Mit diesem Schwerpunkt greift das BMBF eine Entwicklung der Geisteswissenschaften der letzten Jahre auf, welche die materielle Kultur stärker in den Fokus ("material turn") nimmt. Damit verbunden ist die Frage, wie Wissen in kulturell geschaffenen und verwendeten Objekten wirkt. Impulse zu der Frage, was Objekte über eine Gesellschaft und ihre Geschichte verraten oder welche Bedeutungen diese transferieren, geben in Deutschland derzeit vor allem die Empirische Kulturwissenschaft, die Kunstgeschichte und die Archäologie sowie die kultur- und technikhistorischen Museen.
Mit der Bekanntmachung soll u.a. angeregt werden, dass sich auch Wissenschaftszweige der sammlungsbezogenen Forschung zuwenden, die bisher weniger objektorientiert geforscht haben, wie z.B. die Geschichts- und Sozialwissenschaften. Im interdisziplinären Diskurs sollen neue Zugänge zum Verständnis europäischer und außereuropäischer Gesellschaften und Wissenskulturen entwickelt werden.
Zur ersten Ausschreibung im Jahr 2012 wurden zahlreiche Projektskizzen eingereicht, die Förderentscheidungen werden im ersten Quartal 2013 bekanntgegeben.
Der nächste Termin zur Einreichung von Antragsskizzen ist der 15. August 2013.