Verbundprojekte im Rahmen der Förderrichtlinie "KMU-innovativ"

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind in vielen Bereichen Vorreiter des technologischen Fortschritts. Die mit Spitzenforschung verbundenen Risiken sind allerdings für KMU häufig schwer zu schultern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit der Fördermaßnahme "KMU-innovativ" risikoreiche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, um die Innovationsfähigkeit der KMU in Deutschland zu stärken.

Spitzenforschung bietet KMU die Chance, mit neuen Produkten und Prozessen erfolgreich im Markt zu bestehen. Bei der Erschließung neuer Märkte sind KMU besonders flexibel und schnell. Dies gilt besonders für neue Forschungsfelder, in denen Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor ist. Das BMBF verfolgt mit der Fördermaßnahme "KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit" das Ziel, die Forschungsförderung im Rahmen des Programms der Bundesregierung "Forschung für die zivile Sicherheit" auch für erstantragstellende KMU attraktiv zu gestalten. Wichtige Förderkriterien sind Exzellenz, Innovationsgrad und die Bedeutung des Beitrags zur Lösung aktueller gesellschaftlich relevanter Fragestellungen.

 

Trainingssimulation zur schnelleren Bewältigung von Krisen

Achtsamkeitstraining für Organisationen zur Prävention und Bewältigung von Krisen (AKTOR)

Förderkennzeichen   13N12375 bis 13N12376

Kritische Infrastrukturen bilden die Lebensadern einer modernen Gesellschaft. Das Vorhaben AKTOR entwickelt eine Krisensimulation, mit der die Sensibilität der Mitarbeiter kritischer Infrastrukturen gegenüber unerwarteten Ereignissen und der Umgang mit diesen trainiert werden kann. Hierdurch sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und im Krisenfall flexibel und angemessen zu reagieren.

 

Schnelle vor-Ort-Kontrolle für sichere Lebensmittel

Automatisierte vor-Ort Analytik für die Lebensmittel- und Trinkwassersicherheit (AnALyT)

Förderkennzeichen   13N11378 bis 13N11380

Der Fokus von AnALyT liegt in der Entwicklung eines Gerätes für eine schnelle, automatisierte und wirtschaftliche vor-Ort-Kontrolle von Lebensmitteln auf krankmachende Erreger. Die Liste der nachzuweisenden Erreger wird so zusammengestellt, dass einerseits die vorsätzliche Einbringung von Viren oder Bakterien und andererseits auch mikrobiologische Verunreinigungen - etwa durch Unfälle oder Fehlhandhabung - nachgewiesen werden können. Untersucht werden können sowohl flüssige Proben, wie Milch, Wasser oder Limonaden, als auch Proben fester Nahrungsmittel, wie Hackfleisch.

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Schnelle Gewissheit bei gefährlichen Erregern

Entwicklung Real-time PCR basierter Testkits zur Point-of-Care Diagnose sicherheitsrelevanter Erreger (B-Pathogen-Panel)

Förderkennzeichen   13N11324 bis 13N11328

Im Projekt B-Pathogen-Panel wird ein miniaturisiertes Gesamtsystem zur schnellen  und eindeutigen Identifikation von Erregern bei Verdacht auf Infektionen, zum Beispiel nach einem Terroranschlag, entwickelt. Das handliche und kostengünstige Gerät soll mithilfe einer Erkennung auf elektrochemischer Basis die Analysezeiten deutlich verkürzen.

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Mobile Detektionsplattform zum Explosivstoffnachweis

Mobile Detektionsplattform zum effizienten Explosivstoffnachweis (Denaid)

Förderkennzeichen   13N11772 bis 13N11774 und 13N11776

Das frühzeitige Erkennen und Identifizieren von versteckten Explosivstoffen an Personen oder geringen Rückständen auf Kleidung oder Gepäck, verringert das Risiko eines terroristischen Anschlages. Das Verbundprojekt Denaid entwickelt eine transportable Detektionsplattform aus drei sich ergänzenden Messverfahren zur automatischen Erkennung einer Vielzahl von Explosivstoffen. Für die Detektionsplattform soll zudem eine softwarebasierte Infrastruktur erarbeitet werden, mit deren Hilfe eine zeitnahe Reaktion auf eine Bedrohung durch neue Explosivstoffe ermöglicht wird. Die Detektionsplattform soll nach Projektende zur Marktreife entwickelt werden und Behörden mit Sicherheitsaufgaben, wie Polizei, Zoll und Bundeskriminalamt (BKA) kommerziell zur Verfügung gestellt werden.

