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Dossier

MINT-Förderung

Betriebe und Unternehmen suchen dringend Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker.  Zwar ist die Anzahl der Absolventen in den natur- und technikwissenschaftlichen Studienfächern, den so genannten MINT-Fächern,  in den vergangenen Jahren angestiegen, dennoch gibt es weiterhin einen hohen Bedarf. Absolventinnen und Absolventen in diesen Fächern haben auf dem Arbeitsmarkt hervorragende Chancen. Um dem MINT-Fachkräftemangel zu begegnen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht und sie mit zahlreichen öffentlichen Aktivitäten begleitet. Allein im Jahr 2010 investierte das BMBF auf diesem Gebiet 27 Millionen Euro; rund 1600 öffentliche und private Einzelinitiativen werden gefördert. 

MINT ist kein Beruf, MINT ist eine Perspektive

MINT, das ist die Abkürzung für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. MINT bedeutet ein breites Berufsspektrum von der Versicherungsmathematikerin, dem Informatikkaufmann, dem Biochemiker bis hin zur Kardiotechnikerin. MINT steht für Zukunftsbranchen wie beispielsweise Medizintechnik, Energieversorgung, Informationstechnik oder Biotechnologie. In diesen Wirtschaftsfeldern verbindet sich Erfindungsreichtum mit Leistungsfähigkeit. So entstehen Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten - in der Region, bundesweit und international.

Die Berufswelt ist heute eng vernetzt. Im MINT-Bereich gilt das umso mehr, weil die Grenzen zwischen den Fachbereichen fließend sind: Informatik funktioniert nicht ohne Mathematik, technische Innovationen entspringen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und so weiter. Das wiederum bedeutet, dass eine MINT-Ausbildung oftmals nicht dauerhaft auf einen bestimmten Job festlegt. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt vielmehr, dass sich immer wieder neue Möglichkeiten oder sogar ganz neue Berufsfelder für die persönliche, und fachliche, aber auch die finanzielle Weiterentwicklung ergeben. Mit einem MINT-Beruf kann man also langfristig einen vielversprechenden Weg einschlagen.

MINT-Karrieren beginnen mit einer Berufsausbildung oder einem Studium in einem technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Natürlich ist es dafür hilfreich, wenn man mit den Schulfächern Mathe, Physik & Co. nicht auf Kriegsfuß steht. In der Praxis zählen aber genauso Kreativität, Sorgfalt und Begeisterung, um abstrakte Formeln in konkrete Anwendungen zu übersetzen - und das in vier immer enger vernetzten Feldern:

Mathematik macht im Berufsleben variabel

Wo immer eine neue Idee entsteht, ob und wie sie funktioniert, muss zunächst berechnet werden. Mathematik ist überall gefragt. Das reicht vom futuristischen Möbelentwurf bis hin zur einer Marsmission. Mathematik ist die Grundlage der Versicherungslogik, der Vertriebslogistik, des Cloud Computings, der Sicherheit im Luftverkehr. Auch für den Entwurf und Bau eines Wolkenkratzers spielen mathematische Berechnungen eine wesentliche Rolle, ebenso wie bei den Dienstleistungen der Beratungsfunternehmen, die sich später darin einmieten.

Informatik lernen heißt Kommunikation gestalten

Angewandte Informatik spielt eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft, denn Software verändert unsere Kommunikation, unsere Entscheidungs- und Produktionsprozesse. Hier werden Apps entwickelt, die den Alltag erleichtern, oder Sicherheitssysteme programmiert, um unbefugte Zugriffe auf Rechenzentren zu verhindern. In der Kommunikationstechnologie beeinflussen sich Anwendungsideen und Technologien wechselseitig, so dass mit rasanter Geschwindigkeit immer neue Spezialgebiete entstehen.

Naturwissenschaften: Grundlagen und Anwendungen für unser Leben

Biologie, Chemie und Physik beschreiben die Phänomene des Lebens und unserer Umwelt. Dieses Wissen nutzen wir vielfältig - von der Krankheitserkennung und -behandlung bis zur Entwicklung neuer Speichermedien. Die Grenzen zwischen den einzelnen Naturwissenschaften weichen auf und es entstehen Schnittstellen zu benachbarten Bereichen wie zur Medizin oder Informatik. In der Grundlagenforschung sucht man mit Geduld nach Antworten auf komplexe Fragestellungen. In Ausbildungsberufen werden naturwissenschaftliche Kenntnisse angewandt, um Materialien zu prüfen, die Produktion von Lebensmitteln zu steuern oder die Umwelt zu schützen.

Technik verbindet Maschinen und Methoden

Technik nutzt naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Funktionsweisen. Die Bandbreite reicht von der industriellen Produktionsstraße bis zu Teppichböden, die gefährliche Stürze erkennen und Alarm auslösen. Wer sich für Technik begeistert, ist vor allem an praktischen Umsetzungen interessiert und sucht nach wirksamen Lösungen. So entstehen aus neuen Ideen neue Technologien und Produkte. Gleichzeitig erweitert sich das Berufsspektrum: Neben den Ingenieurwissenschaften, der Heizungs- und Lüftungstechnik oder Verfahrenstechnik gibt es heute interdisziplinäre Ausbildungen und Studiengänge im Bereich der Mechatronik, Nanotechnologie oder Photonik.

