Das Bundeskabinett hat am 19. Mai 2010 den zweiten Bundesbericht Forschung und Innovation (BuFI) verabschiedet, der umfassend über die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der Bundesregierung, der Länder und der EU informiert. Er zeigt: Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland haben deutlich an Dynamik gewonnen.
Der Bundesbericht Forschung und Innovation (BuFI) ist das Standardwerk zur Forschungs- und Innovationspolitik Deutschlands. Er stellt übersichtlich und hochaktuell die verschiedenen Elemente des deutschen Forschungs- und Innovationssystems mit ihren Daten und Fakten vor.
Der BuFI wird dem Deutschen Bundestag alle zwei Jahre vorgelegt. Er nimmt Bezug auf die Ergebnisse der unabhängigen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die die Bundesregierung zu Fragen der Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik wissenschaftlich berät. Ihr aktuelles Gutachten hat die EFI am 24. Februar 2010 an Frau Bundeskanzlerin Merkel übergeben. "Die Experten bestätigen uns in unserem Innovations- und Wachstumskurs nachdrücklich", sagte Ministerin Schavan. "Sie unterstreichen die hohe Bedeutung von Bildung und Forschung in den Plänen der Bundesregierung."
Der BuFI 2010 zeigt: Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland haben deutlich an Dynamik gewonnen. So stiegen die Bundesausgaben zwischen 2005 und 2008 um 1,9 Milliarden Euro (21 Prozent). Und auch die Wirtschaft hat trotz der Unsicherheit durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Aufwendungen von 2005 bis 2008 um etwa 19 Prozent (7,4 Milliarden Euro) erhöht.
Diese Investitionen zahlen sich aus: Der Anteil forschungsintensiver Produkte und Dienstleistungen an der Wertschöpfung ist heute mit mehr als 45 Prozent in keinem anderen Industrieland höher als in Deutschland. Die Anzahl von Publikationen und Patenten ist seit dem Jahr 2000 um jeweils 20 Prozent gestiegen.
Die Schwerpunkte auf der internationalen FuE-Landkarte verschieben sich. Die globalen Ausgaben für FuE haben sich seit 1997 verdoppelt. Einige Länder gewinnen deutlich an Boden, andere Länder verlieren im Rennen um Forschung, Entwicklung und neue Märkte. Deutschland gehört wieder zu einer Spitzengruppe von Ländern mit einer sehr hohen FuE-Intensität. 2008 betrug der Anteil der FuE-Aufwendungen Deutschlands am Bruttoinlandsprodukt nach vorläufigen Berechnungen des BMBF circa 2,64 Prozent.
Um den guten Platz Deutschlands zu verteidigen, wird die Bundesregierung die strukturellen Reformen im Forschungs- und Innovationssystem fortführen. Sie wird Bildung und Wissenschaft dynamischer gestalten, die Hightech-Strategie für Deutschland weiterführen und Wissenschaft und Forschung stärker internationalisieren.
Angesichts der Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten gilt jetzt erst recht: Deutschland muss in FuE investieren, um den Standort zu sichern und damit den zukünftigen Wohlstand der Gesellschaft.

2010, 642 Seiten
Bestell-Nr.: 30545
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Kurzfassung
2010, 72 Seiten
Bestell-Nr.: 30542
Download [PDF - 3,62 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bufi_2010_kurzfassung.pdf)

Abstract
2010, 72 Seiten
Bestell-Nr.: 30550
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