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NanoMobil

Kompetenz in Sachen Nanotechnologie gehört im Automobilbau der Zukunft zu den Kernkompetenzen, die zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unbedingt erforderlich sind. Mit der Leitinnovation NanoMobil sollen nanotechnologische Effekte für mehr Umweltverträglichkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Automobilbereich nutzbar gemacht werden.

Visionen

Auch im Automobilsektor eröffnet die Nanotechnologie neue Möglichkeiten.

Im Mittelpunkt steht dabei der direkte Nutzen durch verringerten Kraftstoffverbrauch, höhere Fahrsicherheit und die Langlebigkeit der Produkte. Das Auto der Zukunft wird intelligent auf Umweltreize und Fahrerverhalten reagieren. Scheiben und Spiegel werden sich den äußeren Lichtverhältnissen anpassen, die Reifen auf unterschiedlichsten Strassenbelägen besser haften und zahlreiche Sensoren werden vorausschauend den Fahrzustand bei Änderung der Wetterlage oder bei Kollisionsgefahr regeln. Genauso wichtig sind aber auch ästhetisch-funktionale Aspekte. Durch elektronisch schaltbaren Farbwechsel der Lacke und durch Umbaumöglichkeiten bei Leichtbaukonzepten erhält das Fahrzeug eine individuelle Gestaltungsmöglichkeit.

Nanotechnologische Erkenntnisse werden u.a in die Optimierung des Verbrennungsprozesses und der Abgasreinigung, in die Gewichtsverminderung der Karosserie, die Entwicklung selbstausheilender Lacke, die Abriebfestigkeit und Haftung der Reifen, oder in die funktionelle Autoverglasung einfließen. Schon heute trägt die Elektronik überproportional zur Wertschöpfung im Automobilbau bei. Zukünftig wird die Bedeutung der Automobilelektronik weiter ansteigen und durch die Rolle der Automobilindustrie als Technologietreiber nanoelektronische Innovationen zur Anwendungsreife bringen.

Leitinnovation NanoMobil

Mit der neuen Leitinnovation NanoMobil sollen auf dem Forschungssektor Nanotechnologie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für Anwendungen in der Verkehrstechnik, speziell der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer angestossen werden. Diese Leitinnovation setzt die strategische Neuausrichtung der Nanotechnologieförderung in Deutschland fort. Ausgehend von der in Deutschland gut ausgebauten und weltweit konkurrenzfähigen wissenschaftlich-technischen Grundlagenforschung und den bisherigen BMBF-Förderaktivitäten sollen nun die Anwendungspotenziale der Nanotechnologie für die in Deutschland wichtigen Industriebranchen erschlossen werden.

Ziel ist die Bündelung der zahlreichen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Nanotechnologie, um die Zeitspanne zwischen Forschung und Produktanwendung zu verkürzen und strategische Technologieentwicklungen zu identifizieren.

Das Anwendungspotenzial nanotechnologischer Innovationen soll direkt für die Automobilindustrie und deren Zulieferer genutzt werden. Darüber hinaus sollen die zahlreichen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Nanotechnologie gebündelt werden, die sich mit einer Anwendung der Forschungsergebnisse im Automobilbereich befassen.

Forschungsthemen

Themen für Forschung und Entwicklung aus der Leitinnovation Nanomobil sollen insbesondere die übergeordneten Bereiche

  • Sicherheit,
  • Ökologie/Nachhaltigkeit und
  • Komfort

berücksichtigen. Die Themenschwerpunkte können mit unterschiedlichen Forschungsansätzen und Forschungszielen parallel in mehreren Verbundprojekten verfolgt werden. Voraussetzung ist die Organisation der einzelnen Forschungsverbünde entlang der Wertschöpfungskette.

Bei der Auswahl der zu fördernden Vorhaben spielt das mögliche Marktpotenzial der anvisierten Produkte und die Wirkung auf Arbeitsplätze in Deutschland eine große Rolle. Reine Nischenentwicklungen ohne Potenzial für eine spätere Breitenwirkung werden im Rahmen dieser Leitinnovation nicht berücksichtigt. Zum besonderen Ansatz der Leitinnovation gehört es, starke Partner bereits in die Forschungsverbünde zu integrieren.

Die thematische Fokussierung soll zu einem Mehrwert bei den beteiligten Partnern führen, da die Ergebnisse der einzelnen Forschungs- und Entwicklungsprojekte auch anderen, die im Rahmen dieser Maßnahme gefördert werden, in geeigneter Weise zugänglich gemacht werden sollen.

  • Hightech-Strategie

    Auto der Zukunft - Nanostoffe gegen Schmutz

    Kaffee, Ketchup oder Cola auf dem Fahrzeugsitz sind mehr als ärgerlich. Der Fleck lässt sich nur schwer entfernen, meist ist er trotz vieler Bemühungen auch später noch zu sehen. Langfristig sorgen auch Staub und andere Luftinhalte für die Verschmutzung von Polstern und Innenraumtextilien. Ein nanoskaliges Imprägniersystem, das derzeit in einem Verbundprojekt entwickelt wird, soll solche Probleme gar nicht erst entstehen lassen. Die behandelten Stoffe werden nicht nur leichter zu reinigen sein, sondern sind antibakteriell, geruchshemmend und Schmutz abweisend.
     weiterlesen: Auto der Zukunft - Nanostoffe gegen Schmutz
    (URL: http://www.bmbf.de/de/4809.php)

Zusatzinformationen

Ansprechpartner

  • Projektträger Jülich

    • Bereich BIO
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 61-5543
    • Faxnummer: 02461 61-9080
    • E-Mail-Adresse: ptj-bio@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/gesundheitsforschung
 

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