Warum MINT-Förderung?

Neue Berufsbilder und Fachkräftemangel

Die dargestellten Innovationsprojekte zeigen: Die Kreativität und die Schaffenskraft qualifizierter Fachkräfte sind der Schlüssel für die Lösung aktueller und zukünftiger Herausforderungen. Durch die Arbeit an solchen Innovationspotenzialen und die Dynamik der technologischen Entwicklung sind viele neue Disziplinen mit spannenden Berufsbildern entstanden: Bionik, Bioverfahrenstechnik, Mechatronik, Gentechnologie, Umwelttechnik, Digitaltechnik, Softwareengineering etc. Vor diesem Hintergrund bildet die Sicherung der Arbeitskräftebasis einen zentralen Handlungsschwerpunkt der Bundesregierung, denn der Fachkräftemangel ist schon heute deutlich spürbar - in einzelnen Branchen und Regionen ebenso wie bei bestimmten Qualifikationen. Und nahezu alle Prognosen kommen zu dem Ergebnis, dass sich auf mittlere Sicht insbesondere in folgenden Bereichen die Arbeitskräfteengpässe weiter verschärfen könnten: in den Gesundheits- und Sozialberufen, beim Lehrpersonal sowie in den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen.

MINT-Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Der MINT-Bereich nimmt in der Diskussion um den Fachkräftemangel eine Schlüsselrolle ein, weil die wirtschaftliche und technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands von diesen innovationsstarken Branchen bestimmt wird. Umso wichtiger, dass im Hinblick auf die demografische Entwicklung vorausschauend gehandelt und alles daran gesetzt wird, Personalengpässen im MINT-Bereich frühzeitig vorzubeugen.

Einerseits zeigen sich Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler überaus zufrieden mit ihrem Beruf: Laut der von acatech und VDI herausgegebenen Studie "Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften" würden 90 Prozent der Befragten den gleichen Beruf wieder wählen. Für jeden Dritten ist es sogar der Traumberuf. Andererseits ziehen aber nur zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler den Beruf des Ingenieurs für sich überhaupt in Erwägung. Und selbst von den an Naturwissenschaft und Technik interessierten Jugendlichen kann sich nur die Hälfte vorstellen, später in diesen Bereichen zu arbeiten.

Die Zahlen der Hochschulabsolventinnen und -absolventen in den Natur- und Technikwissenschaften sind in den vergangenen Jahren zwar angestiegen, doch der Bedarf ist bei Weitem noch nicht gedeckt. Vor allem der geringe Anteil von Frauen in MINT-Studienfächern zeigt, dass ein großes Potenzial noch unerschlossen ist.

MINT-Förderung entlang der Bildungskette

Eine Vielzahl von Maßnahmen ist darauf ausgerichtet, ein ausreichendes Fachkraftangebot im MINT-Bereich sicherzustellen und so dem drohenden Fachkräftemangel gerade in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen entgegenzuwirken. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass es Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gelingt, junge Menschen bereits frühzeitig für Natur- und Technikwissenschaften zu begeistern und einmal gewonnenes Interesse kontinuierlich entlang der Bildungskette aufrechtzuerhalten.

MINT-Förderung für Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene

Logo: Kleine ForscherHaus der Kleinen Forscher

Hier wird der Fruchtsäuregehalt von Äpfeln ermittelt, die Welt durch die Lupe betrachtet und ein Zug mit Magneten bewegt: Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" unterstützt mit Fortbildungsangeboten und Materialien pädagogische Fachkräfte dabei, den großen Forschergeist von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter zu begleiten. Erzieher und Lehrer werden kontinuierlich fortgebildet, mit Materialien versorgt und mit Ideen unterstützt. Eltern und weitere Bildungspartner werden einbezogen. So werden schon die Kleinsten für MINT begeistert - auf spielerische Art.

Hier finden Sie eine ausführliche Liste anderer MINT-Initiativen für Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene, sowie Experimente und Unterrichtsgestaltung.

Berufs- und Studienorientierung

logo: VBIO: Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in DeutschlandOnline-Studienführer: www.master-bio.de

Welcher Studiengang ist der richtige für mich? Soll ich mit dem Bachelor in den Beruf starten? Oder besser gleich noch einen Master-Abschluss anschließen? Lohnt sich die Promotion? Der neue "online-Studienführer Master in den Biowissenschaften" kann viele dieser Fragen beantworten. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und richtet sich an junge Agrarwissenschaftler genauso wie an Studierende der Medizintechnik oder der Aquatischen Biologie, um nur einige zu nennen.

Andere MINT-Initiativen für Berufs- und Studienorientierung finden Sie hier.

