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Hightech-Strategie

Bewilligte Verbundprojekte aus dem Themenfeld "Biometrie"

Biometrische Verfahren bieten ein Potenzial zur Verbesserung der Sicherheit von Zugangsprüfungen zu sensiblen Anwendungen auf Mobilgeräten oder zu sensiblen Infrastrukturen, wie beispielsweise Laboren, die mit Krankheitserregern arbeiten. Gleichzeitig können diese Verfahren Behörden bei der Ermittlung von Straftätern unterstützen. Das BMBF fördert im Schwerpunkt "Biometrie" Forschungsansätze, die eine Verbesserung der Sicherheit durch Biometrie anstreben oder die die Sicherheit von biometrischen Verfahren weiter erhöhen.

Die Authentifizierung oder Identifizierung von Personen durch biometrische Verfahren wird zunehmend in sicherheitsrelevanten Dienstleistungen, bei Zugangskontrollen sowie beim Handel im Internet eingesetzt. Die zurzeit üblichen Authentifikationssysteme sind auf Basis von Passwörtern und PIN-Codes nur begrenzt sicher, da diese verloren, gestohlen oder gefälscht werden können.

In vielen Bereichen besteht daher Bedarf an verbesserten Sicherheitslösungen für Zugangs- und Zugriffsberechtigungen. Gerade bei großen Datenmengen können (semi-)automatische Unterstützungssysteme auf Basis biometrischer Verfahren die Effizienz steigern. Diese Systeme sind so zu entwickeln, dass sie nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Anforderungen an den Datenschutz und ethische Kriterien erfüllen. Dafür arbeiten in den Verbünden Forscherinnen und Forscher aus den Rechtswissenschaften sowie aus den Geistes- und Sozialwissenschaften an entsprechenden Fragestellungen mit.
 

Biometrische Verfahren zur verbesserten Gesichtserkennung

Multi-Biometrische Gesichtserkennung (GES-3D)

 

Förderkennzeichen 13N11998 bis 13N12004

Ziel des Projekts "Multi-Biometrische Gesichtserkennung" (GES-3D) ist es, ein leicht zu nutzendes multi-biometrisches System für die Identifizierung von Personen aus Foto- bzw. Videodaten durch dreidimensionale Gesichtsbilddaten zu erarbeiten. Dieses neuartige System soll Strafverfolgungsbehörden bei ihrer Arbeit unterstützen, indem es eine Identifizierung auch auf Basis eines schlechten, nicht-vollständigen Gesichtsfotos ermöglicht.

Weitere Informationen GES-3D

 

Sicherer Zugang zu Anwendungen auf mobilen Endgeräten

Mobile Authentifikation mittels Retina Scanning (MARS)

Förderkennzeichen   13N11757 bis 13N11764

Die steigende Anzahl nicht autorisierter Zugriffe auf Benutzerkonten und Versuche des unberechtigten Zugangs zu sensiblen Infrastrukturen stellen auch für die zivile Sicherheit eine neue Herausforderung dar. Ziel im Projekt MARS ist, ein innovatives Verfahren zu erforschen, mit dem überprüft werden kann, ob ein Nutzer die Zugangsberechtigung für Anwendungen auf einem mobilen Endgerät hat. Dafür soll ein Netzhaut-Scanner beispielsweise in ein Mobiltelefon integriert werden. Um alle Fragen, die sich bei der Anwendung dieses Verfahrens ergeben können, gleich von Beginn an zu berücksichtigen, umfasst der Arbeitsplan des Projekts wissenschaftliche Studien zur medizinischen Unbedenklichkeit, zur Datensicherheit, zum Datenschutz sowie zur Ergonomie.

Weitere Informationen MARS

 

Biometrische Auswertung unterstützt Suche nach Tätern

Multi-Biometriebasierte Forensische Personensuche in Lichtbild- und Videomassendaten (MisPel)

Förderkennzeichen 13N12059 bis 13N12065

Videokameras sind heute an vielen sicherheitsrelevanten Orten Standard. Mehr Bilder bedeuten aber nicht gleichzeitig mehr Sicherheit. Gerade bei der Aufklärung von Straftaten, für die zur Ermittlung der Täteridentität Videobilder herangezogen werden sollen, stehen die Ermittlungsbehörden vor erheblichen Herausforderungen. Derzeit am Markt befindliche unterstützende Softwarekomponenten und Videomanagementsysteme fokussieren primär auf effiziente und elaborierte Visualisierungsmöglichkeiten der Bilddaten und kaum auf die Bildinhaltsanalyse. Ziel des Projekts MisPel ist es, eine unterstützende Softwarelösung für die zeitnahe Erkennung von ermittlungstechnisch relevanten Personen zu erarbeiten. Der Schwerpunkt der juristischen Forschungsarbeiten im Projekt liegt auf der Analyse der rechtlichen Voraussetzungen für die Erhebung, die Filterung und Übermittlung der Daten sowie der Gerichtsverwertbarkeit ausgewerteter Bilddaten. Ein geeignetes ganzheitliches Datenschutz- und Sicherheitskonzept soll erarbeitet werden. Im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Forschung werden deshalb Musterkriterien für die Einhaltung der Privatsphäre sowie Strategien für nachhaltige Einsatzszenarien erforscht.

Weitere Informationen MisPel

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