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Neue Ressourcen in den Geisteswissenschaften: eHumanities

Das BMBF begann 2006 mit TextGrid - einem der ersten sechs Förderprojekte der D-Grid-Initiative und dabei dem einzigen Projekt in den Geisteswissenschaften -  mit der Förderung innovativer Forschungsinfrastrukturen. Mit D-SPIN folgte 2008 ein weiteres Infrastrukturprojekt für die Sprachwissenschaften, das ein Vorläufer des ESFRI-Projektes CLARIN war (Common Language Resources and Technology Infrastructure). Mit den Verbundprojekten DARIAH-DE und Clarin-D beteiligt sich das BMBF am Aufbau einer europäischen Forschungsinfrastruktur im Rahmen des "European Strategic Forum for Research Infrastructure". Der Verbund DARIAH-DE unterstützt und erweitert die Nutzung digitaler Methoden in den Geisteswissenschaften u. a. durch den Aufbau virtueller Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften sowie durch die Verknüpfung vorhandener digitaler Ressourcen. Im Projektverbund Clarin-D werden linguistische Daten, Werkzeuge und Dienste in einer integrierten, interoperablen und skalierbaren Infrastruktur für die Fachdisziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften bereitgestellt.

Das BMBF hat mit der Bekanntmachung "Richtlinien zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus dem Bereich der eHumanities" vom 10.05.2011 die Förderung zur Entwicklung innovativer Forschungsansätze auf der Basis von Informatikmethoden systematisch für den Bereich der eHumanities aufgebaut, nachdem dies in der Bekanntmachung "Wechselwirkung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften" bereits in Ansätzen erfolgt war. Ziel der eHumanities-Fördermaßnahme ist es, solche Forschungsprojekte in den Geistes- und qualitativen Sozialwissenschaften zu fördern, die - bei gleichberechtigter Stellung der Informatik - beispielhaft innovative Forschungsansätze in diesen Disziplinen anhand einer Forschungsfrage entwickeln. Nach dem Begutachtungsprozess wurden 24 Verbund- und Einzelprojekte für eine Förderung mit einem Volumen von insgesamt ca. 21 Millionen Euro ausgewählt, von denen die ersten Projekte im Mai 2012 die Arbeit aufnahmen.

Im Januar 2013 wurde die zweite Bekanntmachung zu den eHumanities mit den zwei Förderlinien:

  1. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und
  2. eHumanities-Zentren

veröffentlicht. Mit der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und des Auf- und Ausbaus von eHumanities-Zentren sollen die eHumanities weiter gestärkt werden.

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