
Für die Suchphase des 1. Zyklus (2007 - 2009) wählte das BMBF einen technologieorientierten Ansatz ("Technology Push"). Mittels eines sorgfältig konstruierten Sets etablierter Vorausschau-Methoden wurden zukünftige Möglichkeiten in Forschung und Technologie analysiert. So wurden unter anderem im Rahmen von Workshops und Interviews strukturierte und fokussierte Expertenbefragungen durchgeführt. Ergebnisse wurden duch ein international besetztes Monitoring-Panel von Top-Experten in einem zweistufigen Panel-Verfahren validiert. Junge Forscherinnen und Forscher wurden gezielt als Inventorenscouts befragt. Ergänzend kamen Environmental Scanning (Literaturrecherche und Analyse von Konferenzen und relevanten Ereignissen), bibliometrische Analysen (zur Entwicklungsdynamik von Wissenschaftsfeldern) und Online-Befragungen zum Einsatz. Ausgehend von den Themenfeldern der Hightech-Strategie (HTS) und unter anderem aufbauend auf den laufenden Vorausschau-Aktivitäten der Fachabteilungen ging es darum, zentrale Querschnittsaspekte (Forschungsfelder) herauszuarbeiten, die jenseits der bisherigen Fach- und Programmlogiken lagen und sich an Schnittstellen zwischen einzelnen Disziplinen bewegten.
Daraus ergaben sich 14 Forschungsfelder, so genannte Zukunftsfelder: Gesundheitsforschung, Mobilität, Energie, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung, industrielle Produktionssysteme, Informations- und Kommunikationstechnologie, Lebenswissenschaften und Biotechnologie, Nanotechnologie, Materialien / Werkstoffe und ihre Herstellungsverfahren, Neurowissenschaften und Lernforschung, Optische Technologie, Service Sciences, System- und Komplexitätsforschung sowie Wasser- und Infrastrukturen. Innerhalb dieser etablierten Zukunftsfelder wurden Zukunftsthemen mit langfristiger Relevanz für Forschung und Technologie identifiziert.
Diese 14 Zukunftsfelder mit ihren verschiedenen Forschungsthemen wurden anschließend in mehreren Schritten analysiert, mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten diskutiert und anhand festgelegter Kriterien bewertet. Bis Mitte 2009 konnten auf dieser Grundlage sieben "Zukunftsfelder neuen Zuschnitts" identifiziert werden, die sich sowohl durch eine hohe Forschungsdynamik (rasant wachsende Forschungsfelder mit hohem relevantem Innovationspotenzial) als auch durch eine hohe Bedarfsdynamik (Adressierung zentraler Zukunftsherausforderungen) auszeichnen:
Es handelt sich um Querschnitts- und Schnittstellenthemen, die bei monodisziplinären Betrachtungen noch nicht aufgegriffen worden waren (zum Beispiel: Mensch-Technik-Kooperation), sowie gänzlich neue Themen (zum Beispiel: ProduzierenKonsumieren 2.0). Diese wurden im BMBF intern, aber auch in den anderen Ressorts der Bundesregierung und in der Fachöffentlichkeit breit aufgenommen und diskutiert. Es konnten wichtige Beiträge für die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie und zur Fortentwicklung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Deutschland geleistet werden.
Über untenstehende Links gelangen Sie zu einer Übersichtsseite, von der Sie Kurzdarstellungen der einzelnen Zukunftsfelder neuen Zuschnitts aufrufen können. Über die weiteren Links erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Methoden, die in der Suchphase des ersten Zyklus zur Anwendung kamen.
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