MINT-Förderung von Mädchen und jungen Frauen

Logo: Komm, Mach MINTNationaler Pakt "Komm, mach MINT"

Ziel des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen - "Komm, mach MINT" ist das
Potential von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe angesichts des sich
abzeichnenden Fachkräftemangels zu nutzen, im einzelnen:
  • ein realistisches Bild der ingenieur- und naturwissenschaftlichen Berufe zu vermitteln und die Chancen für Frauen in diesen Feldern aufzuzeigen,
  • junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu begeistern,
  • Hochschulabsolventinnen für Karrieren in technischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu gewinnen.

Zum Erreichen dieser Ziele ist ein breites Bündnis aus Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Frauen-Technik-Netzen, Medien und öffentlichen Einrichtungen erforderlich. Expertinnen und Experten der Partner sind in die Planung und Ausgestaltung einbezogen.

Links zu anderen Maßnahmen zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen im MINT-Bereich finden Sie hier.

Einblicke in Praxis und Forschung

Logo WeltmaschineWeltmaschine

Der Name erinnert an Science Fiction. Aber es gibt sie wirklich: die "Weltmaschine". Wissenschaftler aus aller Welt, viele davon aus Deutschland, wollen mit diesem gigantischen Forschungsinstrument dem Urknall auf die Spur kommen. "Weltmaschine" - das ist der Large Hadron Collider LHC, ein Teilchenbeschleuniger am Forschungszentrum CERN in Genf. Er ist 27 Kilometer lang und liegt 100 Meter tief in der Erde. Der LHC hat 2008 den Betrieb aufgenommen, und die Wissenschaftler wollen mit seiner Hilfe der Natur ihre Geheimnisse entlocken. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung war Deutschland von Anfang an maßgeblich an der Planung, Konstruktion und Finanzierung des LHC beteiligt. Die Info-Plattform www.weltmaschine.de zeigt, wie spannend Teilchenphysik ist.

Eine Liste der anderen MINT-Initiativen, die Einblicke in Praxis und Forschung anbieten, finden Sie hier.

Roadshows und Kampagnen

Logo: BiotechnikumBIOTechnikum

Ob bei der Herstellung von Insulin, der Diagnose von Krebserkrankungen oder der Überführung von Straftätern, ob beim Umweltschutz, Wäsche waschen oder Brot backen - überall nutzen wir Biotechnologie, meist ohne uns dessen bewusst zu sein. Über diese Forschung und ihre Einsatzfelder informiert die Initiative "BIOTechnikum. Leben erforschen - Zukunft gestalten". Dazu gehört ein rollendes Ausstellungsfahrzeug, ein riesiger LKW, in dem Wissenschaft zum Anfassen präsentiert wird: ein Labor auf Rädern!

Links zu andere Roadshows und Kampagnen in dem MINT-Bereich finden Sie hier.

 

Pressemeldungen

Dokumente

  • Screenshot des Dokuments

    Flyer - Drive-E-Studienpreis 2013

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     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Drive-E_Studienpreis_Flyer.pdf)

  • Screenshot des Dokuments

    Flyer - Drive-E-Akademie 2013

    Download [PDF - 264,2 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Drive-E_Akademie_Flyer.pdf)

  • Screenshot des Dokuments

    Aufruf zum Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag 2012

    Wie können Sie sich beteiligen? Mehr Informationen finden Sie hier.
    - nicht barrierefrei -

    Download [PDF - 61,7 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/GD_Aufruf2012.pdf)

  • Screenshot des Dokuments

    Faszination Informatik (2010)

    Presseinformation
    - nicht barrierefrei -

    Download [PDF - 52,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/presseinformation_informatikwettbewerb.pdf)

  • Screenshot des Dokuments

    Memorandum zum nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen (2008)

    - nicht barrierefrei -

    Download [PDF - 1,14 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/pakt_zu_mint_berufen.pdf)

  • Screenshot des Dokuments

    Flyer - Internationale JuniorScienceOlympiade: MINT-Nachwuchs früh fördern!

    - nicht barrierefrei -

    Download [PDF - 914,0 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Flyer_Quereinstieg.pdf)

  • IPhO Broschüre 2011

    Die Internationale PhysikOlympiade im Überblick

    - nicht barrierefrei -

    Download [PDF - 2,80 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/IPhO_Broschuere_2011.pdf)

  • Screenshot des Dokuments

    Die Internationale BiologieOlympiade im Überblick

    - nicht barrierefrei -

    Download [PDF - 852,7 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/IBO_Broschuere.pdf)

Zusatzinformationen

Reden

  • 17.06.2008

    Auftakt zum Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen

    Grußwort der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, MdB, anlässlich des Auftakts des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen am 17. Juni 2008 in Berlin

    Download

    [PDF - 33,2 kB]

    [URL: /pub/reden/mr_20080617.pdf]

Publikationen

  • MINT und Chancengleichheit in fiktionalen Fernsehformaten ID = 1402

    Titelbild der Publikation

    2011, 112 Seiten

    Download [PDF - 1,87 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/chancengleichheit_in_fiktionalen_fernsehformaten.pdf)

  • Perspektive MINT ID = 1529

    Titelbild der Publikation

    Wegweiser für MINT-Förderung und Karrieren in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

    2012, 80 Seiten

    Download [PDF - 4,39 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/perspektive_mint.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)