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Forum 9: Unternehmensgründung und -entwicklung: Schneller wachsen im Cluster?

Freitag, 24.2.2012 - Die Förderung von Start-Ups und Wachstumsunternehmen im Cluster ist ein zentrales Thema für Cluster aller Branchen und deren Clustermanagements. Das Forum beleuchtet mit Expertinnen und Experten aus den Clustern die Phasen der Unternehmensgründung und -entwicklung (Spin-Off, Start-Up, Wachstums-Unternehmen) und die damit einhergehenden Fragen zu Finanzierung und Dienstleistungen des Clustermanagements.

Struktur des Forums

Spin offs
  • Zugang zu Kapital und Dienstleistungen aus dem Clustermanagement
    Prof. Dr. Horst Domdey, BioM Biotech Cluster Development GmbH (Münchner Biotech Cluster)
  • Erfahrungsbericht eines Spin-Offs
    Dr. Barbara Mayer, SpheroTec GmbH (Münchner Biotech Cluster)
Start-Ups
  • Zusammenspiel zwischen Clusternetzwerk und Finanzierung - eine essenzielle Voraussetzung
    Dr. Peter Terhart, S-Refit AG
  • Erfahrungsbericht eines Start-Ups aus dem Medical Valley EMN
    Dr. Robert Pfeffer, cerbomed GmbH (Medical Valley)
  • Cluster Incubator - Die richtige "Hard- und Software" für Start-Ups im Bereich Medizintechnik
    Matthias Hiegl, Medical Valley Center GmbH (Medical Valley)
Wachstum-Unternehmen
  • Klein, groß, größer, Weltmarktführer - Welche Förderung brauchen Unternehmen zum Wachsen?
    David Hermanns, CyberForum e.V. (Software Cluster)
  • Weltwärts: Wachstum durch Internationalisierung
    Dr. Volker Zimmermann, IMC AG (Software Cluster)
  • Abschlussdiskussion

Moderation: Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Medical Valley EMN e.V. (Medical Valley)


Ergebnisse

Im Fokus des Forums stand ein für Cluster aller Branchen und deren Clustermanagements herausforderndes Thema: Die zielgerichtete und bedarfsorientierte Förderung von Start-Ups und Wachstumsunternehmen im Cluster. Für jede Phase der Unternehmensgründung und -entwicklung (Spin-Off, Start-Up, Wachstums-Unternehmen) gingen daher Expertinnen und Experten aus den Clustern (BioM, Medical Valley EMN, Software-Cluster, Cool Silicon) auf die Themen Finanzierung und Dienstleistungen des Clustermanagements ein. Abschließend gaben junge Unternehmen aus den jeweiligen Clustern Erfahrungsberichte zu den Herausforderungen der Unternehmensgründung und -entwicklung.

Aus den Vorträgen und anschließenden Diskussionen kristallisierten sich insbesondere die nachfolgenden Themen heraus, die cluster- und branchenübergreifende Relevanz besitzen und damit eine wertvolle Informationsquelle  zur Weiterentwicklung von Clustermanagement-Dienstleistungen darstellen: Im Bereich Finanzierung identifizierten die Clustervertreter die Schwierigkeit von Unternehmen, während der Phase der Unternehmensgründung und des Wachstums ausreichend Risikokapital zu beschaffen, als clusterübergreifende Fragestellung. Zur Überwindung des meist nach der Pre-Seed-Phase drohenden "Valley of Death" wurde dabei nicht nur in der Entwicklung geeigneter Förderprogramme (wie bspw. die in der Pre-Seed-Phase erfolgreich etablierten Programme GO-Bio oder eXIST), sondern auch in der Unterstützung durch das Clustermanagement ein wichtiges Aktionsfeld gesehen - z.B. durch den Aufbau von Finanzierungsnetzwerken, von eigenen Venture Capital Fonds oder durch die Durchführung von Investorenkonferenzen.

Im Bereich der unterstützenden Dienstleistungen durch das Clustermanagement wurde neben spezialisierten Angeboten wie dem Betrieb von eigenen Cluster Inkubatoren oder Programmen wie Finanzierungs-/Fördermittelberatung oder Boot-Camps von allen Clustervertretern die Entwicklung von Mentoren-Programmen als sinnvoll bewertet. Bei  der Fragestellung "Unternehmensmentor vs. Unternehmensberater" wurde dabei für ein unabhängiges Mentoring und Coaching durch erfahrene Führungskräfte aus der Clusterregion plädiert.

Als wichtig wurde darüber hinaus von allen Clustervertretern die Stimulation einer "Gründer-Szene", einer positiven "Gründer-Atmosphäre" betrachtet. Die Netzwerkarbeit und das Profitieren von Erfahrungen anderer Unternehmen wurden als zentrale Vorteile in Clustern gesehen.  Dabei wurde auch die Chance benannt, dass junge Unternehmen z.T. sogar von bestehenden Unternehmen im Cluster "Hucke-Pack" genommen werden, also durch die enge Zusammenarbeit mit Groß-Unternehmen in ihrem Wachstum gefördert werden. Aufgabe des Clustermanagement sei es hier, die Bildung einer solchen stimulierenden Atmosphäre zu fördern.


Auf Anfrage stellen wir Ihnen die Beiträge und Präsentationen aus Forum 9 als Downloadlink zur Verfügung.

Bitten wenden Sie sich hierfür an das Organisationsteam im Projektträger Jülich:

E-Mail: info-ck2012@fz-juelich.de

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