Gleichstellungsorientierte Wissenschaftspolitik
Ausschließlich auf Frauen bezogene Förderinstrumente sind rechtlich zulässig, wenn sie keinen Automatismus enthalten und transparente, nachprüfbare und in sich diskriminierungsfreie Kriterien zugrunde legen. Dies ist eines der wesentlichen Ergebnisse des Gutachtens
"Rechtliche Grundlagen für Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit in der Wissenschaft", das als Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung veröffentlicht wurde. Es beleuchtet die aktuelle Rechtslage im Hinblick auf die Möglichkeiten des Staates, eine gleichstellungsorientierte Wissenschaftspolitik zu betreiben.
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Das Gutachten stellt fest, dass strikte Vorgaben für Frauenanteile beispielsweise in Gremien oder bei Preisen zulässig sind, wenn es um Repräsentation oder um diverse fachliche Perspektiven und nicht in erster Linie um individuelle Leistung geht. Steht die fachliche Leistung des Einzelnen im Vordergrund, so sind flexible Zielvorgaben zulässig in Bereichen in denen eine Unterrepräsentation vorliegt. Die Vorgaben müssen realistisch sein, also beispielsweise an die personellen Verhältnisse auf der jeweiligen Qualifikationsstufe anschließen (sogenanntes Kaskadenmodell).
Das Gutachten bestätigt die aktive Gleichstellungspolitik des BMBF für Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowohl was die quantitative Verbesserung der Frauenanteile im Hochschulbereich, als auch die qualitative Verbesserung von Strukturen für mehr Chancengerechtigkeit betrifft. Für die sachgerechte rechtliche Ausgestaltung der dafür notwendigen Maßnahmen bietet die Broschüre allen mit Gleichstellung befassten Akteuren in Wissenschaft, Forschung und Politik wichtige Hinweise.
Die Verwirklichung von Chancengerechtigkeit ist ein Auftrag des Grundgesetzes. Sie ist in Bildung, Forschung und Beruf gesellschaftlich notwendig und wissenschaftspolitisch geboten und ein selbstverständlicher Bestandteil zukunftsweisender Bildungs- und Forschungspolitik. Hierzu gehört insbesondere, den Anteil von Frauen in Führungspositionen von Wissenschaft und Wirtschaft zu erhöhen.
Frauen im Wissenschaftssystem
An Deutschlands Hochschulen ist der Frauenanteil unter den Professuren auf einen neuen Höchststand gestiegen. Im Jahr 2010 lehrten und forschten nach den Daten des Statistischen Bundesamtes rund 7.945 Professorinnen. Der Anteil der Lehrstuhlinhaberinnen stieg seit 1995 von acht auf rund 19 Prozent an. Dabei unterscheidet sich der Frauenanteil deutlich zwischen den einzelnen Fachrichtungen: Nur in den Sprach- und Kulturwissenschaften liegt der Anteil der Professorinnen über 30 Prozent. In den Ingenieurwissenschaften beträgt ihr Anteil nur neun Prozent, im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften zwölf Prozent.
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Professorinnen-Programm
BMBF-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen im Gespräch mit Teilnehmerinnen der Fachtagung "Exzellenz und Chancengerechtigkeit", ©BMBFWeiterhin bleiben wertvolle Kompetenzen hochqualifizierter Frauen ungenutzt. Nach wie vor findet nach erfolgreicher Promotion ein Bruch statt: Während der Frauenanteil bei den Promotionen 2010 bei 44 Prozent lag, sind es bei den Habilitationen nur noch rund 25 Prozent. In den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen 2010 insgesamt bei nur 11,3 Prozent.
Um den Anteil von Professorinnen an den deutschen Hochschulen gezielt zu steigern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Ländern im Jahr 2007 das Professorinnen-Programm gestartet.
