Das Wissenschaftskolleg zu Berlin wird seit 1984 zu gleichen Teilen vom Land Berlin und vom Bund finanziert, derzeit beträgt die institutionelle Förderung des Bundes 3.126.000 Euro pro Jahr. Sein Ziel ist es, international anerkannten sowie vielversprechenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, sich frei von Verpflichtungen für ein akademisches Jahr auf selbstgewählte Arbeitsvorhaben zu konzentrieren.
Die Einladungen werden mithilfe eines internationalen Beirats so ausgesprochen, dass sich gegenseitige Anregungen über die Grenzen der Disziplinen, aber auch unter Forscherinnen und Forschern aus unterschiedlichen Wissenskulturen erwarten lassen.
Das Wissenschaftskolleg sorgt dabei für optimale Bedingungen, damit die Fellows sich ganz ihrer selbstgewählten Aufgabe widmen und dabei von dem Anregungs- und Kritikpotenzial einer herausragenden Forschergemeinschaft profitieren können.
Aus einer solch intellektuell heterogenen Atmosphäre entsteht ein produktiver Irritationseffekt, der den eigenen Ansatz modifiziert. Diese spezielle Form der kritischen Selbstüberprüfung ist nur in einem Rahmen der Freiheit und der geistigen Vielfalt möglich. Dazu gehört, dass herausragende Künstler und Intellektuelle eingeladen werden.