Mit den gemeinsamen Forschungsarbeiten sollen Beiträge zum Schutz vor Terrorismus, organisierter Kriminalität, Naturkatastrophen und Großunfällen geleistet werden. Ziel der Vereinbarung ist die wechselseitige Öffnung von Sicherheitsforschungsprogrammen sowohl in Deutschland als auch in Frankreich.
System zur Spurendetektion von Alpha-Partikeln in Wassernetzwerken: von der direkten Detektion in der Flüssigphase zur Identifikation (ActiFind)
Förderkennzeichen 13N12226 bis 13N12228
Trinkwasser ist eines unserer wichtigsten Lebensmittel. Wasserversorgungsnetze sind daher kontinuierlich vor Verunreinigungen, aber auch denkbaren, gezielten Anschlägen zu schützen. Das Forschungsvorhaben ActiFind hat zum Ziel, eine tragbare Sensorik und Meßmethode zu entwickeln, die einen schnellen vor-Ort-Nachweis von Spuren strahlender Stoffe (Aktinoide) im Trinkwasser ermöglicht. Nach aktuellem Stand der Technik wären mehrere Tage für Aufbereitung und Messung solcher Proben im Labor erforderlich.
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UAV - Assisted Ad Hoc Networks for Crisis Management and Hostile Environment Sensing (ANCHORS)
Förderkennzeichen 13N12203 bis 13N12210
Großflächige Katastrophen, die typischerweise auch mit zerstörten (Kommunikations-)Infrastrukturen einhergehen, stellen die Einsatzkräfte vor schwierigste Herausforderungen. Ziel des Projektes ANCHORS ist es zum einen, durch autonome, unbemannte Systeme in der Luft und am Boden eine schnelle und effektive Erkundung der Unfallstelle zu ermöglichen. Zum anderen sollen die Systeme den Informationsaustausch durch eine ad-hoc Vernetzung aller beteiligten Einsatzkräfte und technischen Systeme unterstützen. Damit wird die Handlungsfähigkeit des Krisenmanagements entscheidend gestärkt.
Präventionsarbeit und Wissenstransfer (CODISP)
Förderkennzeichen 13N12199
Insbesondere in urbanen Ballungsräumen sind lokale Verhältnisse und Sicherheitslagen zunehmend vielschichtig und unübersichtlich. Unterschiedliche Wertvorstellungen und Kulturen treffen aufeinander. Dieser Gemengelage begegnet die Polizei mit präventiver Arbeit vornehmlich in lokalen Netzwerken und Projekten. In Frankreich wie in Deutschland stellt sich die Frage, wie dieses zwischen sozialarbeiterischer Prävention und regulärer Polizeiarbeit angesiedelte neue Wissen genutzt werden kann, um der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich Rechnung zu tragen.
Entscheidungsunterstützungssystem bei der Evakuierung bewohnter Gebiete (DSS_Evac_Logistic)
Förderkennzeichen 13N12229 bis 13N12230
Evakuierungen, bei der eine Vielzahl von Menschen ihre Wohnungen verlassen und ihren Lebensmittelpunkt für Tage verlegen müssen, stellen Behörden und Rettungskräfte vor eine immense Herausforderung. Verantwortliche müssen innerhalb kürzester Zeit weitreichende Entscheidungen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger treffen. Ziel des deutsch-französischen Vorhabens DSS_Evac_Logistic ist es, ein Entscheidungsunterstützungssystem für regionale Evakuierungen zu erarbeiten. Das System soll Verantwortliche sowohl bei der Vorbereitung auf eine Katastrophe als auch im akuten Krisenfall helfen, angemessene Evakuierungsentscheidungen treffen zu können.
Weitere Informationen DSS_Evac_Logistic
Sicheres Erkennen biologischer Gefahrstoffe vor Ort (GEFREASE)
Förderkennzeichen 13N12222 und 13N12223
Ein wesentlicher Aspekt zur Verbesserung des Schutzes der Bürgerinnen und Bürger vor biologischen Gefahren, wie etwa Anschlägen mit Anthraxsporen, stellt eine Verkürzung des Zeitraumes vom Erkennen einer solchen Bedrohung bis zum eindeutigen Nachweis der auslösenden Substanz dar. Das wesentliche Ziel des Vorhabens GEFREASE ist es, durch die Zusammenarbeit der deutschen und französischen Partner die Verfügbarkeit der für die Detektion notwendigen hochwertigen Reagenzien in Europa zu vergrößern und diese auf elektrochemisch auslesbaren Biochips einsetzbar zu machen, damit eine miniaturisierte Lösung zur schnellen vor-Ort-Detektion zu Verfügung steht.
