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Nachwachsende Rohstoffe als Alternative zum Öl

Als Energieträger und Ausgangsmaterial vieler chemischer Produkte bildet das Erdöl derzeit die Basis der Weltwirtschaft. Sein Vorrat geht jedoch zur Neige, und seine Verbrennung beschleunigt den Klimawandel. Nachwachsende Rohstoffe, die sich sowohl energetisch als auch materiell nutzen lassen, bieten eine vielversprechende Alternative zum Erdöl und anderen fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas. Ihr Potenzial zu erforschen und zu erschließen ist die Aufgabe dieses Zukunftsprojektes. Es ist ein integraler Bestandteil der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 der Bundesregierung. Die Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft begleitet das Projekt. Ihrer Empfehlung entsprechend hat die Bundesregierung 2009 einen BioÖkonomie-Rat eingerichtet.

Das Zukunftsprojekt verfolgt zwei große Ziele: Einerseits will es die Nutzung von Biomasse steigern, ohne damit in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion zu treten. Das kann sowohl durch Ertragsoptimierung auf existierenden Anbauflächen als auch durch die effiziente Verwendung von nicht essbaren Bestandteilen wie zum Beispiel Pflanzenwänden geschehen. Andererseits will es in Analogie zu heutigen Erdölraffinerien neue Prozesse zur vollständigen Nutzung von Biomasse etablieren: Bioraffinerien sollen künftig in der Lage sein, Biomasse in Energieträger wie beispielsweise Ethanol und in Bausteine für Chemikalien und Kunststoffe zu verwandeln.

 

Pilotanlagen für solche Bioraffinerien sollen im Sommer 2012 vom Chemisch-Biologischen Prozesszentrum (CBP) in Leuna und von der Firma Südchemie in Straubing in Betrieb genommen werden. Das von der Fraunhofer-Gesellschaft koordinierte CBP gehört zum Cluster "Bioeconomy", der im Januar 2012 als ein Sieger aus dem Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF hervorging.

 

Mit ihrer "Roadmap Bioraffinerien", die sie Mitte 2012 vorlegen wird, zeigt sich die Bundesregierung im globalen Wettbewerb gut gerüstet für die Ausgestaltung einer zukünftigen ökologisch basierten Ökonomie.

 

Federführende Ressorts: BMBF, BMELV

Mitwirkende Ressorts: BMI, BMU,  BMVBS, BMWi, BMZ

Budget: Für das Zukunftsprojekt sind im Rahmen der jeweils geltenden Finanzplanung bis zu 570 Mio. Euro vorgesehen.


 

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