Über eine Laufzeit von fünf Jahren sollten mindestens 200 neue Stellen für Professorinnen an den deutschen Hochschulen geschaffen werden. Das Programm mit dem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro wird je hälftig vom BMBF und den Ländern finanziert. Universitäten, Fachhochschulen und künstlerische Hochschulen sollen auf der Grundlage einer positiven Begutachtung ihres Gleichstellungskonzepts die Möglichkeit erhalten, bis zu drei Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren gefördert zu bekommen.
Eine Übersicht über die bereits bewilligten Professuren können Sie hier einsehen.
Im Juni fand vor dem Hintergrund der Evaluation des Professorinnenprogramms in Berlin die Fachtagung "Exzellenz und Chancengerechtigkeit: Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder" statt. Gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Forschung wurden die Zielsetzungen und Erfolge des Programms reflektiert. Beiträge von Hochschulen und geförderten Professorinnen in Fachvorträgen, Impulsreferaten und Podiumsdiskussionen sowie die Präsentation innovativer gleichstellungsfördernder Maßnahmen haben gezeigt, wie das Professorinnenprogramm wissenschaftliche Exzellenz an deutschen Hochschulen befördert.
Weiterführende Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.
Die auf der Fachtagung präsentierte Ausstellung "Gleichstellungsfördernde Maßnahmen - Best Practice" finden Sie hier.
Das BMBF hat über das Professorinnen-Programm hinaus Maßnahmen initiiert, um die Chancengleichheit in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen, weiter zu verbessern: Die Verbesserung der Chancengleichheit wurde in alle großen Initiativen des BMBF als zentrales Ziel aufgenommen: die Exzellenzinitiative, den Hochschulpakt 2020 und den Pakt für Forschung und Innovation.
Kompetenzzentrum "Frauen in Wissenschaft und Forschung" (CEWS)
Das
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung - Center of Excellence Women and Science (CEWS) ist der nationale Knotenpunkt zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Ziele sind die Erhöhung des Frauenanteils in den Führungspositionen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Erhöhung der Effizienz der gleichstellungspolitischen Maßnahmen und die Beachtung von geschlechterbezogenen Aspekten in allen Wissenschafts- und Forschungsbereichen. Das CEWS fungiert als Think Tank für dieses Politikfeld, gibt Denkanstöße, initiiert Veränderungsprozesse, die es wissenschaftlich begleitet und gestaltet die erforderlichen Transferprozesse zwischen Wissenschaft und Politik aktiv mit. Als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung steht das CEWS Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Leistungen zur Verfügung.
Ein wichtiges Instrument zur Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen Führungspositionen ist die
Datenbank Femconsult. Sie enthält aktuelle Profile von mehreren tausend Wissenschaftlerinnen. Das Kompetenzzentrum ist ein Arbeitsbereich von GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Bereits seit 2003 wird vom CEWS im Zweijahresrhythmus ein
Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten herausgegeben, welches sich als ein Instrument der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert hat.
Kinderbetreuung an Forschungseinrichtungen
Durchsetzung von Chancengleichheit bedeutet auch, die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Arbeit und Familie zu verbessern. Daher bieten mittlerweile alle Einrichtungen der Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), und zunehmend auch die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), Kinderbetreuungsangebote für ihre Beschäftigten an. Das BMBF hat diese Angebote durch die Ermächtigung, Haushaltsmittel kostenneutral für Kinderbetreuung aufzuwenden, ermöglicht.
Frauen in der internationalen Forschung

In der EU sind Frauen auf allen Beteiligungsebenen der Forschung unterrepräsentiert. Chancengerechtigkeit und die Sicherung der Fachkräfte in Forschung und Entwicklung erfordern in der EU-Forschung eine höhere Beteiligung von Wissenschaftlerinnen. Deshalb wird im Rahmen der Forschungsrahmenprogramme das Ziel verfolgt, den Anteil von Wissenschaftlerinnen zu erhöhen und Forschung gendersensibel zu gestalten. Diese Ziele gelten auch für das laufende 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (2007-2013).