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Sichere Lieferketten im Postverkehr (INPOSEC)
Förderkennzeichen 13N12298 bis 13N12300
Der Versand von Briefen und Paketen ist ein wichtiges Kommunikations- und Transportmittel, sowohl für die Wirtschaft, als auch für den privaten Austausch der Bürgerinnen und Bürger. Spektakuläre Einzelfälle, wie der in einem Päckchen entdeckte Sprengstoff, der in einer Tintenpatrone für Drucker eingearbeitet war, zeigen, dass der Postverkehr für kriminelle Handlungen missbraucht werden kann. Ziel des deutsch-französischen Vorhabens INPOSEC ist es, ein umfassendes Sicherheits-Managementkonzept zu erarbeiten, mit dem internationale Lieferketten im Postverkehr noch besser vor dem Einbringen illegaler Güter und Gefahrstoffen gesichert werden können.
IT-Plattform für die lückenlose Sicherung von Lebensmittelwarenketten (RESCUE IT)
Förderkennzeichen 13N10963 bis 13N10968
Lebensmittel müssen auf dem Weg vom Erzeuger bis zur Ladentheke optimal geschützt werden. Es gilt, sowohl das Risiko von Lebensmittelskandalen, als auch die Gefahr von Agro- und Bioterrorismus zu verringern. Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Frankreich ist besonders intensiv. Ziel des deutsch-französischen Vorhabens ist es, ein IT-System zu entwickeln, das die Sicherung von Lebensmittelwarenketten unternehmens- und länderübergreifend verbessert. Sicherheitsrelevante Vorfälle sollen gemeinsam erkannt und eine umgehend koordinierte Reaktion eingeleitet werden.
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Textilien für den selbstdekontaminierenden Individualschutz (SafeCoat)
Förderkennzeichen 13N12486, 13N12490 und 13N12491
Rettungskräfte können im Einsatz nicht nur extremer Hitze sondern auch chemischen Gefahrstoffen ausgesetzt sein. Atmungsaktive Schutzanzüge können Schadstoffe zurückhalten. Im Verbundvorhaben SafeCoat wird ein Material erforscht, das eine zusätzliche Dekontaminationsschicht enthält, die organische Gefahrstoffe abbauen kann. Dadurch kann die Gebrauchsdauer der Anzüge erhöht und die Gefahr einer Kontamination der Einsatzkräfte deutlisch reduziert werden.
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Social-Area Framework for Early Security Triggers at Airports (SAFEST)
Förderkennzeichen 13N12235 bis 13N12239
Öffentliche Infrastrukturen stellen eine besondere Herausforderung für die zivile Sicherheit dar. Zum einen gilt es, bei großen Menschenansammlungen, zum Beispiel in Stadien oder Flughäfen, sicherzustellen, dass im Fall eines bedrohlichen Ereignisses eine geordnete Evakuierung möglich ist. Zum anderen muss sofort erkannt werden, wenn ein unbefugter Zutritt zu sicherheitsrelevanten Bereichen erfolgt. Dazu wird das deutsch-französische Projekt SAFEST ein umfassendes Gefahrenerkennungs- und Krisenmanagementsystem für die Sicherheit in stark frequentierten Bereichen kritischer Verkehrsinfrastrukturen am Beispiel eines Flughafens erforschen. Die Lösung soll helfen, Gefahren zu erkennen und in einem solchen Fall die Passagiere und Besucher mithilfe mobiler Endgeräte über Fluchtmaßnahmen zu informieren.
Förderkennzeichen 13N12224 und 13N12225
Informationstechnische Steuerungs- und Leitsysteme in Wasserwerken haben eine zentrale Rolle für die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung. Diese Systeme müssen daher effizient vor Eingriffen mit Schadsoftware geschützt werden, um eine kontinuierliche Wasserversorgung sicherzustellen. Ziel des deutsch-französischen Projekts SCALA ist es, ein Schutzkonzept für Steuerungs- und Leitsysteme in der Wasserversorgung zu erarbeiten. Dieses Schutzkonzept bezieht organisatorische und technische Aspekte zum Schutz vor Eingriffen mit ein, um eine reibungslose Wasserversorgung auch in Zukunft zu sichern.
Online Security Managementsystem für Trinkwasserversorgungsnetze (Smart OnlineWDN)
Förderkennzeichen 13N12178 bis 13N12181
Trinkwasser ist eines unserer wichtigsten Lebensmittel. Um eine sichere Trinkwasserversorgung gewährleisten zu können, werden Wasserversorgungsnetze regelmäßig überprüft, um potentielle Gefahren für die Bevölkerung frühzeitig zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Das Ziel des Forschungsvorhabens Smart OnlineWDN ist die Entwicklung eines Werkzeugs, mit dem die optimale Platzierung leistungsfähiger Messsensoren zur Überwachung von Wasserversorgungssystemen ermittelt werden kann. Denn eine rasche Identifikation von verunreinigenden Stoffen im Verteilernetz ist eine wesentliche Voraussetzung für die schnelle Einleitung von Gegenmaßnahmen. Durch die Kombination mit herkömmlichen Wasserqualitätsparametern soll eine zuverlässige Alarmgenerierung in Echtzeit erreicht werden.