
Um ihre Aufgaben erfolgreich anzugehen, bündelt die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Kräfte in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Verkehr und Weltraum. Für jeden Forschungsbereich entwickeln die Wissenschaftler Forschungsprogramme, die von internationalen Experten bewertet werden. Diese Bewertung bildet die Grundlage für die programmorientierte Förderung der Helmholtz-Forschung. In den sechs Forschungsbereichen kooperieren die Helmholtz-Wissenschaftler untereinander und mit externen Partnern - über die Grenzen von Disziplinen, Organisationen und Nationen hinweg. Denn der Name Helmholtz steht für konzertierte Forschung, die die Vernetzung als Prinzip für forschendes Denken und Handeln voraussetzt. Konzertierte Forschung ist leistungsfähig und flexibel. Mit ihr verfolgt Helmholtz das Ziel, tragfähige Grundlagen für die Gestaltung der Zukunft zu schaffen.
Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Forschungsorganisation Deutschlands. Ihr Gesamtbudget beträgt rund 3,76 Milliarden Euro jährlich, davon werden rund 2,54 Milliarden Euro von Bund (90 Prozent) und den Sitzländern (10 Prozent) gemeinsam institutionell gefördert. Knapp ein Drittel des Gesamtbudgets werben die Zentren selbst als Drittmittel ein. In ihren 18 naturwissenschaftlich-technischen und biologisch-medizinischen Forschungszentren arbeiten insgesamt rund 33.700 Beschäftigte.
Im Rahmen des "Paktes für Forschung und Innovation" von Bund und Ländern wurden den großen deutschen Forschungseinrichtungen jährlich mindestens 5 Prozent Mittelaufwuchs in Aussicht gestellt. Für Helmholtz bedeutet das einen Aufwuchs pro Jahr von rund 100 Millionen Euro. Gleichzeitig erwächst aus dem Pakt eine besondere Verpflichtung für die Helmholtz-Gemeinschaft, die Kooperation mit den Hochschulen weiter auszubauen und zu intensivieren.
Um ihre Aufgaben erfolgreich anzugehen, hat die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Kompetenzen in sechs Forschungsbereichen gebündelt: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Schlüsseltechnologien sowie Struktur der Materie. Für jeden dieser Bereiche entwickeln die Wissenschaftler Forschungsprogramme. Zu jedem dieser Programme wiederum gehört eine programmorientierte finanzielle Förderung, die auf den Bewertungen internationaler Gutachterkommissionen aufbaut.
In den sechs Forschungsbereichen kooperieren die Helmholtz-Wissenschaftler untereinander und mit externen Partnern - über die Grenzen von Disziplinen, Organisationen und Nationen hinweg. Denn der Name Helmholtz steht für konzertierte Forschung, die die Vernetzung als Prinzip für forschendes Denken und Handeln versteht. So arbeiten Naturwissenschaftler, Mediziner oder Biologen, aber auch Geisteswissenschaftler zusammen, um etwa in der Umweltforschung entscheidende Fortschritte zu erzielen, die langfristig die Lebensgrundlagen des Menschen sichern.
Ein zentrales Instrument der Gemeinschaft, ihre strategischen Ziele zu erreichen und ihre Prinzipien im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation umzusetzen, ist der so genannte Impuls- und Vernetzungsfonds. Der Fonds ermöglicht es, schnell und flexibel zu reagieren und Impulse dort zu setzen, wo rasche Forschungsergebnisse erreicht werden sollen. Die Zentren können sich neben den in den Programmen eingeworbenen Ressourcen um Mittel aus diesem Fonds bewerben. Er wird aus einer Umlage der Zentren im Rahmen des im Pakt vereinbarten Aufwuchses für die Helmholtz-Gemeinschaft finanziert.
Es werden insbesondere Aktivitäten der Helmholtz-Zentren zur Vernetzung mit Hochschulen, zur internationalen Vernetzung sowie zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses gefördert. Beispiele dafür sind die Helmholtz-Virtuellen Institute (gemeinsam mit Hochschulen) sowie Helmholtz-Nachwuchsgruppen, Helmholtz-Kollegs und die Helmholtz-Graduiertenschulen.
Prof. Dr. Dr. mult. Harald zur Hausen wurde 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Zur Hausen hat am Deutschen Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft untersucht, wie Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht einen Impfstoff gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln. Zur Hausen erhielt die Hälfte des Nobelpreises, die andere Hälfte gingan Françoise Barré-Sinoussi and Luc Montagnier für die Entdeckung des HI-Virus, der die AIDS-Erkrankung auslöst.
Das Nobelpreis-Komitee hat im Jahr 2007den Nobelpreis für Physik dem Jülicher Forscher Peter Grünberg und seinem Kollegen Albert Fert von der Universität Paris zugesprochen. Grünberg und Fert werden für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands (englisch: Giant Magnetoresistance - GMR) in den 80er-Jahren geehrt. Der GMR-Effekt brachte den Durchbruch zu Giga-Byte-Festplatten, die heutzutage in jedem PC zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit Albert Fert begründete Grünberg die Zukunftstechnologie Spintronik.
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