Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) fördert die Forschung außerhalb der Hochschulen und betreibt in eigenen Instituten Grundlagenforschung in den Natur- und Geisteswissenschaf-ten sowie den Ingenieur- und Lebenswissenschaften. Die Mittel der MPG stammen zu etwa 95% aus der öffentlichen Hand, die restlichen 5% kommen von Mitgliedschaftsbeiträgen, Spenden sowie aus eigenen Erträgen. Die institutionelle Förderung beträgt 2006 (Soll) 1.022 Mio. €, das entspricht einer Steigerung von 3,0% gegenüber dem Vorjahr. Bund und Länder sind an der Finanzierung jeweils zur Hälfte beteiligt.
Die MPG unterhält derzeit ca. 80 eigene Institute sowie Forschungsstellen.
Zentrales Entscheidungs- und Aufsichtsgremium der MPG ist der Senat. Er besteht aus den von der Hauptversammlung gewählten Senatoren sowie den Amtssenatoren. Der Senat wählt den Präsidenten und aus seiner Mitte die Mitglieder des Verwaltungsrats. Ferner beschließt er über die Gründung bzw. Schließung von Instituten und Abteilungen und die Berufung der Wissenschaftlichen Mitglieder und Direktoren. Er stellt ferner den Gesamthaushaltsplan sowie Jahresbericht und Jahresrechnung fest.
Im mehrgleisigen System der institutionellen Forschungsförderung in Deutschland werden durch die MPG nicht flächendeckend sämtliche Wissensgebiete und Themenstellungen bearbeitet, sondern vorrangig neue, besonders innovative Forschungsrichtungen aufgegriffen, die an den Hochschulen in Deutschland noch keinen oder keinen ausreichenden Platz finden oder wegen ihres interdisziplinären Charakters nicht in das Organisationsgefüge der Hochschulen passen.
Max-Planck-Institute bestehen somit komplementär zur Hochschulforschung, sie haben in einzelnen Bereichen eine Schwerpunkt-, in anderen Bereichen eine Ergänzungsfunktion.
Die herausragende Stellung der MPG im deutschen Forschungssystem und im internationalen Kontext beruht auf den international anerkannten Forschungsleistungen ihrer wissenschaftlichen Mitglieder. Dies illustriert nicht zuletzt die große Zahl begehrter Anerkennungen, unter denen 16 Nobelpreise seit 1954, davon elf seit 1984, besonders hervorzuheben sind. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die institutionelle Grundfinanzierung der MPG. Die damit verbundene wissenschaftliche Autonomie nutzt die Gesellschaft sehr erfolgreich, um bisher nicht ausreichend bearbeitete Gebiete in zukunftsträchtigen Forschungsfeldern zu identifizieren, hierfür die weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen und eine führende Rolle in einer Reihe von Forschungsgebieten zu übernehmen. Im weltweiten Vergleich wurden hervorragende Centers of Excellence geschaffen.
Die Arbeit der MPG und ihre Kooperationen sind grundsätzlich interdisziplinär angelegt. Durch ein eingespieltes System der internen und externen Evaluation sichert die MPG die Qualität ihrer Leistungen auf hohem Niveau. Arbeitsgebiete, die den Kriterien höchster Qualität und Zukunftsfähigkeit nicht mehr entsprechen, werden beendet.
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