14.05.2012
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG)
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) fördert die Forschung außerhalb der Hochschulen und betreibt in eigenen Instituten Grundlagenforschung in den Natur- und Geisteswissenschaften sowie den Ingenieur- und Lebenswissenschaften. Die Mittel der MPG stammen zu etwa 95% aus der öffentlichen Hand, die restlichen 5% kommen von Mitgliedschaftsbeiträgen, Spenden sowie aus eigenen Erträgen. Die institutionelle Förderung erfolgt durch Bund und Länder jeweils zur Hälfte.
Science Gallery der Max Planck Gesellschaft eröffnet.
Dr. Ludwig Kronthaler (Generalsekretär der MPG), Friede Springer (Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Axel Springer AG), Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan, Prof. Dr. Günter Stock (Präsident Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) und Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth vor einem Exponat der Science Station © MPG, Arne Sattler.
Mit der Science Gallery bietet die MPG eine neue, innovative Plattform für den Dialog zwischen Grundlagenforschung und Öffentlichkeit: Wissenschaft zum Anfassen, zum Erleben, zum Diskutieren.
Kommunikations-Orte werden in unserer Wissenschaftsgesellschaft immer wichtiger - deshalb auch das geplante Haus der Zukunft: Mitten in Berlin soll mit Unterstützung von Wissenschaft und Wirtschaft in den nächsten Jahren ein lebendiger Ort der Zukunftsvergegenwärtigung entstehen, eine erste Adresse im Land von Forschung und Innovation. Dafür gibt die Science Gallery spannende Anregungen.
Struktur:
Die MPG unterhält derzeit ca. 80 eigene Institute sowie Forschungsstellen.
Zentrales Entscheidungs- und Aufsichtsgremium der MPG ist der Senat. Er besteht aus den von der Hauptversammlung gewählten Senatoren sowie den Amtssenatoren. Der Senat wählt den Präsidenten und aus seiner Mitte die Mitglieder des Verwaltungsrats. Ferner beschließt er über die Gründung bzw. Schließung von Instituten und Abteilungen und die Berufung der Wissenschaftlichen Mitglieder und Direktoren. Er stellt ferner den Gesamthaushaltsplan sowie Jahresbericht und Jahresrechnung fest.
Arbeitsweise der MPG:
Im mehrgleisigen System der institutionellen Forschungsförderung in Deutschland werden durch die MPG nicht flächendeckend sämtliche Wissensgebiete und Themenstellungen bearbeitet, sondern vorrangig neue, besonders innovative Forschungsrichtungen aufgegriffen, die an den Hochschulen in Deutschland noch keinen oder keinen ausreichenden Platz finden oder wegen ihres interdisziplinären Charakters nicht in das Organisationsgefüge der Hochschulen passen.
Max-Planck-Institute bestehen somit komplementär zur Hochschulforschung, sie haben in einzelnen Bereichen eine Schwerpunkt-, in anderen Bereichen eine Ergänzungsfunktion.
- Die MPG fördert die Grundlagenforschung außerhalb der Hochschulen in den Bereichen der Biologisch-Medizinischen Forschung, der Chemisch-Physikalisch-Technischen Forschung sowie der Geisteswissenschaftlichen Forschung.
- Die MPG bietet herausragenden Forscherinnen und Forschern in besonders wichtigen oder zukunftsträchtigen, international kompetitiven Gebieten der Grundlagenforschung besonders gute Arbeitsbedingungen in Instituten (Forschungsträgerfunktion).
- Es werden Forschungsvorhaben durchführt, die so große oder so spezielle Einrichtungen oder so erhebliche Mittel erfordern, dass sie nicht oder noch nicht von den Hochschulen übernommen werden können, bzw. Forschungsressourcen zur gemeinsamen Nutzung mit anderen Wissenschaftsorganisationen bereitgestellt (Unterstützungs- und Ergänzungsfunktion).