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Sicherheitsdienstleistungen für Wasserversorger

Dienstleistung und Modelle für die gemeinsame Organisation von Sicherheitsleistungen (DiregKomp)

Förderkennzeichen   13N11322 und 13N11323

Ziel des Projektes DiregKomp ist es, insbesondere kleine und mittlere Wasserversorger bei der Optimierung von sicherheitsrelevanten Aufgaben systematisch zu unterstützen. Dazu sollen sicherheitsrelevante Aufgaben, die nicht von jedem Betreiber individuell bearbeitet werden müssen, identifiziert werden und zu entsprechenden Dienstleistungen weiterentwickelt werden, die ein gemeinsames Kompetenzzentrum anbietet.

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Sichere Identifikation von Gefahrstoffen

Detektionssystem zum schnellen Vor-Ort-Nachweis sicherheitsrelevanter Substanzen mittels eines Ionenmobilitätsspektrometers mit VUV-Multipasszelle zur Einzelphotonenionisation (DIVE)

Förderkennzeichen   13N11373 bis 13M11377

Im Projekt DIVE wird ein mobiles Detektionssystem zum Vor-Ort-Nachweis chemischer Substanzen entwickelt. Einsatzbereiche des Systems werden bei der Feuerwehr, zum Beispiel zur Analyse von Gasen aus Chemieunfällen, bei der Polizei zur Spurensicherung oder beim Zoll bei der Überprüfung von Containern gesehen. Eine präzise Identifikation trägt wesentlich dazu bei, die richtigen Maßnahmen zur Bewältigung von Schadenslagen zu treffen und auf diese Weise das Leben von Einsatzkräften und Bevölkerung zu schützen.

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Modernste Technologie schützt Einsatzkräfte in Gefahrensituationen

Durchgängige Zuverlässigkeit im Einsatz Mobiler Manipulatoren (DriEM²)

Förderkennzeichen   13N11814 bis 13N11817

Rettungskräfte müssen Gefahrensituationen, wie sie beispielsweise durch freigesetzte biologische, chemische oder radioaktive Stoffe entstehen, schnell richtig einschätzen können, um geeignete Maßnahmen einzuleiten. Dafür sind zum Beispiel Stoffproben, wie sie von ferngesteuerten Robotern - sogenannten mobilen Manipulatoren - entnommen werden, hilfreich. Das Projekt DriEM² erforscht mobile Robotersysteme zur Handhabung von verdächtigen Gegenständen oder zum Messen der Eigenschaften von Proben. 

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Miniatursensoren schützen Einsatzkräfte vor giftigen Gasen

Ein neuartiger Multisensor für die persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehr (ePID)

Förderkennzeichen  13N12411 bis 13N12412

Zuverlässige Detektionssysteme zum Aufspüren und Identifizieren von Gefahrstoffen in der Umgebungsluft, können die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Zivilschutzes, in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung, unterstützen als auch schützen. Ziel des Projektes ePID ist die Erforschung eines Sensorprinzips, das Schadstoffe in der Luft sehr selektiv erkennt und in geringsten Mengen nachweist. Anwenderanforderungen und Erkenntnisse aus Praxistests fließen direkt in die Forschungsarbeit ein.

