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Bildung
Die Erde

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln ermöglichen. Weil das so wichtig ist, wird die entsprechende UN-Dekade weitergeführt - auch in Deutschland.

Der Einzelne kann durch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erkennen: Mein Handeln hat Konsequenzen - nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann dazu beitragen, die Welt ein Stück zu verbessern. Dieses Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme anzugehen.

Die Stichworte sind Klimawandel, Wasserknappheit, Verlust von Biodiversität und Rohstoffmangel. Neben den ökologischen und ökonomischen Herausforderungen sind soziale Aspekte wie Chancengerechtigkeit oder die Frage nach Lebensqualität von entscheidender Bedeutung.

Das Weltaktionsprogramm

Menschliches Zusammenleben ist national und international auf Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen angewiesen. Darum haben die Vereinten Nationen beschlossen, an die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ von 2005 bis 2014 mit einem fünfjährigen Weltaktionsprogramm (WAP) anzuknüpfen. Der Startschuss für das WAP fiel am 12. November 2014 auf der UNESCO-Weltkonferenz im japanischen Nagoya, Japan. In der dort verabschiedeten Erklärung werden alle Mitgliedstaaten der UNESCO aufgerufen, ihr Engagement für das Bildungskonzept fortzuführen und zu erhöhen. Deutschland war mit einer Delegation unter Bildungsstaatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen vertreten.

Nationale Plattform in Deutschland

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird eine Nationale Plattform zur BNE einrichten. Regelmäßige jährliche Agendakongresse, Partnernetzwerke und Fachforen unterstützen den Prozess. Ziel ist ein Nationaler Aktionsplan, der die BNE in die Breite trägt.

Unter der Federführung des BMBF wurde ein Konzept für die BNE-Umsetzung in Deutschland erarbeitet. In den Prozess waren zahlreiche BNE-Akteure einbezogen. Oberstes Ziel der Strategie ist, BNE stärker und breiter aufzustellen und in allen Bereichen des Bildungssystems fest zu verankern. Dabei sollen neue Wege beschritten und noch mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter als bisher gewonnen werden.

Konkrete Vorschläge sollen in einem Nationalen Aktionsplan zusammengefasst werden. Ein Ziel wird sein, BNE stärker in Curricula, Lehrplänen und Ausbildungsordnungen sowie im informellen Lernen zu verankern. Darüber hinaus soll BNE noch besser sichtbar gemacht werden, indem erfolgreiche Praxisbeispiele gezielt gefördert und vorbildliche BNE-Initiativen ausgezeichnet werden.

Bundesministerin Johanna Wanka wird die erste Sitzung der Plattform in Berlin eröffnen. Unter dem Vorsitz von Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen soll die Umsetzung des Weltaktionsprogramms mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert werden.

An die Nationale Plattform angeschlossen sind Fachforen zu frühkindlicher Bildung, schulischer Bildung, beruflicher Bildung, Hochschulbildung, informellem Lernen und Kommunen. Die Foren bündeln die Fachkompetenzen zum jeweiligen Thema. Sie erstellen Papiere oder machen Vorschläge. In Anlehnung an den internationalen Prozess des Weltaktionsprogramms können aus bereits existierenden oder noch entstehenden BNE-Netzwerken Partnernetzwerke hervorgehen. Die Arbeitsgruppen der UN-Dekade BNE werden ihre Arbeit als Partnernetzwerk teilweise fortsetzen und damit dazu beitragen, die Expertise und das Wissen der vergangenen zehn Jahre BNE in Deutschland in das Weltaktionsprogramm einzuspeisen.

Agendakongress und Evaluation

Ein Forum für fachliche Diskussionen und neue Ideen bietet der jährliche Agendakongress. Erstmals wird der Kongress voraussichtlich im Jahr 2016 zusammentreten. Geplant ist, dort den Entwurf des Nationalen Aktionsplans öffentlich vorzustellen und breit zu beraten.

Wie auf internationaler Ebene gefordert, soll die Umsetzung des Weltaktionsprogramms in Deutschland fortlaufend evaluiert werden. Ein erster Bericht zum Nationalen Aktionsplan wird Ende 2017 vorgestellt.

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung einen Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Den aktuellen Bericht hat die Bundesregierung in der Kabinettssitzung am 26. Juni 2013 verabschiedet.

Zusatzinformationen

Mehr zum Thema

Link zur Fachseite www.bne-portal.de

Dokumente

Publikationen

  • Nachhaltigkeit im Berufsalltag ID = 1781

    Titelbild der Publikation

    Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung

    2014, 32 Seiten
    Bestell-Nr.: 30964

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 3,80 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/Nachhaltigkeit_im_Berufsalltag_barrierefrei.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

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