Wissenschaft

Fraunhofer-Gesellschaft (FhG)

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte deutsche Forschungseinrichtung für ingenieur- und naturwissenschaftliche Fachgebiete. Sie betreibt vor allem anwendungsorientierte Forschung im Auftrag von Unternehmen, aber auch für staatliche Auftraggeber.

Die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) betreibt anwendungsorientierte Forschung zum unmittelbaren Nutzen für Unternehmen und zum Vorteil der Gesellschaft. Vertragspartner und Auftraggeber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentliche Hand. Im Auftrag und mit Förderung durch Ministerien und Behörden des Bundes und der Länder werden zukunftsrelevante Forschungsprojekte durchgeführt, die zu Innovationen im öffentlichen Nachfragebereich und in der Wirtschaft beitragen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt derzeit rund 80 Forschungseinrichtungen, davon 60 Institute, an über 40 Standorten in ganz Deutschland.

Rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, bearbeiten das jährliche Forschungsvolumen von gegenäwrtig 1,6 Mrd. €. Davon fallen mehr als 1,1 Mrd. € auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Für rund zwei Drittel dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft Erträge aus Aufträgen der Industrie und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Ein Drittel wird von Bund und Ländern beigesteuert, um damit den Instituten die Möglichkeit zu geben, Problemlösungen vorzubereiten, die in fünf oder zehn Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft aktuell werden.

Ihren Namen verdankt die 1949 gegründete Fraunhofer-Gesellschaft dem als Forscher, Erfinder und Unternehmer gleichermaßen erfolgreichen Münchener Gelehrten Joseph von Fraunhofer (1787 - 1826).

Die Geschäfte der Fraunhofer-Gesellschaft führt der Vorstand; er besteht aus dem Präsidenten und drei hauptamtlichen Mitgliedern. Der Senat wird von der Mitgliederversammlung gewählt und beschließt die Grundzüge der Forschungspolitik, die Forschungs- und Ausbauplanung und entscheidet über die Errichtung bzw. Auflösung oder fachliche Zusammenfassung von Instituten. Der Wissenschaftlich-Technische Rat berät und unterstützt die Organe der Gesellschaft in Fragen von grundsätzlicher Bedeutung. Träger der Forschungsarbeit der Fraunhofer-Gesellschaft sind die Institute. Den Leitern der Institute und den Organen der Gesellschaft stehen die Institutskuratorien, die vom Vorstand berufen werden, beratend zur Seite.

Die Fraunhofer-Gesellschaft orientiert sich konsequent an dem Ziel der Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue und innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Eine wichtige Aufgabe der Fraunhofer-Gesellschaft ist die strategische Forschung. Im Rahmen der institutionellen Förderung des Bundes und der Länder werden Forschungsprojekte durchgeführt, die der Förderung von Spitzen- und Schlüsseltechnologien oder Innovationen auf Gebieten dienen, die von besonderem öffentlichen Interesse sind. Dazu gehören Umweltschutz, Energietechniken und Gesundheitsvorsorge. Im Rahmen der EU beteiligt sich die Fraunhofer-Gesellschaft an den entsprechenden Technologieprogrammen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt Auftragsforschung für die Wirtschaft. Kleine, mittlere und große Unternehmen in der Industrie und im Dienstleistungssektor nutzen die Kompetenzen der Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen von Auftragsforschung und gemeinsamen Verbundprojekten. Die Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt konkret umsetzbare, innovative Lösungen und trägt zur breiten Anwendung neuer Technologien bei. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ohne eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ist die Fraunhofer-Gesellschaft ein wichtiger Lieferant für innovatives Know-how.

Daneben führt die Fraunhofer-Gesellschaft Eigenforschungsvorhaben durch (institutionelle Förderung), die der Erhaltung der wissenschaftlichen Qualität, der Sicherung der Marktchancen und der Erschließung neuer Forschungsbereiche dienen.

Je nach Bedarf arbeiten mehrere Fraunhofer-Institute zusammen, um auch komplexe Systemlösungen zu realisieren. Das kann u. a. im Rahmen von Instituts- und Themenverbünden erfolgen.

Institutsverbünde, innerhalb derer sich thematisch verwandte Fraunhofer-Institute zur Koordinierung der Vorlaufforschung und zur gemeinsamen Strategiefindung zusammenschließen, bestehen derzeit zu den Themen Informations- und Kommunikationstechnik (IuK), Lebenswissenschaften, Mikroelektronik, Oberflächentechnik und Photonik, Produktion, Werkstoffe/Bauteile sowie Verteidigungs- und Sicherheitsforschung.

Die Globalisierung von Wirtschaft und Forschung erfordert zunehmend eine internationale Zusammenarbeit. Niederlassungen der Fraunhofer-Gesellschaft in Europa, in den USA und in Asien sorgen für den Kontakt zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wirtschaftsräumen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist auf eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen angewiesen. Sie ergänzt dadurch ihre Ressourcen in der Grundlagenforschung und gewinnt wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Universitäten ziehen durch eine praxisnahe Ausbildung und die gemeinsame Bearbeitung praxisrelevanter Forschung ihrerseits Nutzen aus der Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Kennzeichnend für diese Zusammenarbeit sind gemeinsame Berufungen auf Lehrstühle oder Honorarprofessuren und in die Leitung von Fraunhofer-Instituten.

Ansprechpartner

  • Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

    • Logo der Fraunhofer-Gesellschaft
    • Hansastr. 27 c
    • 80686 München
    • Telefonnummer: 089/12 05-0
    • Faxnummer: 089/12 05-7531
    • E-Mail-Adresse: info@fraunhofer.de
    • Homepage: http://www.fraunhofer.de