Ein Mikropartikel-Injektor dient dazu, zusätzliche Gene in Zellen von Organismen einzubringen. Dies ermöglicht die Herstellung von gentechnisch veränderten Pflanzen. Seit 1988 wird der Mikropartikel-Injektor für diesen Zweck eingesetzt. Winzige Metallpartikel (Gold oder Wolfram) werden zuerst mit der Erbinformation (DNA) beschichtet, die zur Übertragung in die Pflanze gedacht ist. Diese Partikel werden im Mikropartikel-Injektor durch Druckluft stark beschleunigt und treffen am Boden des Gerätes auf pflanzliches Gewebe. Die Partikel durchschlagen die Zellwände und gelangen so in das Innere der Pflanzenzellen. Die DNA löst sich innerhalb der Pflanzenzellen wieder von den Metallpartikeln und wird in das Erbgut der Pflanze eingebaut. Die Pflanzenzellen mit den neuen Genen werden nun wieder zu ganzen Pflanzen herangezogen. Dies geschieht durch Kultivierung auf geeigneten Nährböden. Die gentechnisch veränderten Zellen teilen sich und bilden wieder Sprosse, Blätter und Wurzeln. Alle Zellen der gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten die neuen Gene.
