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Nachhaltige Mobilität

Mobilität ist die unverzichtbare Voraussetzung persönlicher Freiheit, sozialen Zusammenlebens und wirtschaftlichen Wohlstands. Der weltweit wachsende Verkehr verbraucht jedoch immer mehr Flächen und Ressourcen. Er verursacht Lärm, Staus und Luftverschmutzung. Angesichts von Klimawandel, wachsender Weltbevölkerung und begrenzten fossilen Rohstoffen muss die zukünftige Mobilität auf eine neue, nachhaltige Grundlage gestellt werden. Die Bundesregierung verfolgt deshalb in diesem Zukunftsprojekt das Ziel, auf hohem Sicherheitsniveau Modelle einer nachhaltigen Mobilität zu entwickeln, die gleichzeitig die Emissionen mindern und die Umwelt schonen sowie die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken. Sie wird dabei beraten von der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft.

Das Zukunftsprojekt ist der Vorgabe des Energiekonzeptes der Bundesregierung verpflichtet, den Endenergieverbrauch im Verkehrssektor bis 2050 um 40 % gegenüber 2005 zu senken. Seiner strategischen Bedeutung entsprechend bündelt es ressortübergreifend zahlreiche Forschungsschwerpunkte und -initiativen. Sowohl beim Personen- als auch im Gütertransport sollen Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit der Verkehrsträger verbessert werden. Es wird entscheidende Beiträge dazu liefern, innovative Formen des motorisierten Individualverkehrs zu verwirklichen, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten, das Schienennetz zu modernisieren, den Luftverkehr zu optimieren und nutzerfreundliche intermodale Schnittstellen zu schaffen. Ferner zielt es darauf ab, die gesamte Verkehrsinfrastruktur den Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. In den Städten soll sich die Verkehrsplanung künftig noch stärker an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten.

Ein wichtiger Baustein des Zukunftsprojektes ist das 2011 beschlossene Regierungsprogramm "Elektromobilität". Demnach sollen 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern, Zulieferern, Energieversorgern und IKT-Unternehmen. Parallel dazu werden mit der Wasserstoff- und der Brennstoffzellentechnologie weitere alternative Energiespeicher erprobt. Fahrerassistenzsysteme, die IKT-unterstützt intelligentes Fahren ermöglichen, sowie elektronische mobile Informations- und Servicedienste sollen die Sicherheit im Verkehr weiter erhöhen und zu zusätzlichen Energieeinsparungen führen. Angesichts des zunehmenden Güterverkehrs ist es von großer Bedeutung, logistische Prozesse effektiver zu gestalten und eine bessere Vernetzung der Transportströme zu erreichen.

Mit diesem Zukunftsprojekt unterstreicht die Bundesregierung ihren Anspruch, Deutschland angesichts der weltweiten Herausforderungen durch wachsende Verkehrs- und Transportströme als führenden Anbieter nachhaltiger Mobilitätslösungen zu positionieren.

 

Federführende Ressorts: BMVBS, BMWi

Mitwirkende Ressorts: BMBF, BMELV, BMU

Budget: Für das Zukunftsprojekt sind im Rahmen der jeweils geltenden Finanzplanung bis zu 2,19 Mrd. Euro vorgesehen.


 

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