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Auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen

Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung steigt kontinuierlich. 2030 werden in Deutschland bereits 22 Millionen Menschen leben, die über 65 Jahre alt sind. Das entspricht 29 % der Gesamtbevölkerung. Der demografische Wandel zu einer Gesellschaft des längeren Lebens stellt uns vor Herausforderungen und bietet zugleich Chancen, die es zu nutzen gilt. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung unter Federführung des BMBF die Forschungsagenda "Das Alter hat Zukunft" erarbeitet und Ende 2011 beschlossen. An deren sechs Forschungsfeldern orientieren sich die Handlungslinien dieses Zukunftsprojektes. Die Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft begleitet auch dieses Projekt.

Welche Ursachen und Konsequenzen hat der demografische Wandel in Deutschland, und wie prägt er die Lebensrealität älterer Menschen und ihre Rolle in der Gesellschaft? Das sind die Grundsatzfragen des ersten Forschungsfeldes, zu dem die Berliner Altersstudie II und der deutsche Alterssurvey zählen. Die weiteren Handlungslinien des Zukunftsprojektes thematisieren konkrete Aspekte des Alterns. Angestrebt werden die Entwicklung neuer Versorgungskonzepte, Techniken und Dienstleistungen, die dem demografischen Wandel gerecht werden, und darüber hinaus auch ein Erhöhen der Wertschätzung für das Alter. So wird untersucht, wie ältere Menschen sich mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen aktiv in Wirtschaft und Gesellschaft einbringen und ihre Potenziale - etwa in altersgemischten Arbeitsgruppen oder im Ehrenamt - erhalten und erschließen können.

 

Die Aufklärung der biologischen Mechanismen des Alterns soll es, im Einklang mit dem Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung, immer mehr Menschen ermöglichen, bei guter Gesundheit alt zu werden. Ein weiteres Ziel sind bauliche Lösungen, die es älteren Menschen erlaubt, sicher und unabhängig in ihrem eigenen Zuhause zu wohnen, barrierefrei und gegebenenfalls unterstützt von altersgerechten Assistenzsystemen. Damit ältere Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, müssen sie mobil und kontaktfähig bleiben. Das erfordert sowohl die alterssensible Anpassung kommunaler Infrastrukturen als auch die Entwicklung altersgerechter Mobilitäts- und Kommunikationstechnologien. Für die Lebensqualität alter Menschen und ihrer Familien ist es schließlich unabdingbar, umfassende Konzepte zu entwickeln, die - mit Vorrang im häuslichen Umfeld - eine menschenwürdige Pflege ermöglichen. Mit diesem Zukunftsprojekt stellt sich die Bundesregierung aktiv und produktiv auf den demografischen Wandel ein, der die meisten entwickelten Länder der Erde betrifft. Von den Ergebnissen des Zukunftsprojekts werden alle Generationen profitieren.

 

 

 

 

 

Federführendes Ressort: BMBF

Mitwirkende Ressorts: BMAS, BMFSFJ, BMG, BMI, BMVBS, BMWi

Budget: Für das Zukunftsprojekt sind im Rahmen der jeweils geltenden Finanzplanung bis zu 305 Mio. Euro vorgesehen.


 

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