In den schlanken Führungsetagen von heute sind Chefsekretariate zum Luxus geworden: viele Arbeiten werden an Fachabteilungen delegiert. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Sekretärinnen höhere Anforderungen erfüllen: Office-Managerinnen mit Spezialkenntnissen sind gefragt. STIFTUNG WARENTEST hat Seminare zu BWL und Projektmanagement getestet.
Der Kurs sollte methodisch-didaktisch gut aufgebaut und inhaltlich auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten sein. Deshalb sollten diese ähnliche Qualifikationen und Vorkenntnisse haben. Vorteilhaft für den Lernerfolg sind praktische Übungen und Gruppenarbeiten, von reinem Frontalunterricht ist abzuraten.
Zwei von drei Trainern im Bereich BWL fehlte es an Methodik und Konzept. Die Seminare waren zu theorielastig und stellten eine Hetzjagd durch die Lehrbücher dar - wobei angekündigte Themen aufgrund Zeitmangels einfach wegfielen. Besser sah es beim Projektmanagement aus. Hier bauten die Trainer viele praktische Übungen und Fallbeispiele in den Unterricht ein.
Angesichts der hohen Kursgebühren (knapp 300 bis 2.000 €) gibt es für derartige Qualifikationsmängel beim Personal keine Entschuldigung. Vermeiden kann das der Verbraucher Enttäuschungen nur, wenn er sich vorher gründlich informiert und auch in Sachen Dozenten-Qualifikation beharrlich nachfragt. Beharrlichkeit ist auch bei der Regelung der Finanzierung gefragt: Viele große Firmen haben ein Budget für Weiterbildung. Und das Recht auf Bildungsurlaub besteht in den meisten Bundesländern.
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