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Foresight-Zyklus 2

Im Mai 2012 ist der 2. Zyklus von BMBF-Foresight mit einer neuen zweijährigen Such- und Analysephase gestartet. Während der 1. Zyklus die zukünftige Entwicklung der technologischen Möglichkeiten in den Vordergrund stellte ("Technology Push"), wird der Fokus nun auf der Nachfrageseite liegen ("Demand Pull"). Hierzu werden gesellschaftliche Trends, Herausforderungen und Wünsche (kurz "Bedarfe") gesichtet und als Anforderungen an Forschung und Technologie bewertet, um Erkenntnisse für eine nachfrageorientierte Forschungs- und Innovationspolitik zu gewinnen. Die Integration von nationaler wie internationaler Expertise stellt die Belastbarkeit der Ergebnisse sicher.

Während Zyklus 1 von der Technologieseite her den Blick in die Zukunft richtete ("Technology Push") und einen umfassenden Einblick in Felder von hoher wissenschaftlich-technischer Aktivität und Zukunftsrelevanz lieferte, fokussiert Zyklus 2 die Nachfrage- und Bedarfsseite ("Demand Pull") und verzahnt somit BMBF-Foresight noch stärker mit dem missionsorientierten Ansatz der Hightech-Strategie.

Der 2. Zyklus von BMBF-Foresight gliedert sich in drei Prozessschritte, die teilweise nacheinander, aber auch parallel durchlaufen werden:

1. Inventarisierung: Bis Frühjahr 2013 werden breit angelegt Bedarfstrends ("Demand Pull") ermittelt und bewertet. Dabei  werden unter anderem Erkenntnisse der sozial- und geisteswissenschaftlichen Forschung zu Entwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft einbezogen sowie verschiedene Interviews mit Lead Usern und Personen, die sich durch eine "besondere Offenheit für sozio-kulturelle Veränderungen" ("Antennen") auszeichnen, geführt, um vor allem auch Randerscheinungen, versteckte Trendentwicklungen ("Hidden Trends") und vernachlässigte Phänomene in die Analyse einzubeziehen. Dies eröffnet die Chance, ganz neuartige Bedarfsfelder zu identifizieren.

2. Aktualisierung: Bis Herbst 2013 werden die technologieorientierten Ergebnisse ("Technology Push") des Foresight-Zyklus 1 (Suchphase: 2007 - 2009) aktualisiert und um bislang vernachlässigte Themen ergänzt. Insbesondere werden die Perspektiven weiterer Disziplinen, wie der Kultur-, Sozial- und Politikwissenschaften, aufgenommen und hinsichtlich ihrer Relevanz für die Forschungspolitik gesichtet.

3. Verknüpfung: Abschließend werden bis Frühjahr 2014 die bedarfs- und technologiegetriebenen Vorausschauen kombiniert und zu Szenarien verknüpft, um Zukunftsfelder in Forschung und Wissenschaft mit dem größten Lösungspotenzial aufzuzeigen.

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