Navigationsbereich

Hightech-Strategie

Kooperation in der zivilen Sicherheitsforschung zwischen deutschen und französischen Projektpartnern

Risiken und Bedrohungen für die öffentliche Sicherheit machen leider nicht an nationalen Grenzen Halt. Die internationale Kooperation ist daher ein wichtiger Bestandteil des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit". Das BMBF arbeitet sowohl mit führenden Ländern wie USA, Frankreich und Israel bilateral zusammen als auch im Forschungsrahmenprogramm der EU mit. Ziel der Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich ist es nicht nur, die Sicherheit der Bevölkerung in beiden Ländern zu verbessern, sondern auch gemeinsam zu einer europäischen Sicherheit auf hohem Niveau beizutragen.

Mit den gemeinsamen Forschungsarbeiten sollen Beiträge zum Schutz vor Terrorismus, organisierter Kriminalität, Naturkatastrophen und Großunfällen geleistet werden. Ziel der Vereinbarung ist die wechselseitige Öffnung von Sicherheitsforschungsprogrammen sowohl in Deutschland als auch in Frankreich.

 

Trinkwasserversorgung schnell und sicher schützen

System zur Spurendetektion von Alpha-Partikeln in Wassernetzwerken: von der direkten Detektion in der Flüssigphase zur Identifikation (ActiFind)

Förderkennzeichen   13N12226 bis 13N12228

Trinkwasser ist eines unserer wichtigsten Lebensmittel. Wasserversorgungsnetze sind daher kontinuierlich vor Verunreinigungen, aber auch denkbaren, gezielten Anschlägen zu schützen. Das Forschungsvorhaben ActiFind hat zum Ziel, eine tragbare Sensorik und Meßmethode zu entwickeln, die einen schnellen vor-Ort-Nachweis von Spuren strahlender Stoffe (Aktinoide) im Trinkwasser ermöglicht. Nach aktuellem Stand der Technik wären mehrere Tage für Aufbereitung und Messung solcher Proben im Labor erforderlich.   

Weitere Informationen ActiFind

Mobiles Netzwerk für Krisenmanagement und Umgebungserkundung

UAV - Assisted Ad Hoc Networks for Crisis Management and Hostile Environment Sensing (ANCHORS)

Förderkennzeichen  13N12203 bis 13N12210

Großflächige Katastrophen, die typischerweise auch mit zerstörten (Kommunikations-)Infrastrukturen einhergehen, stellen die Einsatzkräfte vor schwierigste Herausforderungen. Ziel des Projektes ANCHORS ist es zum einen, durch autonome, unbemannte Systeme in der Luft und am Boden eine schnelle und effektive Erkundung der Unfallstelle zu ermöglichen. Zum anderen sollen die Systeme den Informationsaustausch durch eine ad-hoc Vernetzung aller beteiligten Einsatzkräfte und technischen Systeme unterstützen. Damit wird die Handlungsfähigkeit des Krisenmanagements entscheidend gestärkt. 

Weitere Informationen ANCHORS 
 

Kultur des Wissenstransfers erzeugen

Präventionsarbeit und Wissenstransfer (CODISP)

Förderkennzeichen  13N12199

Insbesondere in urbanen Ballungsräumen sind lokale Verhältnisse und Sicherheitslagen zunehmend vielschichtig und unübersichtlich. Unterschiedliche Wertvorstellungen und Kulturen treffen aufeinander. Dieser Gemengelage begegnet die Polizei mit präventiver Arbeit vornehmlich in lokalen Netzwerken und Projekten. In Frankreich wie in Deutschland stellt sich die Frage, wie dieses zwischen sozialarbeiterischer Prävention und regulärer Polizeiarbeit angesiedelte neue Wissen genutzt werden kann, um der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich Rechnung zu tragen.

