Projekt des Monats Januar 2013

Jeden Monat wird an dieser Stelle ein innovatives Forschungsvorhaben vorgestellt, das im Rahmen der Förderlinien des BMBF-Programms "Forschung an Fachhochschulen" gefördert wird. Das sogenannte "Projekt des Monats" gibt einen Einblick in praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsaktivitäten der Fachhochschulen.
Forschung, die unter die Haut geht

Neue Testverfahren zur Bestimmung von Wirkstoffen gegen Hautalterung

Dass ein Mensch älter wird, kann man ihm vom Gesicht ablesen. Denn mit den Jahren verliert die Haut an Spannkraft, sie wird dünner und Falten entstehen. Mitochondrien spielen bei der Hautalterung eine entscheidende Rolle. Sie sind die Kraftwerke der Zelle und neben der Energieerzeugung zuständig für viele weitere zelluläre Prozesse. Charakteristisch für sie ist, dass sie über eine eigene DNA verfügen, die sich von der des Zellkerns unterscheidet. Im Alter, bei Krankheit oder bei übermäßiger UV-Exposition kommt es zu Mutationen in der mitochondrialen DNA. Diese Veränderungen können bei Mitochondrien Funktionsstörungen auslösen, die die Haut altern lassen.

Forschungsteam MitoFunk: Projektleiter Prof. Dr. Jörg Bergemann mit seinen zwei Mitarbeitern Katja Matt und Daniel Gebhard (v.l.n.r) - Quelle: Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Forschungsteam MitoFunk: Projektleiter Prof. Dr. Jörg Bergemann mit seinen zwei Mitarbeitern Katja Matt und Daniel Gebhard (v.l.n.r) - Quelle: Hochschule Albstadt-SigmaringenEine Forschungsgruppe der Hochschule Albstadt-Sigmaringen untersucht die Wechselwirkungen zwischen zelleigenen Reparaturprozessen und der Funktion der Mitochondrien. Es wird angenommen, dass sich der Verlust der mitochondrialen Funktion negativ auf die DNA-Reparatur in Kern und Mitochondrien auswirkt. Außerdem können Störungen in der Mitochondrien-Funktion zur Entstehung von Hautkrebs beitragen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die molekularen Mechanismen des Alterns besser zu verstehen und Möglichkeiten der Krankheitsprävention zu entwickeln. Zuerst werden an menschlichen Hautproben die mitochondriale Funktion und die DNA-Reparaturkapazität in den Zellen bestimmt. Anschließend werden die Hautproben UV-Licht ausgesetzt und auf Mutationen untersucht. Mit Hilfe neuer Testverfahren werden dann Wirkstoffe identifiziert, die die Reparaturprozesse in den Zellen steigern und den Funktionsverlust der Mitochondrien ausgleichen. Damit soll der Zellalterung insgesamt entgegengewirkt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Forschungsprojekt im Rahmen der Förderlinie "FHprofUnt" mit rund 299.000 Euro.


Projekttitel: MitoFunk: Biologie von Alterungsvorgängen - Rolle der mitochondrialen Funktion am Modellsystem Haut

Zuwendungsempfänger: Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Projektlaufzeit: 01.08.2012 - 31.07.2015

Projektleitung: Prof. Dr. Jörg Bergemann 

Weitere Informationen: Bergemann@hs-albsig.de

Projektträger: Projektträger Jülich (PtJ) - Forschung an Fachhochschulen









Projekt des Monats

Ansprechpartner

  • Projektträger Jülich (PtJ)

    • Projektträgerschaft Forschung an Fachhochschulen Forschungszentrum Jülich GmbH
    • Filip Stiglmayer
    • Zimmerstraße 26-27
    • 10969 Berlin
    • Telefonnummer: 030 20199-32 56
    • Faxnummer: 030 20199-470
    • E-Mail-Adresse: f.stiglmayer@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/forschung_fachhochschulen