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Simulation von Evakuierungsmaßnahmen bei eingeschränkter Infrastruktur

GIS-basiertes Risikoanalyse-, Informations- und Planungs-System für die Evakuierung von Gebieten (GRIPS)

Förderkennzeichen   13N11381 bis 13N11383

Durch die Simulation von Naturkatastrophen oder Großunfällen, wie zum Beispiel eine Sturmflut in der Stadt Hamburg oder ein Industrieunfall in der Stadt Essen, werden die komplexen Vorgänge während eines großen Schadenereignisses verständlicher. Basierend auf den Ergebnissen dieser Simulation entwickelt der Verbund GRIPS eine Software, die Informationen über die Nutzbarkeit von Infrastrukturen bereitstellt, die von dem Ereigniss betroffen sein könnten. Die beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sollen die Möglichkeit erhalten auf Veränderungen, wie zum Beispiel Überflutungen von Evakuierungsstraßen, reagieren zu können.

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Intelligente Schutzkleidung für Polizei und Einsatzkräfte

Intelligente Einsatzbekleidung für Polizei- und Sicherheitskräfte (iBePol)

Förderkennzeichen   13N11410 bis 13N11414 und 13N11577

Wer im Einsatz für die öffentliche Sicherheit Bürgerinnen und Bürger schützt, sollte selbst bestmöglich geschützt sein. Ziel des Projektes iBePol ist es deshalb, ein intelligentes Einsatzbekleidungssystem zu erarbeiten, das durch die Messung und Übertragung von Vital- und Umgebungsparametern die Sicherheit der Einsatzkräfte verbessert. Die Herausforderung besteht darin, sämtliche Technologien in die Textilien zu integrieren und einen hohen Tragekomfort zu gewährleisten. Damit wäre es nicht mehr erforderlich, zusätzliche und im Einsatz eventuell störende Mess- und Detektionssysteme mitzuführen.

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Lageerfassung für die Sicherheit von Feuerwehrkräften

Ubiquitäres Sensor- und Informationssystem für Feuerwehrleute (KOORDINATOR)

Förderkennzeichen   13N11752 bis 13N11755

Ziel des Vorhabens KOORDINATOR ist, die Kommunikations- und Kooperationsprozesse zwischen Atemschutztrupps und Einsatzleitung mit neuer Technik zu verbessern. In dem Versuchssystem werden technische Einheiten für den Empfang und die Versendung von Statusnachrichten, Telemetriedaten, Lageinformationen und Aktivitätsmustern der Einsatzkräfte vereint.

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Analysesystem zur Gasausbreitung in Gebäuden

Messsystem zur Ermittlung der Ausbreitung von Gefahrstoffen in kritischen Infra- und komplexen Gebäudestrukturen zur Vermeidung ziviler Katastrophen (MAusKat)

Förderkennzeichen   13N11673 bis 13N11678

Die Partner im Projektverbund MAusKat erarbeiten ein Mess- und Analysesystem, mit dem die Ausbreitung von gasförmigen Gefahrstoffen in komplexen Gebäudestrukturen wie Flughäfen, Kaufhäusern oder U-Bahn-Systemen nachvollzogen werden kann. Die Messergebnisse dienen als Grundlage für Simulationen, mit denen Gefahrenbereiche identifiziert und entsprechend neue Flucht- und Rettungskonzepte geplant werden können.

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Risiko- und Krisenkommunikation bei biologischen Gefahren verbessern

Monitoring biologischer Gefahrenlagen in der digitalen Gesellschaft (MOBI DIG)

Förderkennzeichen   13N11970 und 13N11671

Im Projekt MOBI DIG soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang Diskussionsbeiträge aus dem Internet zur Prävention und Bewältigung biologischer Gefahrenlagen nutzbar sind. Expertenwissen und bestehende Notfallszenarien sollen zusammengeführt werden, um die fachlichen Anforderungen an innovative Web-Monitoring-Technologien zu definieren. Darauf aufbauend wird ein Demonstrator erarbeitet, der webbasierte Informationsquellen für die Risiko- und Krisenkommunikation integriert, auswertet und den verantwortlichen Einsatzleitern als Entscheidungsgrundlage für das Krisenmanagement bereitstellt.