Weitere Informationen CODISP 
 

Die Bevölkerung schnell und sicher evakuieren können

Entscheidungsunterstützungssystem bei der Evakuierung bewohnter Gebiete (DSS_Evac_Logistic)

Förderkennzeichen  13N12229 bis 13N12230

Evakuierungen, bei der eine Vielzahl von Menschen ihre Wohnungen verlassen und ihren Lebensmittelpunkt für Tage verlegen müssen, stellen Behörden und Rettungskräfte vor eine immense Herausforderung. Verantwortliche müssen innerhalb kürzester Zeit weitreichende Entscheidungen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger treffen. Ziel des deutsch-französischen Vorhabens DSS_Evac_Logistic ist es, ein Entscheidungsunterstützungssystem für regionale Evakuierungen zu erarbeiten. Das System soll Verantwortliche sowohl bei der Vorbereitung auf eine Katastrophe als auch im akuten Krisenfall helfen, angemessene Evakuierungsentscheidungen treffen zu können.

Weitere Informationen DSS_Evac_Logistic 
 

Identifikation biologischer Gefahrstoffe beschleunigen

Sicheres Erkennen biologischer Gefahrstoffe vor Ort (GEFREASE)

Förderkennzeichen   13N12222 und 13N12223

Ein wesentlicher Aspekt zur Verbesserung des Schutzes der Bürgerinnen und Bürger vor biologischen Gefahren, wie etwa Anschlägen mit Anthraxsporen, stellt eine Verkürzung des Zeitraumes vom Erkennen einer solchen Bedrohung bis zum eindeutigen Nachweis der auslösenden Substanz dar. Das wesentliche Ziel des Vorhabens GEFREASE ist es, durch die Zusammenarbeit der deutschen und französischen Partner die Verfügbarkeit der für die Detektion notwendigen hochwertigen Reagenzien in Europa zu vergrößern und diese auf elektrochemisch auslesbaren Biochips einsetzbar zu machen, damit eine miniaturisierte Lösung zur schnellen vor-Ort-Detektion zu Verfügung steht. 

Weitere Informationen GEFREASE

 

Managementkonzept für sichere Lieferketten im Postverkehr

Sichere Lieferketten im Postverkehr (INPOSEC)

Förderkennzeichen  13N12298 bis 13N12300

Der Versand von Briefen und Paketen ist ein wichtiges Kommunikations- und Transportmittel, sowohl für die Wirtschaft, als auch für den privaten Austausch der Bürgerinnen und Bürger. Spektakuläre Einzelfälle, wie der in einem Päckchen entdeckte Sprengstoff, der in einer Tintenpatrone für Drucker eingearbeitet war, zeigen, dass der Postverkehr für kriminelle Handlungen missbraucht werden kann. Ziel des deutsch-französischen Vorhabens INPOSEC ist es, ein umfassendes Sicherheits-Managementkonzept zu erarbeiten, mit dem internationale Lieferketten im Postverkehr noch besser vor dem Einbringen illegaler Güter und Gefahrstoffen gesichert werden können. 

Weitere Informationen INPOSEC 
 

Lückenlose Sicherung von Lebensmittelwarenketten

IT-Plattform für die lückenlose Sicherung von Lebensmittelwarenketten (RESCUE IT)

Förderkennzeichen 13N10963 bis 13N10968

Lebensmittel müssen auf dem Weg vom Erzeuger bis zur Ladentheke optimal geschützt werden. Es gilt, sowohl das Risiko von Lebensmittelskandalen, als auch die Gefahr von Agro- und Bioterrorismus zu verringern. Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Frankreich ist besonders intensiv. Ziel des deutsch-französischen Vorhabens ist es, ein IT-System zu entwickeln, das die Sicherung von Lebensmittelwarenketten unternehmens- und länderübergreifend verbessert. Sicherheitsrelevante Vorfälle sollen gemeinsam erkannt und eine umgehend koordinierte Reaktion eingeleitet werden.

