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Nationale Plattform Zukunftsstadt

Die Welt ist städtisch. Weltweit lebt heute jeder zweite Mensch in einer Stadt - in Deutschland sind es bereits 70 Prozent. Um die nachhaltige Entwicklung der Städte sicher zu stellen, benötigen sie die Unterstützung durch die Forschung. Im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist hierzu das Zukunftsprojekt der "CO2-neutralen, energieeffizienten und klimaangepassten Stadt" entwickelt worden. In der Nationalen Plattform Zukunftsstadt arbeiten Experten aus den Kommunen, der Wissenschaft und der Wirtschaft an der Verwirklichung. Im Jahr 2015 wollen sie hierzu eine strategische Forschungsagenda vorlegen.

Die Nationale Plattform Zukunftsstadt wird

  1. Synergien zwischen den laufenden Forschungsprojekten entwickeln und nutzen;
  2. Leitlinien für die systemische Vernetzung von Technologieentwicklungen und die Zusammenarbeit der relevanten Akteure erarbeiten;
  3. den Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis gestalten;
  4. neue Felder und Forschungsbedarfe für die Entwicklung erschließen.

Mitglieder des Forums National Plattform Zukunftstadt, Copyright BMBFMitglieder des Forums National Plattform Zukunftstadt, Copyright BMBF (das Bild zum Vergrößern anklicken)Die Arbeit an der strategischen Forschungsagenda wird durch die beteiligten Ressorts (BMBF, BMVBS und BMU), Kommunen, Wirtschaft und Forschung vorangetrieben. Ziel ist ein abgestimmtes und konzertiertes Programm für die Forschung. Die Plattform schafft für die Beteiligten neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung.

Für die konkrete Ausarbeitung der Programme organisiert die Plattform vier Arbeitskreise und lädt Experten dazu ein. Die Themen sind:

  1. Energie- und Ressourcenverbrauch
    Wie sich der Energie- und Ressourcenverbrauch auf die Städte konzentriert, kann und muss er hier auch drastisch reduziert werden. Das betrifft den sparsameren Energieverbrauch genauso wie ein verändertes Stoffstrommanagement für eine effizientere Nutzung von Ressourcen.
  2. Klimaanpassung
    Der Klimawandel wird sich in den kommenden Jahren bemerkbar machen. Wir müssen feststellen, wie und wie stark er uns betreffen wird. Und wir müssen die Infrastruktur unserer Städte daran anpassen und damit die Widerstandsfähigkeit gegen Klimaveränderungen verbessern.
  3. Beteiligung
    Die Städte sind Lebensraum vieler Menschen und die Bürger wollen mitreden, wenn dieser verändert wird. Es geht darum, innovative Arbeits-, Entscheidungs- und Beteiligungsverfahren bereitzustellen, damit Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik den Prozess der Transformation gestalten können, der die Chancen für alle nutzt und Härten vermeidet.
  4. Systemforschung
    Es werden vielseitig und individuell anwendbare Konzepte zur Stadtentwicklung benötigt. Die zentrale Herausforderung liegt nicht in der Optimierung einzelner Technologiebereiche, sondern in der langfristigen Zusammenführung der Stadtsysteme für eine nachhaltige Stadt.

Eine Geschäftsstelle organisiert die Arbeit der Plattform. Sie wird gemeinsam von der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Deutschen Institut für Urbanistik betrieben. Der Leiter der Geschäftsstelle ist Dr. Eckhard Hertzsch vom FhG-Institut für Bauphysik.

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