- Seit 1969 fördert die MPG besonders begabte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen von zeitlich befristeten "Selbständigen Nachwuchsgruppen". Den im internationalen Wettbewerb ausgewählten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurde seitdem die Möglichkeit gegeben, in einer ersten Phase eigenverantwortlicher Forschungstätigkeit auf der Basis eines begrenzten, aber gesicherten Etats die Grundlage für einen erfolgreichen beruflichen Weg als Wissenschaftler zu legen.
- Die International Max Planck Research Schools bieten deutschen und ausländischen Studierenden die Möglichkeit, sich an ausgesuchten Standorten mit den exzellenten Forschungs- und Lernbedingungen von Max-Planck-Instituten und benachbarten Universitäten auf die Promotionsprüfung vorzubereiten, die dann an der jeweiligen Universität abgelegt werden kann. Die Hälfte aller Studierenden von International Max Planck Research Schools stammt aus dem Ausland.
Die herausragende Stellung der MPG im deutschen Forschungssystem und im internationalen Kontext beruht auf den international anerkannten Forschungsleistungen ihrer wissenschaftlichen Mitglieder. Dies illustriert nicht zuletzt die große Zahl begehrter Anerkennungen, unter denen 16 Nobelpreise seit 1954, davon elf seit 1984, besonders hervorzuheben sind. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die institutionelle Grundfinanzierung der MPG. Die damit verbundene wissenschaftliche Autonomie nutzt die Gesellschaft sehr erfolgreich, um bisher nicht ausreichend bearbeitete Gebiete in zukunftsträchtigen Forschungsfeldern zu identifizieren, hierfür die weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen und eine führende Rolle in einer Reihe von Forschungsgebieten zu übernehmen. Im weltweiten Vergleich wurden hervorragende Centers of Excellence geschaffen.
Die Arbeit der MPG und ihre Kooperationen sind grundsätzlich interdisziplinär angelegt. Durch ein eingespieltes System der internen und externen Evaluation sichert die MPG die Qualität ihrer Leistungen auf hohem Niveau. Arbeitsgebiete, die den Kriterien höchster Qualität und Zukunftsfähigkeit nicht mehr entsprechen, werden beendet.
- Durch vielfältige Kooperationen auf nationaler Ebene und im internationalen Wettbewerb ist die MPG ein zentraler Knotenpunkt im Netz des deutschen Forschungssystems.
Die Max-Planck-Gesellschaft wurde 1948 in der Tradition der früheren Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als gemeinnützige Forschungsorganisation in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit juristischem Sitz in Berlin gegründet; der Präsident und die Generalverwaltung haben ihren Standort in München.
Weitere Themen
Aus dem Themenbereich Forschung
Der Chemie-Nobelpreis 2007 geht an Prof. Dr. Gerhard Ertl. Er war bis zu seiner Emeritierung 2004 als Leiter der Abteilung für Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin tätig. Ertl wurde ausgezeichnet "für seine Studien von chemischen Verfahren auf festen Oberflächen". Sein wissenschaftliches Verdienst ist die Entwicklung einer Methodologie für die Oberflächenchemie, die ein vollständiges Bild der Reaktionen einer Oberfläche ergibt. Seine Arbeiten finden heute breite Anwendung unter anderem in Katalysatoren von Autos oder der Produktion von Düngemitteln.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/11419.php)
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Aus dem Themenbereich Wissenschaft
Die Lebenswissenschaften einschließlich der medizinischen Forschung sind eines der Hauptarbeitsgebiete der MPG: Etwa die Hälfte der 80 Institute der MPG sind in der biologisch-medizinischen Sektion zusammengefasst. Die lebenswissenschaftlichen Forschungsgebiete in der MPG umfasst die Entwicklungs- und Evolutionsbiologie/ Genetik, die Immun- und Infektionsbiologie/ Medizin, Kognitionsforschung, die Mikrobiologie/Ökologie, Neurobiologie sowie die Pflanzenforschung und Struktur- und Zellbiologie. Die Max-Planck-Institute arbeiten dabei eng vernetzt mit Universitäten und Forschungsinstituten im In- und Ausland zusammen.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2784.php)
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Aus dem Themenbereich Wissenschaft
Alle Institute der Max-Planck-Gesellschaft im geografischen Überblick.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6720.php)