Forum 5: Kommunikation im Cluster: Informieren. Motivieren. Vermarkten.

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Forum 5: Kommunikation im Cluster: Informieren. Motivieren. Vermarkten.

Donnerstag, 23.2.2012 - Kommunikation ist der Schlüssel für den Aufbau leistungsfähiger und nachhaltiger Netzwerkstrukturen. Im Mittelpunkt des Forums stehen Erfahrungsberichte aus zwei Spitzenclustern, deren praxisrelevante Beispiele die Anforderungen an eine effiziente Clusterkommunikation beschreiben. Zugleich soll die Frage beantwortet werden, welche Dimensionen der Kommunikation zu beachten sind, um ein Cluster langfristig erfolgreich zu managen. Neben den Praxisbeispielen soll aus wissenschaftlicher Sicht ein idealtypisches Kommunikationsmodell für die Clusterkommunikation diskutiert werden.

Struktur des Forums

  • Einführung
    Robert Weichert, Pressesprecher Cool Silicon
  • Praxisbeispiel Cool Silicon
    Thomas Reppe, Clustermanager Cool Silicon
  • Praxisbeispiel Softwarecluster
    Berndt Hartmann, Pressesprecher Software-Cluster
  • Wissenschaftskommunikation clusterintern
    Jun. Prof. Dr. phil. Nina Haferkamp, TU Dresden
  • Wissenschaftskommunikation clusterextern
    Daniel Schleidt FAZ Institut
  • Diskussion

Moderation: Robert Weichert, PR-Piloten


Ergebnisse

Kommunikation ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Clustermanagement. Darüber waren sich im Forum 5 "Kommunikation im Cluster: Informieren. Motivieren. Vermarkten" schnell alle einig.

Doch wie schafft man funktionale Strukturen für eine effektive Clusterkommunikation? Und wie wird man dabei den unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Bedürfnissen aller Clusterpartner gerecht? Im Mittelpunkt des Forums standen Erfahrungsberichte aus zwei Spitzenclustern, deren praxisrelevante Beispiele die Anforderungen an eine effiziente Clusterkommunikation beschrieben. Die Diskussion zeigte schnell, wie in der Praxis Anspruch und Wirklichkeit auseinandergehen. "Es ist naiv darauf zu vertrauen, dass eine interne E-Mail an die Clusterpartner inhatlich von allen gleich verstanden wird", sagt Thomas Reppe, Geschäftsführer der Silicon Saxony Management GmbH und administrativer Clustermanager des sächsischen Spitzenclusters für Energieeffizienz Cool Silicon. E-Mails sind aber ein in der Praxis akzeptiertes Werkzeug. Trotzdem bleibt es eine tägliche Herausforderung die Projektzusammenarbeit über die Grenzen von Unternehmen und Forschungsinstituten hinweg erfolgreich zu organisieren. "Wir arbeiten deshalb an neuen Werkzeugen für die Kommunikation, die den unterschiedlichen Dimensionen der internen Clusterkommunikation Rechnung tragen und die Zusammenarbeit effizienter machen", so Reppe weiter. Dass die externe Kommunikation ähnlich anspruchsvoll ist, stellte Bernd Hartmann, Pressesprecher des Software-Clusters heraus. "Bei der Medienarbeit geht es schon damit los, dass man lebensweltlich erklären muss, was ein Cluster überhaupt ist. Da sind wir noch lange nicht bei Inhalten, Projektergebnissen oder der wirtschaftlichen Bedeutung eines Cluster für eine Region", so Hartmann. Gleichzeitig illiustrierte Hartmann die tägliche Herausforderung eines redaktionell beschriebenen Clusterlebens mit aussagekräftigen Bildern. "Bei uns sitzen die Leute am Rechner. Machen Sie jetzt mal einem Journalisten klar, worin die Innovation einer bestimmten Software liegt, wenn der Kollege gerade auch damit beschäftigt sein könnte, in Excel einen Finanzplan zu erstellen", so PR-Experte Hartmann.

Im zweiten Teil des Workshops beleuchtete zunächst Prof. Nina Haferkamp vom Institut für Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Dresden die Herausforderungen für eine effiziente Clusterkommunikation aus einer wissenschaftlichen, idealtypischen Perspektive. Daniel Schleidt, Redaktionsleiter vom F.A.Z.-Institut in Frankfurt am Main, beschrieb abschließend noch einmal, mit welchen Geschichten Medien gelockt werden müssen, damit sie sich überhaupt mit wissenschaftlichen Innovationen aus Clustern beschäftigen. Das Fazit zum Ende: Erfolgreiche Clusterkommunikation funktioniert nur, wenn man die Erwartungshaltungen aller am Clusterleben beteiligten Anspruchsgruppen kennt, Strukturen, Regeln, Werkzeuge und Kanäle für die Kommunikation etabliert und diese jeden Tag aufs neue konsequent lebt. Wissenschatliche Innovationen als Vorstufe für wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen sind dann die logische Folge. Spitzencluster wie der Software-Cluster oder Cool Silicon leben diesen Anspruch und der Erfolg gibt ihnen Recht.


Auf Anfrage stellen wir Ihnen die Beiträge und Präsentationen aus Forum 5 als Downloadlink zur Verfügung.

Bitten wenden Sie sich hierfür an das Organisationsteam im Projektträger Jülich:

E-Mail: info-ck2012@fz-juelich.de