Wer davon leben möchte, Immobilien zu verkaufen oder zu vermieten, muss nicht nur verkaufen können. Er muss auch etwas von Immobilien verstehen, sich in rechtlichen Fragen auskennen, etwa in den Bereichen Miet-, Kauf-, und Baurecht, und er braucht betriebswirtschaftliches Wissen. Einsteiger lernen wichtige Grundlagen wie diese in Lehrgängen "zum geprüften Immobilienmakler". Die Stiftung Warentest stellt in einer Übersicht vor, wer solche Lehrgänge anbietet, was sie kosten, wie lange sie dauern und welche Inhalte sie bieten. Berücksicht sind ausschließlich Lehrgänge, die mit einer Prüfung enden und in einem Zertifikat oder Abschluss münden.
Die Übersicht zeigt 14 Präsenz- und acht Fernlernangebote. Anbieter sind Bildungseinrichtungen der Industrie- und Handelskammern, private Bildungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Immobilienwirtschaft, verschiedene Fernlerninstitute sowie Organisationen, die sich unter dem Dach eines Fachverbandes befinden. Die Kurse dauern zwischen einer Woche und einem halben Jahr, Fernlehrgänge auch länger. Die Kosten für die Kurse liegen zwischen 1000 Euro und 2500 Euro. Fast alle Kurse behandeln die wichtigsten Inhalte, die Anforderungen an den Abschluss sind dagegen sehr unterschiedlich. So reicht bei einem Anbieter eine Heimprüfung für das Zertifikat, der andere verlangt bei 180 Unterrichtsstunden mindestens 90 Prozent Anwesenheit.
Ein Lehrgang zum "geprüften Immobilienmakler" vermittelt Einsteigern das notwendige Grundwissen. Um sich auf Dauer im Immobiliengeschäft zu etablieren, reichen die Kurse mit durchschnittlich 100 Unterrichtsstunden aber nicht aus.