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Mit Bioökonomie die Zukunft gestalten - Bioraffinerie-Pilotanlage in Leuna geht in Betrieb

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine europaweit einmalige Bioraffinerie-Anlage in Leuna eingeweiht, in der aus Holzabfällen Material für die Herstellung von Biokunststoffen gewonnen wird. Die Anlage gehört zum Fraunhofer Zentrum für Chemisch-Biologische Prozesse (CBP) und ist ein zentraler, strategischer Baustein des Spitzenclusters "BioEconomy". Der Spitzencluster "BioEconomy" ist 2012 in der 3. Wettbewerbsrunde ausgewählt worden und einer von insgesamt drei ostdeutschen Gewinnern des Wettbewerbs insgesamt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der Bioraffinerieanlage in Leuna
Bei ihrem Besuch in Leuna betonte die Bundeskanzlerin, dass sich der Chemiestandort zu einem Aushängeschild für die Attraktivität Sachsen-Anhalts entwickelt habe. "Die neuen Bundesländer kommen beim Aufbau Ost weiter voran", stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Einweihung fest.

Holz, die Basis für neue Rohstoffe

Weltweit arbeiten Chemieunternehmen daran, Erdöl durch nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzen, Stroh, Holz oder Mikroalgen zu ersetzen. Forscher des Clusters "BioEconomy" konnten bereits unter Laborbedingungen Kunststoffe aus Biomasse produzieren. Als Rohstoff wurden Holzabfälle eingesetzt, die in Lignin und Zellulose getrennt wurden. Die gewonnene Zellulose dient nun als Material für Biokunststoffe. Das Lignin wird als Bindemittel in der Holzindustrie verwendet.


Gerd Unkelbach, Leiter der Projektgruppe CBP (li), erläutert Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Reiner Haseloff und der Bügermeisterin von Leuna, Dietlind Hagenau, die Funktionsweise der Bioraffinerie.
Eines der Ziele des Clusters ist es, ihre Ergebnisse auf große Holzmengen zu übertragen. Dafür reichen die bisherigen Kapazitäten jedoch nicht aus. Mit der neuen Bioraffinerie-Anlage bieten sich neue Möglichkeiten: Die vollständige Verwertung von Holz kann in großem Umfang getestet werden. Die Inbetriebnahme der Anlage ist der nächste wichtige Schritt hin zur industriellen Nutzung. Bis zu einer Tonne Holz können pro Woche verarbeitet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: bioeconomy.de und unter bundesregierung.de.

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