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Kontaktstelle "Frauen in die EU-Forschung"
In Deutschland unterstützt die 2001 eingerichtete vom BMBF geförderte Kontaktstelle "Frauen in die EU-Forschung" (FiF) dieses Ziel durch Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen und Beratung. FiF bietet Erstinformationen zu den Projekten des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms und berät Antragstellerinnen und potentielle Gutachterinnen. Ferner verfolgt FiF die Entwicklungen zur Beteiligung und zur Chancengleichheit.
Helsinki-Gruppe
In der Helsinki Gruppe befassen sich Vertreterinnen und Vertreter der jeweils zuständigen staatlichen Institutionen aus den europäischen Mitgliedsstaaten mit dem Politikfeld "Frauenförderung in Wissenschaft und Forschung". Ziel der Helsinki Gruppe ist die Unterstützung der Europäischen Kommission bei der Entwicklung vergleichender Statistiken und europäischer Indikatoren als Grundlage für die bessere Feststellung der Beteiligung von Frauen an der europäischen Forschung. Der Dialog und der Erfahrungsaustausch über Maßnahmen und Strategien zur Förderung der Beteiligung von Frauen in der Forschung auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene sind wichtige Inhalte der Arbeit dieser Beratungsgruppe.
Komm, mach MINT - mehr Frauen in MINT-Berufen

Fachkräfte mit Abschlüssen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - kurz MINT - haben vielfältige Arbeitsmöglichkeiten und hervorragende Berufsaussichten. Dennoch gehen wissenschaftliche Studien davon aus, dass bis zum Jahr 2013 330.000 Akademikerinnen und Akademiker fehlen werden, davon allein rund 70.000 aus dem Bereich der Naturwissenschaften und rund 85.000 aus den Ingenieurwissenschaften. Angesichts dieses Fachkräftemangels können wir es uns nicht leisten, auf das Potential von Frauen zu verzichten. Vielmehr muss das Potenzial von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe mobilisiert werden.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat daher gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft die Initiative
"Komm, mach MINT" gestartet, auch um deutlich mehr junge Frauen für die Zukunftsberufe in den MINT-Bereichen zu gewinnen. Die Initiative soll aufzeigen, wie die heutige MINT-Berufswelt aussieht und welche Chancen sich für Frauen eröffnen. Die Beiträge der einzelnen Partner reichen dabei vom Ausbau bestehender Kooperationen über neue Akzentuierungen bis hin zu neuen Kooperationen. Erfolgreiche Ansätze sollen in andere Regionen und Institutionen transferiert werden.00Eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ergänzt den Pakt. Unter anderem sind in einer Aktionslandkarte alle Angebote der Paktpartner veröffentlicht. Das BMBF unterstützt den Pakt mit drei Millionen Euro im Jahr.
Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag
Mädchen können am Girls'Day in Berufe aus Technik, IT, Naturwissenschaften und Handwerk schnuppern, lernen Frauen in Führungspositionen kennen und erproben in Workshops
Perspektive MINT: eine BMBF-Broschüre Möglichkeiten der Karriereplanung. "Der Girls' Day eröffnet Mädchen und jungen Frauen neue Perspektiven", so Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Mit bisher über einer Million Mädchen, die bundesweit am Mädchen-Zukunftstag teilgenommen haben, ist der Girls'Day die weltweit größte Beruforientierungsinitiative für Mädchen. Mit sichtbarem Erfolg: Der Anteil weiblicher Studierender in technisch-naturwissenschaftlichen Fachbereichen steigt stetig. Und die Unternehmen können junge Frauen für technische Bereiche gewinnen.
Der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag ist ein Projekt des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., welches mit bundesweiten Projekten die verstärkte Nutzung der Potenziale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und Technik sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern fördert. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. 00Der nächste Girls' Day findet am 25. April 2013 statt. Weitere Informationen gibt es hier.
Existenzgründungen von Frauen
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen an den Unternehmensgründungen deutlich zu erhöhen.