Weitere Informationen RESCUE IT

 

Neue Einsatzkleidung steigert den Individualschutz ziviler Rettungskräfte

Textilien für den selbstdekontaminierenden Individualschutz (SafeCoat)

Förderkennzeichen 13N12486, 13N12490 und 13N12491

Rettungskräfte können im Einsatz nicht nur extremer Hitze sondern auch chemischen Gefahrstoffen ausgesetzt sein. Atmungsaktive Schutzanzüge können Schadstoffe zurückhalten. Im Verbundvorhaben SafeCoat wird ein Material erforscht, das eine zusätzliche Dekontaminationsschicht enthält, die organische Gefahrstoffe abbauen kann. Dadurch kann die Gebrauchsdauer der Anzüge erhöht und die Gefahr einer Kontamination der Einsatzkräfte deutlisch reduziert werden.

Weitere Informationen SafeCoat
 

Sensorik für bessere Gefahrenerkennung und Krisenmanagement

Social-Area Framework for Early Security Triggers at Airports (SAFEST)

Förderkennzeichen  13N12235 bis 13N12239

Öffentliche Infrastrukturen stellen eine besondere Herausforderung für die zivile Sicherheit dar. Zum einen gilt es, bei großen Menschenansammlungen, zum Beispiel in Stadien oder Flughäfen, sicherzustellen, dass im Fall eines bedrohlichen Ereignisses eine geordnete Evakuierung möglich ist. Zum anderen muss sofort erkannt werden, wenn ein unbefugter Zutritt zu sicherheitsrelevanten Bereichen erfolgt. Dazu wird das deutsch-französische Projekt SAFEST ein umfassendes Gefahrenerkennungs- und Krisenmanagementsystem für die Sicherheit in stark frequentierten Bereichen kritischer Verkehrsinfrastrukturen am Beispiel eines Flughafens erforschen. Die Lösung soll helfen, Gefahren zu erkennen und in einem solchen Fall die Passagiere und Besucher mithilfe mobiler Endgeräte über Fluchtmaßnahmen zu informieren. 

Weitere Informationen SAFEST 
 

Leitsysteme in Wasserwerken sicherer machen

Schutz der Wasserversorgung vor Eingriffen mit Schadsoftware (SCALA)

Förderkennzeichen  13N12224 und 13N12225

Informationstechnische Steuerungs- und Leitsysteme in Wasserwerken haben eine zentrale Rolle für die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung. Diese Systeme müssen daher effizient vor Eingriffen mit Schadsoftware geschützt werden, um eine kontinuierliche Wasserversorgung sicherzustellen. Ziel des deutsch-französischen Projekts SCALA ist es, ein Schutzkonzept für Steuerungs- und Leitsysteme in der Wasserversorgung zu erarbeiten. Dieses Schutzkonzept bezieht organisatorische und technische Aspekte zum Schutz vor Eingriffen mit ein, um eine reibungslose Wasserversorgung auch in Zukunft zu sichern. 

 

Sichere Überwachung der Trinkwasserversorgung

Online Security Managementsystem für Trinkwasserversorgungsnetze (Smart OnlineWDN)

Förderkennzeichen 13N12178 bis 13N12181

Trinkwasser ist eines unserer wichtigsten Lebensmittel. Um eine sichere Trinkwasserversorgung gewährleisten zu können, werden Wasserversorgungsnetze regelmäßig überprüft, um potentielle Gefahren für die Bevölkerung frühzeitig zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Das Ziel des Forschungsvorhabens Smart OnlineWDN ist die Entwicklung eines Werkzeugs, mit dem die optimale Platzierung leistungsfähiger Messsensoren zur Überwachung von Wasserversorgungssystemen ermittelt werden kann. Denn eine rasche Identifikation von verunreinigenden Stoffen im Verteilernetz ist eine wesentliche Voraussetzung für die schnelle Einleitung von Gegenmaßnahmen. Durch die Kombination mit herkömmlichen Wasserqualitätsparametern soll eine zuverlässige Alarmgenerierung in Echtzeit erreicht werden.

Weitere Informationen Smart OnlineWDN

Zusatzinformationen