Projekte




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Landkarte: Deutschland
  • Eine Hand voll Korn

    Hightech-Strategie

    Kompetenznetze Agrarforschung

    Die Agrar- und Ernährungswissenschaften spielen eine zentrale Rolle bei der Lösung globaler Probleme. Wie zum Beispiel bei der Verlagerung von Anbauzonen aufgrund des Klimawandels, der Sicherung der weltweiten Ernährung bei gleichzeitig steigender Bevölkerungszahl, der Zerstörung von landwirtschaftlich nutzbarer Fläche sowie bei der Endlichkeit fossiler Ressourcen. Um Antworten auf diese Probleme zu finden werden die besten agrar- und ernährungswissenschaftlichen Kompetenzen von Forschungseinrichtungen gebündelt. Die Bildung derartiger Kompetenznetze fördert das BMBF mit bis zu 40 Millionen Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/11963.php)
  • Forschung

    Biologische Sicherheitsforschung

    Gentechnisch veränderte Pflanzen werden nicht nur unter Laborbedingungen gezogen und beobachtet, sondern auch unter Freilandbedingungen. Das dadurch gewonnene Wissen über das ökologische Verhalten gentechnisch veränderter Pflanzen und über die Auswirkungen ihrer Anwendungen sind Gebote einer verantwortlichen, am Vorsorgeprinzip orientierten Nutzung der neuen Technik. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekte lieferten bisher keine wissenschaftlichen Belege für ökologische Schäden durch die untersuchten gentechnisch veränderten Pflanzen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1013.php)
  • Forschung

    Runder Tisch zur Pflanzengenetik

    Nach dem Verbot des Anbaus der gentechnisch veränderten Maislinie MON 810 in Deutschland wird das Thema Grüne Gentechnik in Politik und Gesellschaft kontrovers diskutiert. Bundesministerin Schavan hatte zu einer Versachlichung der Debatte aufgerufen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Kirchen zum Runden Tisch zur Pflanzengenetik eingeladen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/13622.php)

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/1756.php)

Publikationen

  • Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030/ -National Research Strategy BioEconomy 2030 ID = 1231

    Titelbild der Publikation

    Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft (Kurzfassung) / -
    Our Route towards a biobased economy (Short version)

    2010, 16 Seiten

    Download [PDF - 1,63 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie_kurzfassung.pdf)

  • Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 ID = 1233

    Titelbild der Publikation

    Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft

    2010, 52 Seiten
    Bestell-Nr.: 30570

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 3,42 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH

    • Projektträger Jülich (PtJ), Bereich BIO
    • Dr. Rudolf Straub
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 61-4460
    • E-Mail-Adresse: r.straub@fz-juelich.de