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Bundesweite Agentur für Gründerinnen
Um Unternehmerinnen ihren Berufsstart zu erleichtern, hat die Bundesregierung von 2004 bis 2010 den Aufbau der
bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) gefördert.
Die bga berät Frauen über alle Branchen und Phasen der Existenzgründung hinweg sowie in Hinblick auf Unternehmensnachfolgen. Dafür hat sie seit ihrer Gründung ein umfassendes Netzwerk mit über 1.400 Expertinnen und Experten sowie Beratungseinrichtungen aufgebaut. Über eine Hotline bietet die bga eine Erst- und Orientierungsberatung für Frauen in allen Phasen und über alle Branchen zum Thema Selbständigkeit.00Hotline für Gründerinnen: 01805/229022 und 01805/615002 (0,14 €/Minute); Internet:
http://www.gruenderinnenagentur.de/
Power für Gründerinnen
Das Aktionsprogramm
"Power für Gründerinnen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) motiviert Frauen Unternehmen zu gründen und verbessert strukturell die Umsetzung von Gründungsideen.
Die thematische Vielfalt der geförderten Projekte zeigt das große Interesse an dem Aktionsprogramm, aber auch den Bedarf an spezifischer Förderung. Bisher ist die Selbstständigenquote von Frauen halb so hoch wie die der Männer. Themenschwerpunkte der von "Power für Gründerinnen" geförderten Projekte sind u.a. technologieorientierte Gründungen, Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Förderung der Gründungsmotivation, prozessbezogene Gründungsforschung, Optimierung des Beratungsprozesses bei Multiplikatoren und Kreditgebern, Unternehmensnachfolge und spezifische Zielgruppen (z. B. Migrantinnen, Handwerk, ländlicher Raum).
Die Vernetzung der geförderten Projekte erfolgt durch die bundesweite Agentur für Gründerinnen. Eine Übersicht über die Projekte dieses Aktionsprogrammes gibt es hier.
WomenExist
Unternehmerische Kompetenzen von Frauen in Fach- und Führungspositionen und weibliche Existenzgründungen haben bereits in der Vergangenheit wesentliche Beiträge zum Wirtschaftswachstum und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze geleistet. Obwohl Studien belegen, dass Frauen anders gründen als Männer, sind viele Förderprogramme zur Existenzgründung eher auf männliches Gründungsverhalten zugeschnitten. WomenExist entwickelte in Zusammenarbeit mit Fach- und Führungskräften aus kooperierenden Unternehmen daher ein multimediales Lernsystem für selbstgesteuerte Lernprozesse. Kernelement sind Videosequenzen, Dokumentarfilme, Interviews etc. mit Entscheiderinnen und Entscheidern, die für die Lernenden praxisnah und in authentischer Weise Unternehmerisches Denken und Handeln erfahrbar machen. Das Lernangebot ist zum Selbstlernen im Internet unter
http://www.womenexist.de/ und auf DVD verfügbar.
Forschung zu geschlechterbezogenen Fragestellungen in Bildung und Forschung
Hochqualifizierte Frauen aus dem Ausland wollen in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau berufstätig sein. Allzu häufig sieht die Realität jedoch anders aus. Dies belegt eine Studie, die von der HU Berlin, der TU Hamburg-Harburg und der RWTH Aachen im Rahmen eines von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Forschungsprojekts erstellt wurde. Die Studie
"Arbeitsmarktintegration hochqualifizierter Migrantinnen - Berufsverläufe in Naturwissenschaft und Technik" zeigt, dass der Arbeitsmarktzugang für hochqualifizierte Migrantinnen mit ausländischen Bildungsabschlüssen bisher schwierig ist: Der Umzug nach Deutschland bedeutete für sie häufig einen Einbruch in der Karriere oder sogar eine Beschäftigung weit unterhalb des Qualifikationsniveaus.
