
Um ihre Aufgaben erfolgreich anzugehen, bündelt die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Kräfte in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Verkehr und Weltraum. Für jeden Forschungsbereich entwickeln die Wissenschaftler Forschungsprogramme, die von internationalen Experten bewertet werden. Diese Bewertung bildet die Grundlage für die programmorientierte Förderung der Helmholtz-Forschung. In den sechs Forschungsbereichen kooperieren die Helmholtz-Wissenschaftler untereinander und mit externen Partnern - über die Grenzen von Disziplinen, Organisationen und Nationen hinweg. Denn der Name Helmholtz steht für konzertierte Forschung, die die Vernetzung als Prinzip für forschendes Denken und Handeln voraussetzt. Konzertierte Forschung ist leistungsfähig und flexibel. Mit ihr verfolgt Helmholtz das Ziel, tragfähige Grundlagen für die Gestaltung der Zukunft zu schaffen.
Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Forschungsorganisation Deutschlands. Ihr Gesamtbudget beträgt rd. 2,8 Milliarden Euro jährlich, davon werden ca 70 Prozent - also rund 1,6 Milliarden Euro - von Bund (90 Prozent) und den Sitzländern (10 Prozent) gemeinsam institutionell gefördert. Rund 30 Prozent des Gesamtbudgets werben die Zentren selbst als Drittmittel ein. In ihren 16 naturwissenschaftlich-technischen und biologisch-medizinischen Forschungszentren arbeiten insgesamt 28.000 Beschäftigte.
Im Rahmen des "Paktes für Forschung und Innovation" von Bund und Ländern werden den großen deutschen Forschungseinrichtungen jährlich mindestens 3 Prozent Mittelaufwuchs in Aussicht gestellt. Für die Helmholtz-Gemeinschaft bedeutet das einen Aufwuchs allein im kommenden Jahr von rund 50 Mio.€. Für die Helmholtz-Gemeinschaft erwächst aus dem Pakt die besondere Verpflichtung, die Kooperation mit den Hochschulen weiter auszubauen und zu intensivieren.
Ein zentrales Instrument der Helmholtz-Gemeinschaft zum Erreichen ihrer strategischen Ziele und zur Umsetzung der Prinzipien, denen sie sich im Zuge des Pakts für Forschung und Innovation verpflichtet hat, ist der Impuls- und Vernetzungsfonds. Der Fonds ermöglicht es, schnell und flexibel zu reagieren und Impulse dort zu setzen, wo strategische Ziele rasch erreicht werden sollen. Die Zentren können sich neben den in den Programmen eingeworbenen Ressourcen um Mittel aus diesem Fonds bewerben. Er wird aus einer Umlage der Zentren im Rahmen des im Pakt für Forschung und Innovation vereinbarten Aufwuchses von 3 Prozent für die Helmholtz-Gemeinschaft finanziert. Es werden insbesondere Aktivitäten der Helmholtz-Zentren zur Vernetzung mit Hochschulen, zur internationalen Vernetzung sowie zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses gefördert. Beispiele für die entwickelten Förderinstrumente sind Helmholtz-Virtuelle Institute gemeinsam mit Hochschulen sowie Helmholtz-Nachwuchsgruppen sowie Helmholtz-Kollegs und die Helmholtz-Graduate Schools.
Die Helmholtz-Gemeinschaft trägt dazu bei, die komplexen Systeme zu entschlüsseln, die Mensch und Umwelt bestimmen. Sie entwickelt Antworten auf entscheidende Fragen, die die Menschen heute und in Zukunft bewegen: im Zusammenhang mit der Energieversorgung, der nachhaltigen Ressourcennutzung, der Mobilität oder mit der Therapie bislang unheilbarer Krankheiten. Aber auch grundlegende Fragen wie die nach der Entstehung des Universums gehören dazu.
Um ihre Visionen, Ziele und Strategien zu konkretisieren, konzentrieren die Wissenschaftler über die Zentren hinweg ihre Kräfte. Denn konzertierte Forschung ist leistungsfähiger, sie arbeitet flexibler und erreicht ihre Ziele schneller. Darum hat die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Forschungsaktivitäten in sechs großen Bereichen gebündelt: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Verkehr und Weltraum.
Programmatisches Denken und strategisches Handeln führt zu einem wirklich interdisziplinären Ansatz innerhalb der Forschungsprogramme, innerhalb der Forschungsbereiche und über diese hinaus. Wissenschaftler aus naturwissenschaftlich-technischen und medizinisch-biologischen Fachrichtungen, aber auch Geisteswissenschaftler schließen ihre Kompetenz zusammen, um beispielsweise in der Umweltforschung zu Ergebnissen zu kommen, die langfristig die Lebensgrundlagen des Menschen sichern.
Zur Forschung nach Programmen gehört die programmorientierte finanzielle Förderung. Jedes Programm wird von einer internationalen Expertengruppe evaluiert. Deren Votum bildet die Grundlage für die Förderentscheidung von Bund und Ländern. Alle sechs Forschungsbereiche sind bereits begutachtet worden.
Prof. Dr. Dr. mult. Harald zur Hausen wurde mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Zur Hausen hat am Deutschen Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft untersucht, wie Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln. Zur Hausen erhält die Hälfte des Nobelpreises, die andere Hälfte geht an Françoise Barré-Sinoussi and Luc Montagnier für die Entdeckung des HI-Virus, der die AIDS-Erkrankung auslöst.
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