Weitere Informationen MOBI DIG

 

Alarmsysteme für mehr Sicherheit auf Schulgeländen

Orientierungskontrolle im Alarmfall (ORIMA)

Förderkennzeichen   13N11852 bs 13N11854

Amokläufe oder deren Androhung sind an Schulen immer wieder auftretende schwere Gewaltphänomene. Im Projekt ORIMA wird eine technische Lösung erforscht, die eine Kombination aus Alarm-, Kommunikations- und Benachrichtigungssystem darstellt und die bessere Bewältigung einer akuten Gewalt- oder Amoksituation auf Schulgeländen ermöglichen soll. Das technische Gesamtsystem soll insbesondere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aber auch die Polizei und Rettungskräfte schnell, detailliert und zuverlässig informieren und gegebenenfalls Handlungsanweisungen weitergeben.

Weitere Informationen ORIMA

 

Neue Übungssysteme erhöhen die Ausbildungsqualität der Einsatzkräfte

IT-gestützte Übungsumgebung für Bevölkerungsschutz und Rettungskräfte (RescueLab)

Förderkennzeichen 13N12564 bis 13N12565

Rettungskräfte können bei ihren Einsätzen jederzeit mit plötzlich auftretenden kritischen Situationen konfrontiert werden. Dies erfordert eine besonders schnelle und sichere Abwägung von Entscheidungen. Hierzu ist eine hohe fachliche Qualifikation der Einsatzkräfte notwendig, die zum einen aus Einsatzerfahrungen und zum anderen aus Übungen gewonnen wird. Um diese Übungen und insbesondere ihre Nachbereitungen noch systematischer durchführen zu können, wird im Verbundprojekt RescueLab ein IT-System erarbeitet, welches die bisherige Dokumentation verbessern soll und damit einen wichtigen Beitrag zur fundierten Qualifizierung der Einsatzkräfte liefern soll.

 

Mehr Sicherheit bei Starts und Landungen

Videoschlitten zur Startbahn-Inspektion und Bodenradar (Videobahn)

Förderkennzeichen  13N11857 bis 13N11858

Ein wesentliches Element für den sicheren Flugbetrieb ist der einwandfreie Zustand der Start und Landebahnen. Im Projekt Videobahn soll untersucht werden, wie die manuelle Rollfeld-Inspektion durch innovative technische Maßnahmen unterstützt und gegebenenfalls auch ersetzt werden kann. Geplant ist, verschiedene hochauflösende Kameras auf ein Schlittensystem zu befestigen, welches auch bei laufendem Flugbetrieb mit hoher Geschwindigkeit die Start- und Landebahnen sowie verschiedene Bereiches des Rollfeldes selbständig inspizieren kann.

Weitere Informationen Videobahn

 

Bessere Behandlungschancen viraler Krankheiten durch schnellere Nachweismethoden

Schnellnachweis von Virusinfektionen mittels optischer Biosensortechnologie (VIROSENS)

Förderkennzeichen 13N12559 und 13N12560

Durch sozioökonomische und klimatische Veränderungen, gestiegene Mobilität und Bevölkerungswachstum, hat sich die Gefahr neu auftretender und sich schnell ausbreitender viraler Krankheiten erhöht. Eine frühzeitige Diagnostik dieser Krankheiten ist für eine optimale Behandlung der Patienten von entscheidender Bedeutung. Ziel des Projektes VIROSENS ist es, eine portable Biosensor-Plattform zu entwickeln, die einen schnellen Nachweis von Viren und virus-spezifischer Anitikörper, beispielsweise aus Blut, Serum oder Plasma, ermöglicht.


 

Ansprechpartner

  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Sicherheitsforschung
    • Dr. Karin Wey
    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 6214-433
    • Faxnummer: 0211 6214-484
    • E-Mail-Adresse: wey@vdi.de
    • Homepage: http://www.vditz.de/forschungsfoerderung/sicherheitsforschung/
    • Geförderte Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-VDI&P_APC_REF=522&Z_CHK=0