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Frauen an die Spitze
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Menschen in unserem Land mehr Chancen auf Arbeit, Wohlstand und Teilhabe zu eröffnen. Hierzu braucht Deutschland eine neue Innovationskultur. Nur in einer innovativen Gesellschaft können sich die Talente aller bestmöglich entfalten. Die Beteiligung von Frauen im Wissenschaftssystem sowie in Führungspositionen entspricht noch nicht dem Anteil gut qualifizierter Frauen. Um neue Handlungskonzepte zu entwickeln, sind neue Erkenntnisse über die Ursachen dieser Situation erforderlich. Folgende Themenfelder sollen daher in interdisziplinären Forschungsansätzen genauer untersucht werden:
Berufsorientierungsprozesse
Da die Karriereentwicklung sowohl in der Wirtschaft als auch in der Wissenschaft und Forschung von der Wahl des Ausbildungsberufs oder Studienfachs abhängt, ist es erforderlich, neue Erkenntnisse über die Berufswahlprozesse zu gewinnen sowie neue Wege der Berufsfindung zu entwickeln.
Organisationsstrukturen und Karriereverläufe in Wissenschaft und Wirtschaft
Selbst in Bereichen mit hohem Frauenanteil gelingt es Frauen kaum, bis an die Spitze von Organisationen - gerade auch im Wissenschaftssystem - vorzudringen. Zudem sind Frauen in der beruflichen Selbständigkeit unterrepräsentiert. Deshalb sind diejenigen Faktoren zu untersuchen, die einer chancengerechten Karriereentwicklung - auch außerhalb des klassischen Beschäftigungsmodells - entgegenstehen, um daraus Handlungsansätze zu entwickeln. Dabei sind insbesondere die Organisationsstrukturen und -kulturen zu berücksichtigen.
Geschlechtsspezifische Fragestellungen in aktuellen Forschungsfeldern
Geschlechtsspezifische Fragestellungen sollen in unterschiedlichen Feldern der Forschung, insbesondere im MINT-Bereich, angemessen berücksichtigt werden. Denn durch die Integration von Genderaspekten wird die Innovationskraft der Forschung erhöht und ein Umdenken angestoßen.
Zurzeit werden rund 70 Projekte gefördert. Eine Liste der geförderten Projekte finden Sie
hier. Zur Vernetzung der Projekte und Kommunikation der Ergebnisse finden regelmäßig Fachtagungen statt.
Dokumente
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Berücksichtigung von Gleichstellungsaspekten bei EU-geförderten Forschungsvorhaben aus Deutschland (2012)
Abschlussbericht: GESIS - Leibniz-Institut fu0r Sozialwissenschaften
Download [PDF - 919,1 kB]
(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/ssoar-2012-lipinsky_et_al-Berucksichtigung_von_Gleichstellungsaspekten_bei_EU-geforderten.pdf)
-
Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten (2011)
GESIS - Leibniz-Institut fu0r Sozialwissenschaften
- nicht barrierefrei -
Download [PDF - 2,42 MB]
(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/cews-publik16.pdf)
-
Aufruf zum Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag 2012
Wie können Sie sich beteiligen? Mehr Informationen finden Sie hier.
- nicht barrierefrei -
Download [PDF - 61,7 kB]
(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/GD_Aufruf2012.pdf)
-
Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder
Gleichstellungsfördernde Maßnahmen Best Practice
Download [PDF - 6,04 MB]
(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/ausstellung_professorinnenprogramm.pdf)
-
Memorandum zum nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen (2008)
- nicht barrierefrei -
Download [PDF - 1,14 MB]
(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/pakt_zu_mint_berufen.pdf)
Pressemeldungen
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[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3297.php)
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[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3266.php)
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[Presse]
Pressemitteilung der Geschäftsstelle Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berfuen (URL: http://www.komm-mach-mint.de/Service/Presse/PM-MINT-Studienanf-Absolv)
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[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3245.php)
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[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3195.php)
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[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3046.php)
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[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2997.php)
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[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2905.php)
-
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2650.php)
-
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2319.php)